Nicht erst seit dem spektakulären Diebstahl Mitte Oktober 2025, bei dem Maskierte Schmuck von unschätzbarem Wert aus dem Pariser Louvre klauten, sind Diebe in aller Munde. Bereits ab Anfang des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich Geschichten von eleganten Draufgängern, von kaltblütigen Gangstern, die sich nahmen, was ihnen vorenthalten wurde, und von modernen Robin Hoods, die die Reichen bestahlen, um den Armen zu geben. Zu Letzteren zählte auch Alexandre Marius Jacob, der sich mit seiner Diebesbande, den »Travailleurs de la nuit«, die Umverteilung zur Aufgabe gemacht hatte - weniger durch revolutionäre, gesamtgesellschaftliche Enteignung als durch eine allnächtliche Abschöpfung von Werten. Der dabei zur Anwendung gebrachte Humor und Einfallsreichtum inspirierte angeblich sogar Maurice Leblanc zu seinem Meisterdieb Arsène Lupin.
Heldenreise (Thema)
Geschichten von Ländern, Grenzen, Entdeckungen und der Fremde - meisterhaft erzählt von Claudio Magris
Drei unwahrscheinliche, wahre Geschichten von der Welt "am Ende der Welt". Claudio Magris' meisterhafte Erzählungen handeln von außergewöhnlichen Menschen, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Patagonien auswanderten, um sich mit dem "Anderen" zu konfrontieren:
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist der Akkordeonspieler Wladimir Alexandrowitsch Kolenko, der vorher in den Kurorten auf der Krim von seiner Musik ganz anständig leben konnte, arbeitslos. Um weiterhin seine Familie ernähren zu können, beschließt er, sein Glück als Straßenmusikant in Deutschland zu versuchen. Er kämpft sich durch den bürokratischen Dschungel in Moskau und erreicht nach einer Odyssee durch das postsowjetische Eisenbahnchaos schließlich Berlin, wo er in kalten U-Bahn-Schächten und -Unterführungen gegen münzbetriebene Kinderbagger anspielt.
Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole.
Luke Skywalker, Buddha, Herakles, Wotan und der Froschkönig ... Sie gehen auf einen Grundtyp des Heros zurück und folgen den Stationen der Heldenreise wie sie Joseph Campbell in seiner mythologischen Studie beschrieben hat, die erstmals 1949 veröffentlicht wurde und seitdem weltweit Millionen von Lesern hat. Bob Dylan, Jim Morrison, Stanley Kubrick, George Lucas, Steven Spielberg und zahlreiche andere Künstler berufen sich auf dieses Buch.
Campbell beschreibt den Heros als ein universelles Motiv, das allen Abenteuern zu Grunde liegt, und sich durch sämtliche mythische Traditionen der Welt zieht. Durch umfassende Vergleiche und tiefenpsychologische Deutungen bringt Campbell die Eigenheiten, die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede dieser zeitlosen Symbole ans Licht.