Schmetterling

Historias marginales. Von Luis Sepúlveda (auf Spanisch)

Sepúlvedas 35 «Randgeschichten» erzählen kritisch von Missständen dieser Erde, von Eigenheiten spanischsprachiger Länder sowie kulturellen Unterschieden gegenüber dem Leben in Deutschland.Dabei sind der wirtschaftliche Kolonialismus im Amazonasgebiet, die ökologischen Verbrechen sowie anderes schwerwiegendes Unrecht - unter anderem der jüdische Holocaust, das Leben eines Chilenen im deutschen Exil, aber vor allem der Kampf um Demokratie in Chile während Pinochets Diktatur - Hauptthemen dieser außergewöhnlichen Sammlung von Erzählungen.

ISBN 978-3-89657-796-2     9,00 €  Portofrei     Bestellen

Faschismustheorien. Ihre Geschichte, ihre Aktualität. Von Mathias Wörsching

Faschismus - kaum ein Begriff steht so für Unfreiheit und Massenmord, kaum ein Wort wird quer durch die politischen Lager so inflationär als Kampfbegriff benutzt. Kunow und Wörsching nehmen die Lesenden mit auf eine Reise durch die nunmehr 90-jährige Geschichte der Theorien über den Faschismus, diese bedrohliche Ausgeburt der Moderne. In den Diskussionen von heute und damals suchen die Autoren nach Anregungen für eine Gegenwart, in der die Gefahr von Rechtsaußen nicht nur in Europa wieder zunimmt. Dieses Einführungsbuch will überblicksartig durch die faschismustheoretische Literatur führen und Interesse für spannende Originaltexte wecken. Die Autoren fragen nach den Stärken und Schwächen der einzelnen Ansätze und nach dem Kontext ihrer Entstehung.

ISBN 978-3-89657-673-6     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Intersektionalität. Von Christopher Sweetapple, Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter

Intersektionalität wurde in der Bundesrepublik bereits seit den frühen 1990er-Jahren von Linken eingefordert, die als Jüdinnen, People of Color und/oder Menschen mit Behinderung ihre Situation als Mehrfachdiskriminierte im Ein-Punkt-Aktivismus etwa der Frauen- und Homobewegung nicht berücksichtigt sahen. Der deutschsprachige akademische Betrieb griff solche Kritik erst mit zehnjähriger Verspätung auf und behandelt sie zumeist als reinen Theorie-Import aus den USA. Heute erfährt der vor allem im queerfeministischen Spektrum of Color verbreitete intersektionale Ansatz, der den gängigen Rassismus thematisiert, zum Teil heftigen Widerspruch nicht nur – erwartbar – von rechts, sondern auch von links. Der Vorwurf lautet, hier werde «Identitätspolitik» zulasten eines Engagements für eine grundlegend andere, bessere Gesellschaft betrieben.

ISBN 978-3-89657-167-0     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Kapp-Putsch. 1920 - Abwehrkämpfe - Rote-Ruhr-Armee. Von Klaus Gietinger

Pünktlich zum Jahrestag im März 2020 rollt der Historiker Klaus Gietinger die Geschichte des Umsturzversuchs neu auf und liefert bislang kaum bekannte Fakten und Hintergründe. Es ist ein fast vergessenes Kapitel deutscher Geschichte, das jedoch fast so wichtig erscheint, wie die Novemberrevolution 1918. Der Versailler Vertrag verlangte die Reduzierung des Deutschen Heeres auf 100 000 Mann und die Auflösung der Freikorps, mit denen die Reichsregierung die Arbeiteraufstände 1919 niedergeschlagen hatten. Doch die präfaschistischen Freikorps Ehrhardt und Loewenfeld weigerten sich, putschten. Die Reichsregierung floh, kurz vorher hatten Ebert und Noske einen Aufruf zum Generalstreik herausgegeben. Der größte Streik, den Deutschland je gesehen hat, folgte.

ISBN 978-3-89657-177-9     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Grünland. Von Roland Kugler

Die Entstehung der Grünen vor 40 Jahren - wie war das eigentlich? Die Grünen in Stuttgart und Baden-Württemberg dienen Roland Kugler als Beziehungspunkt für seinen Roman «Grünland», der sich auf die Spur des kulturellen Wandels begibt, der in den vergangenen Jahrzehnten Stadt und Ländle erfasst hat. Mal augenzwinkernd, mal nachdenklich ruft er nicht nur markante Persönlichkeiten, erbitterte Richtungskämpfe und wirkungsreiche Begebenheiten bei den Grünen in Erinnerung, sondern zeigt auch auf, wie Ideen der außerparlamentarischen Bewegung in der Gesellschaft allmählich mehrheitsfähig wurden und sich die Partei gleichzeitig im Kampf um die Macht langsam, aber tiefgreifend veränderte.

