Links-Nietzscheanismus. Band 1. Nietzsche selbst. Von Paul Stephan

Spätestens mit dem Aufstieg der Neusten Rechten in den letzten Jahren ist die Debatte um die politische Bedeutung des umstrittenen Feuerkopfs Nietzsche wieder ins Zentrum der theoretischen Aufmerksamkeit gerückt. Ist Nietzsche Vordenker Trumps, Le Pens und Höckes? Ist er primär ein unpolitischer Freigeist? Oder ist er ein linker, subversiver Denker, der von den Rechten nur missbraucht wird?

ISBN 978-3-89657-089-5     12,80 €  Portofrei     Bestellen

Ganze Generationen anarchistischer, kommunistischer, sozialdemokratischer, antifaschistischer, feministischer und sonst wie linker Intellektueller, Künstler und Aktivisten haben auf die gestellte Frage ganz klar geantwortet und Nietzsche als einen der ihren betrachtet. Sie konstituieren das, was dieses Buch als «Links-Nietzscheanismus» bezeichnet.

Autor Paul Stephan führt in Nietzsches Denken selbst ein unter Fokussierung derjenigen Aspekte, die für die linken Fans des geistigen Sprengmeisters von besonderer Relevanz waren und sind: seine Metaphysikkritik, seine Lehre der individuellen Befreiung, seine Affirmation des Leibes, seine Psychologie und Sozialtheorie und seine Kritik der modernen Kultur.
Zusätzlich zum Buch werden auf der Website links-nietzscheanismus.de vertiefende Materialien zum Thema angeboten und ein Diskussionsforum eingerichtet.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Vorwort

Presse:

Der junge Philosoph Paul Stephan bringt das seltene Kunststück fertig, Nietzsches Philosophie mit einer Frage aufzuschließen, die normalerweise zu Scheuklappen und Denkverboten führt. Er fragt nämlich, wie man sich Nietzsches Philosophie politisch zunutze machen kann ... Marcuse hätte seine helle Freude gehabt. Gerhard Schweppenhäuser in «Konkret», 11/2019

Besonders lobenswert ist es zudem, dass es Stephan gelungen ist, die vielen verschiedenen Schichten im Denken Nietzsches, seine Ambivalenzen, aufzudecken und offen zu halten. So sehr Stephan auch von Nietzsches Philosophie eingenommen zu sein scheint, ihr gerade aus linker Perspektive bisweilen monströser Charakter wird von ihm nicht unter den Teppich einer verharmlosenden und/oder tendenziösen Interpretation gekehrt. Für ein erstes Bekanntmachen mit Nietzsche aus einer dezidiert linken Perspektive ist seine Einführung somit allemal zu empfehlen. Alles in allem sticht seine Einführung aus den vielen Elaboraten der Nietzscheforschung positiv durch einen aktualisierend-philosophischen Zugang hervor. Beschränkt sich die akademische Forschung zumeist auf eine historisierend-philologisch immanente Analyse von Nietzsches Werk, so beschreitet Stephan den begrüßenswerten Weg eines lebendigen Philosophierens mit Nietzsche, das den Selbstanspruch des Denkers ernst nimmt. Sein Anliegen, Nietzsche vom Ballast der Interpretationsgeschichte zu befreien und ihn nicht zum Opfer der Nietzsche-Philologie werden zu lassen, ist begrüßenswert. Verdeckt jene in einem Übermaß Nietzsches Denken selbst, so hat diese aus jemandem, der sich selbst als Dynamit verstand, längst einen Teppichfurzer gemacht, mit dem man niemanden mehr erschrecken kann. Hendrik Wallat, www.kritiknetz.de

Textanhang "Links-Nietzscheanismus"

Das Manifest

Halkyonische Assoziation für radikale Philosophie

Der Autor:

Paul Stephan wurde 1988 geboren und las schon in seiner Jugend begeistert Nietzsche und Marx parallel. Er studierte von 2008 bis 2015 Philosophie, Soziologie und Germanistik in Frankfurt a. M. und Dublin. Seit 2014 Redaktionsmitglied der Zeitschrift «Narthex. Heft für radikales Denken» und Autor beim Blog der Halkyonischen Assoziation für radikale Philosophie, die diese Zeitschrift herausgibt und die er mitbegründete. In einschlägigen Publikationen widmete er sich insbesondere auch dem Verhältnis zwischen Marx und Nietzsche. Zuletzt galt sein Interesse speziell Deleuze und den Debatten um einen «spekulativen Realismus».

Friedrich Nietzsche auf Wikipedia

 

Erstellt: 14.12.2020 - 07:42  |  Geändert: 14.12.2020 - 07:52

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