Europa zwischen Weltmacht und Zerfall. Von Rainer Trampert

In seinem neuen Buch räumt Rainer Trampert rigoros mit Halbwahrheitenund Propagandalügen über die Euro-Krise und Europas geopolitischer Lage auf. Er analysiert die Krise als eine der stockenden Akkumulation und des aufgetürmten Staatssektors in entwickelten Ländern und eine neue Epoche, deren Merkmale die Stagnation des alten und der Aufstieg des neuen Kapitalismus in Schwellenländern sind.

ISBN  978-3-89657-067-3           16,00 €  Portofrei          Bestellen

Die Hälfte der Menschheit befindet sich auf dem Weg der größten Industrialisierung der Geschichte, die mit der grünen industriellen Revolution zusammenfällt.

Trampert analysiert und beschreibt, warum Europa nicht einträchtig dahinsiecht, sondern auseinanderbricht in Zentrum und Peripherie, die tripolare Welt ohne den Machtblock „Europa“ auskommen muss, warum Deutschland zum gehassten Hegemon aufgestiegen ist, dem auf der Höhe seiner Macht das Objekt seiner Macht abhanden zu kommen droht. Deutschlands Macht beruht auf der Handelsfreiheit der EU und dem Euro in Kombination mit seiner überlegenen Produktivität, die eine Folge deutscher Attribute ist: Fleiß, Genügsamkeit, Feigheit vor dem Herrn. Früher gingen Kapitalbewegung und Nationenfrage Hand in Hand, heute fallen Kapital und Bewusstsein auseinander. Das expansive Kapital benötigt die Vereinigten Staaten von Europa, das Bewusstsein sehnt sich nach der Kleinstaaterei. Ein Prozess, den nationale Alleingänge und Referenden weiter befördern.

Trampert kritisiert Europa-Ideen von Trotzki bis Habermas und beschäftigt sich mit diversen Theorien und Krisenideologien, Bewegungen und Parteien: die Austeritätspolitik, den Keynesianismus, die Dependenztheorie, Theorien über das Ende der Mehrwertproduktion, die falsche Trennung des Kapitalismus in den schaffenden und raffenden, die das Tor zum Antisemitismus öffnet. Protestcamps nur vor den Banken adeln die Sphäre der Ausbeutung in der Mehrwertproduktion.

Die spezifische Regression: Die deutsche Ideologie setzt die nordische „Rasse“ (die Minderheit will den Nord-Euro) gegen die Südeuropäer, diffamiert europäische Kulturen, die dem Kapitalismus Leben abtrotzen, propagiert die Produktivität als wertes Leben und erinnert mit der Lüge vom Zahlmeister Europas an die Propaganda von den Versailler Schandverträgen. Wenn Produktivität und Haftungsrisiken über die Mitgliedschaft in der Euro-Zone entscheiden, müsste zuerst Ostdeutschland rausgeworfen werden. Die Geldeintreibung für die eigene Reproduktion und als Übersoll! Die antideutsche Stimmung als Berechtigung und Verkleidung eigener Machenschaften!

Trampert begründet, warum Europa vor der großen Kapitalvernichtung und dem Zerfall in die Kleinstaaterei steht, untersucht, wohin Europa steuert, ob der Kapitalismus durch die Motorisierung der halben Weltbevölkerung und die industrielle Revolution neue Impulse bekommt, und stellt die Systemfrage. Die Marktwirtschaft ist historisch überholt, aber wo ist das Bewusstsein für eine neue Gesellschaft? Das linke Europa gibt es genauso wenig wie das linke Vaterland. Bewusstsein hat von der Kritik der Finanzen zur Kritik des ganzen Kapitalismus zurückzukehren. In Deutschland erfand die Propaganda die «griechische Krankheit», um die Deutschen für die Übernahme der Krisenlasten zu präparieren und die Produktivität als wertes Leben zu definieren. In der Übernahme der «griechischen Krankheit» läge ein erster Akt der Emanzipation.

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