Die blinden Flecken der 68er Bewegung. Von Wolfgang Kraushaar

Wie eine Revolte zum Mythos wurde. Vor 50 Jahren begehrten die 68er überall gegen die Autoritäten auf und verlangten mehr individuelle Freiheit. Die Mythen, die aus ihrer Rebellion entstanden, sind noch heute vielfach ungebrochen. Wolfgang Kraushaar problematisiert die vorherrschenden Deutungsmuster der 68er-Bewegung und betont zugleich, dass unsere Zivilgesellschaft kaum ohne ihre Impulse vorstellbar wäre.

ISBN 978-3-608-98141-4     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Auch nach einem halben Jahrhundert gibt es noch immer viele offene Fragen, die einer klaren Deutung der 68er-Bewegung entgegenstehen. Unter ihnen stechen einige besonders hervor: Welche Rolle spielten Pop- und Rockmusik als Multiplikatoren des Protests? Welchen Stellenwert besaßen neue Aktionsformen wie Happenings, Sit-Ins sowie Teach- Ins? Und welche Bedeutung kamen Militanz und Gewalt zu, die einerseits die Ziele der Protestierenden zu beschädigen drohten, andererseits aber auch zur Publicity ihrer Forderungen nicht unerheblich beigetragen haben? Das alles wird von Wolfgang Kraushaar jenseits der üblichen Muster von Verdammung oder Idealisierung in einem Licht betrachtet, deren Scheinwerfer nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart stehen.

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→  Inhalt und Leseprobe

In vier Bänden auf fast 2000 Seiten zeichnet Wolfgang Kraushaar nach, was die 68er-Bewegung war. Er beschränkt seine Arbeit dabei nicht mehr nur auf Deutschland und zeigt so, dass 1968 ein internationales Phänomen war. Rezension von Helmut Böttinger → Deutschlandfunk Kultur 15.11.2018

Der Autor:

Wolfgang Kraushaar arbeitet als Politikwissenschaftler für die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Im Zentrum seiner Forschungen stehen Protestbewegungen und der moderne Terrorismus. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen »Die Protest-Chronik 1949 – 1959«, »Frankfurter Schule und Studentenbewegung«, »Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus«, »Die RAF und der linke Terrorismus« sowie »Die blinden Flecken der RAF«.

 

Erstellt: 07.01.2019 - 08:17  |  Geändert: 04.04.2021 - 22:51