Sozialismus der 21. Jahrhunderts in Venezuela. Aufstieg und Fall der Bolivarischen Revolution von Hugo Chávez. Von Stefan Peters

Am Beginn des 21. Jahrhunderts ruhten die Hoffnungen auf Veränderungen wieder einmal auf Lateinamerika. Die dortige Linkswende markierte das «Ende des Endes der Geschichte» und in Venezuela wurde unter Präsident Hugo Chávez der Sozialismus wieder salonfähig. Mit dem Rückenwind kräftig steigender Rohstoffpreise gelangen der Bolivarischen Revolution von Chávez nicht nur vielbeachtete soziale Entwicklungserfolge, sondern auch die Wirtschaft erreichte hohe Wachstumsraten. Der karibische Sozialismus schien sich positiv von den gescheiterten Modellen des «real existierenden Sozialismus» abzuheben.
Doch bald wurden die Erfolgsmeldungen spärlicher und Nachrichten von Verschwendung, Korruption sowie zunehmenden autoritären Tendenzen untergruben den Modellcharakter.

ISBN 978-3-89657-619-4     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Spätestens mit dem Tod des Comandante im März 2013 und dem Einbruch der Erdölpreise begann der Niedergang der Bolivarischen Revolution. Allerdings bleiben viele bisherige Analysen an der Oberfläche, beschreiben oft nur genüsslich das Missmanagement der Regierung und scheitern an einem besseren Verständnis der Besonderheiten der Erdölgesellschaft Venezuelas.

Das Buch verbindet die Analyse der Bolivarischen Revolution in Venezuela mit Einblicken in die Funktionsweise von erdölbasierten Rentengesellschaften. Es bietet Einblicke in die Praxis des Sozialismus des 21. Jahrhunderts, nimmt eine kritische Würdigung der Erfolge des Chavismus vor und analysiert die Gründe des Scheiterns der Bolivarischen Revolution.

Auf dieser Grundlage wird die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen revolutionärer Veränderungen in rohstoffreichen Ländern des Globalen Südens diskutiert, bevor die Zukunftsszenarien für Venezuela ausgeleuchtet werden.

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Inhaltsverzeichnis

→ Textprobe

Öl, Öl und nochmal das Öl. Geschichte und Gegenwart der Abhängigkeit Venezuelas vom Erdöl sind Thema des neuen Buches von Stefan Peters. Ausgehend von dem Buch wird in diesem Rezensionsessay die Krise des Landes analysiert Von Helge Buttkereit → amerika21 04.06.2019

Bemühtes Wegsehen Stefan Peters versucht, das »Scheitern« der Bolivarischen Revolution zu erklären, ohne die US-Lateinamerikapolitik zur Kenntnis zu nehmen Von Daniela Lobmueh → Junge Welt 29.04.2019

Kein neuer Galeano: Stefan Peters’ Venezuela-Buch 14. April 2019 um 11:45 Ein Artikel von: Redaktion Ist der „Sozialismus“ in Venezuela mit dem ehemaligen Präsidenten Chávez gestorben? Was sind die Gründe für die desolate Lage, in der sich das Land zur Zeit befindet? Sind die Probleme hausgemacht? Oder eher eine Folge externer Faktoren, die vor allem Folge einer imperialistischen Außenpolitik der USA sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch „Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela“ von Stefan Peters, in das Daniela Lobmueh für die NachDenkSeiten einen Blick geworfen hat. → Nachdenkseiten 14.04.2019

Stromausfall in Venezuela: Gibt es einen Wirtschaftskrieg der USA?  Debatte Buchkritik-Essay von Hannes Sies und Galindo Gaznate. Aktuell verschärfen in Caracas mysteriöse Stromausfälle die von den USA verhängte Hungerblockade qua Wirtschaftssanktionen. Dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente verderben, Kinder hungern und Kranke sterben. Aber die Westmedien sehen als verantwortlich für die Krise in keinster Weise die USA, sondern allein den demokratisch gewählten Präsidenten Maduro, den Nachfolger des Sozialisten Hugo Chavez.  → Scharf Links 27.03.19

Erstellt: 06.02.2019 - 05:48  |  Geändert: 05.06.2019 - 15:47

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