ISBN 978-3-89657-176-2     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Maoismus China und die Linke - Bilanz und Perspektive. Von Henning Böke

Mit seinem eigenständigen Sozialismus, der sich von der Sowjetunion scharf abgrenzte, bildete das China Mao Zedongs um 1970 einen bedeutenden Bezugspunkt für Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt wie für die progressive Intelligenz im Westen: Der Maoismus war damals eine maßgebliche linke Strömung, mit der große Hoffnungen auf ein alternatives Gesellschaftsmodell jenseits von Kapitalismus und bürokratischem Staatssozialismus verbunden waren. Mao selbst erreichte zeitweise ähnlich wie Che Guevara den Status einer Pop-Ikone. Nur dreißig Jahre nach dem Tod Maos Zedongs hingegen berufen sich nur noch wenige Guerillaorganisationen in Lateinamerika und Asien auf die 'Zedong sixiang', die Ideen Maos. Auch unter westlichen Linken gilt Mao mehr oder weniger als chinesischer Stalin und sein Weg zum Sozialismus als gescheitert. In China selbst hält die Führung zwar gewisse Grundspositionen Maos aus den Zeiten des Bürgerkrieges und den ersten Jahren der Republik aufrecht, hat jedoch die eigentlichen charakteristischen Grundpositionen des Maoismus als 'linke Fehler' verworfen.

ISBN 978-3-89657-596-8     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Staat und Kapital. Von Johannes Agnoli

Neu editierte Ausgabe von zentralen Texten Johannes Agnolis, die erstmals 1975 unter dem Titel «Überlegungen zum bürgerlichen Staat» erschienen sind. Der Aufsatz «Der Staat des Kapitals», basierend auf einer Vorlesung an der Universität Turin, gilt als Schlüsseltext materialistischer Staatstheorie. Darin legt Johannes Agnoli in seiner Bestimmung des Verhältnisses von Staat und Kapitalismus schlüssig dar, warum linke Regierungen, die das Wirtschaftssystem unangetastet lassen, notwendig scheitern müssen. Er umreißt ein notwendiges Antidot gegen die in der linken Staatstheorie vorherrschende Interpretation der Gramsci-Poulantzas-Linie, die die linke Bewegung nur als Partei im Parlament verortet.

ISBN 978-3-89657-171-7     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Sozialismus der 21. Jahrhunderts in Venezuela. Aufstieg und Fall der Bolivarischen Revolution von Hugo Chávez. Von Stefan Peters

Am Beginn des 21. Jahrhunderts ruhten die Hoffnungen auf Veränderungen wieder einmal auf Lateinamerika. Die dortige Linkswende markierte das «Ende des Endes der Geschichte» und in Venezuela wurde unter Präsident Hugo Chávez der Sozialismus wieder salonfähig. Mit dem Rückenwind kräftig steigender Rohstoffpreise gelangen der Bolivarischen Revolution von Chávez nicht nur vielbeachtete soziale Entwicklungserfolge, sondern auch die Wirtschaft erreichte hohe Wachstumsraten. Der karibische Sozialismus schien sich positiv von den gescheiterten Modellen des «real existierenden Sozialismus» abzuheben.
Doch bald wurden die Erfolgsmeldungen spärlicher und Nachrichten von Verschwendung, Korruption sowie zunehmenden autoritären Tendenzen untergruben den Modellcharakter.

ISBN 978-3-89657-619-4     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Der Seelentröster. Wie Christopher Clark die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg erlöst. Von Klaus Gietinger und Winfried Wolf

Der I. Weltkrieg - verursacht von «Schlafwandlern»? Gab es Ähnliches nicht schon einmal? Richtig! Bis Anfang der 1960er Jahre war die These vom «Hineinschlittern» vorherrschend. Insbesondere die selbsternannten Eliten in Berlin und Wien hatten sich damit von jeglicher Verantwortung für den Großen Krieg freigesprochen. Anfang der 1960er Jahre gab es dann die entscheidende Wende. Der Historiker Fritz Fischer belegte, dass «die deutsche Reichsführung einen erheblichen Teil der historischen Verantwortung für den Ausbruch des allgemeinen Krieges» trug. Dies blieb dann - zu Recht - ein halbes Jahrhundert lang die Mehrheitsauffassung in der Geschichtswissenschaft. Bis Christopher Clark die alte These aufwärmte, nunmehr die 1914 in Berlin, Wien, Paris, London und St. Petersburg Verantwortlichen als «Schlafwandler» bezeichnend. Plötzlich öffneten sich dem Seelentröster Clark wie von Zauberhand die Talkshows und es wendete sich die Mehrheitsmeinung der Historikerzunft.

ISBN 978-3-89657-476-3     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Neoanarchismus in Deutschland. Geschichte, Bilanz und Perspektiven der antiautoritären Linken. Von Markus Henning und Rolf Raasch

Wie kam es in einer Zeit sozialer und politischer Auf- und Umbrüche, in der die Momente jugendlicher Subkulturen und radikaldemokratischer Prostestformen zusammenwirkten,zur Wiederentdeckung des Anarchismus und eines zeitlosen sozialpolitischen Phänomens: der Anarchie? Diese Bestandsaufnahme der Entwicklung vom Antiautoritarismus der 68er-Bewegung sowie undogmatischer oppositioneller Bestrebungen in der der DDR geht dieser Frage nach. Dabei stellen die Autoren fest, dass die historische Rolle des Neoanarchismus bei der Modernisierung der hiesigen gesellschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen gemeinhin unterschätzt wird.

ISBN 978-3-89657-079-6     14,80 €  Portofrei     Bestellen

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