»Stammheim« ist seit dem Prozess gegen die erste Führungsgeneration der RAF zum Mythos geworden. Die Wahlverteidiger der Angeklagten taten alles, um das Strafverfahren zum Schauprozess zu machen. So drang fast nur die einseitige Interpretation der RAF-Anwälte in die deutsche Öffentlichkeit - und wirkt bis heute fort. Sie lässt das Verfahren als »systematische Zerstörung aller rechtsstaatlichen Garantien« (Otto Schily) erscheinen. Dabei ist das Gegenteil richtig: Die Richter gewährleisteten ein ordentliches Strafverfahren.
Terrorismus (Thema)
Ihr wolltet die Hölle, ihr werdet die Hölle bekommen. So begann die israelische Armee nach den menschenverachtenden Anschlägen der Hamas vom 7. Oktober 2023 ihren Krieg gegen den Gazastreifen. Ein Krieg, der trotz seiner Gewalt, seiner Dauer und seiner globalen Auswirkungen hinter verschlossenen Türen stattfindet. Kein ausländischer Journalist oder Reporter hat Zugang zur palästinensischen Enklave. Unabhängige Berichterstattung aus Gaza scheint unmöglich.
Im Dezember 2024 gelang es Jean-Pierre Filiu, etwas mehr als einen Monat in den Gazastreifen zu reisen.
Mit seinem bisher persönlichsten Buch richtet sich Arno Gruen direkt an Leser aller Generationen, die nicht aufgeben, von einer besseren Welt zu träumen.
Was ist lächerlich an der Vorstellung einer Welt ohne Gewalt? Warum wird der Traum von einem friedlichen Zusammenleben als kindliche Illusion abgetan, für Frieden demonstrierende Jugendliche sogar belächelt? Arno Gruen antwortet: Weil die Kraft der Träume die Anpassung an die angebliche Realität gefährdet. Menschen werden genau dann zu Eroberern und Kriegstreibern, wenn sie Gewalt mit Lebendigkeit verwechseln. Solange diese Illusion funktioniert, wird Größenwahn für Stärke gehalten.
Grüner Kolonialismus - Die dunklen Machenschaften der NGO «African Parks»
Die NGO «African Parks» verwaltet 22 große Naturparks in Afrika und gilt als Erfolgsgeschichte. Doch was und wer steckt wirklich dahinter? Olivier van Beemen deckt in seinem fesselnden Buch die staatsähnlichen Strukturen, die Macht der African-Parks-Milizen und das rücksichtslose Vorgehen gegen die lokale Bevölkerung auf. Kritiker sprechen von «grünem Kolonialismus». Oder ist es der alte Kolonialismus in neuem Gewand?
Die erste fundierte Biographie des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera - und die erste eingehende Studie über den politischen Bandera-Kult
Grzegorz Rossolinski-Liebe beleuchtet das Leben einer heute mehr denn je umstrittenen Persönlichkeit und untersucht die Geschichte der gewalttätigsten ukrainischen nationalistischen Bewegung des 20. Jahrhunderts: der Organisation Ukrainischer Nationalisten und ihrer Ukrainischen Aufständischen Armee.
Zusammenfassung
Dieses Dokument fasst die zentralen Argumente und Kernthemen aus der Rede zur Ankündigung einer „speziellen Militäroperation“ in der Ukraine zusammen. Die Rede rechtfertigt die militärische Aktion als eine unumgängliche und defensive Maßnahme, die nach 30 Jahren vergeblicher diplomatischer Bemühungen und angesichts einer eskalierenden, existenziellen Bedrohung durch die NATO und den Westen notwendig geworden sei.
Radikaler Reformator, Theologe und Prediger während der Bauernkriege - über Jahrhunderte war Thomas Müntzer ein kriminalisierter Aufrührer, der aus der Kirchengeschichte und der Erinnerung an die gescheiterten Aufstände des »gemeinen Volks« in Deutschland verbannt bleiben sollte. Erst 1850, nach der verhinderten bürgerlichen Revolution, rückte ihn Friedrich Engels wieder ins Licht des historischen Gedenkens. Und spätestens seit Ernst Blochs Thomas Münzer als Theologe der Revolution ist klar: Müntzer war ein eigenständiger Reformator, dessen Verschränkung von unbedingter Erneuerung der Christenheit und Kampf gegen die Knechtschaft der ärmeren Schichten eine ungeheure Kraft entwickeln konnte.
Zwei Königinnen kämpfen in «Ulrike Maria Stuart» um die Deutungshoheit des Diskurses. Als beredte Untote geistern sie durch das Gefängnis ihrer RAF-Vergangenheit: Kinder einer revolutionären Ideologie, die sie längst ausgespien hat.
Ganz gegenwärtig ist hingegen «Das schweigende Mädchen»: letzte Überlebende eines Neonazi-Trios, das eine Mordspur durch das Land zog. Als stumme Leerstelle steht sie vor Gericht, das sich zu einem Tribunal biblischen Ausmaßes weitet.
Ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer, Anschläge von Fundamentalisten auf Zeitungsredaktionen, die Angst vor den Fremden bei uns, gepaart mit dem Gefühl, sich selbst fremd zu sein: In drei großen Texten – „Die Schutzbefohlenen“, „Wut“ und „Unseres“ – macht Elfriede Jelinek den fortschreitenden Wahnsinn unserer Gegenwart unmittelbar erfahrbar. Wortmächtig und hellsichtig stellt sie westliche Grundwerte wie Humanismus, Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte auf den Prüfstand und scheut sich dabei nicht, ihre eigene Rat- und Fassungslosigkeit angesichts einer Welt zu artikulieren, in der sich politische Fronten immer mehr verhärten und zugleich anscheinend nichts mehr sicher ist.
Aus dem Vorwort: "Mit dem vorliegenden Buch soll ein erster zusammenfassender Beitrag zur Erforschung der Geschichte des kalten Krieges gegen die DDR bis 1961 geleistet werden. Dabei betrachtet es der Verfasser als ein besonderes Anliegen, vor allem jenen Generationen, welche diese Zeit nicht bewußt miterlebt haben, eine politische Orientierungshilfe zu geben.