Wahrheit

Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik. Von Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun

Hass und Hetze, Gerüchte und Falschmeldungen verbreiten sich rasend schnell. Öffentliche Debatten eskalieren zum giftigen Streit. Und in der Breite der Gesellschaft regiert die Angst vor dem Schwinden des gesellschaftlichen Zusammenhalts und dem Ende von Respekt und Vernunft.

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun, zwei prominente Vertreter ihres Fachs, analysieren den kommunikativen Klimawandel. Sie zeigen Auswege aus der Polarisierungsfalle in Zeiten der großen Gereiztheit und der populistischen Vereinfachungen und entwerfen eine Ethik des Miteinander-Redens, die Empathie und Wertschätzung mit der Bereitschaft zum Streit und zur klärenden Konfrontation verbindet.

ISBN 978-3-446-26590-5     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Theorie der Kognitiven Dissonanz. Von Leon Festinger

Kaum eine Theorie hat innerhalb der Psychologie und besonders innerhalb der Sozialpsychologie derart umfangreiche Forschungen angeregt und Kontroversen ausgelöst: Leon Festingers erstmals 1957 publizierte Theorie der Kognitiven Dissonanz wurde inzwischen in unzähligen Experimenten bestätigt und von Psychologen weltweit weiterentwickelt. Sie gilt zurecht als ein Meilenstein der modernen Psychologie.

ISBN 978-3-456-86032-9     29,95 €  Portofrei     Bestellen

Wenn ich mich nicht irre. Ein Versuch über die menschliche Fehlbarkeit [Was bedeutet das alles?] Von Geert Keil

Jeder Mensch irrt - ausgenommen der Papst, wenn er Glaubenssätze verkündet. So jedenfalls befand einst das erste Vatikanische Konzil. Nun waren die Kardinäle, so bemerkt Keil frech, selbst keineswegs Träger der päpstlichen Unfehlbarkeit. "Woher wussten sie dann, dass der Papst unfehlbar ist?"

Besonders schwierig ist aber vor allem: Niemand weiß vorher, wann und wo er sich irren wird. Viele Philosophen haben daraus geschlossen, dass Menschen nichts wissen, sondern immer nur vermuten. Das ist aber ein Irrtum, den dieser kluge und kurzweilige Essay aufklärt: "Man muss eine Nase dafür entwickeln, wann man sich verrannt hat."

ISBN 978-3-15-019639-7     6,00 €  Portofrei     Bestellen

Straße ins Nichts. Von James Lee Burke

Im Staatsgefängnis von Louisiana wartet die junge Letty Labiche auf ihre Hinrichtung. Dave Robicheaux glaubt nicht an ihre Schuld und rollt den Fall neu auf. Dabei stößt er überraschend auf die Spur seiner vor mehr als 30 Jahren verschwundenen Mutter.
Er erfährt, dass seine Mutter von zwei Polizisten aus New Orleans als unliebsame Zeugin brutal ermordet wurde. Aber je mehr er über jene längst vergangene Nacht erfährt, in der seine Mutter starb, desto stärker steht er vor der Frage: Will er Rache oder will er die Wahrheit wissen?

ISBN 978-3-86532-675-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Heimweh nach einer anderen Welt. Von Ottessa Moshfegh

Storys wie Nadelstiche, die tief unter die Haut gehen. In ihren preisgekrönten Erzählungen schafft Ottessa Moshfegh ein groteskes Panorama menschlicher Bos- und Dummheit. Da ist beispielsweise John, der sich an seiner verstorbenen Frau rächen will, indem er sie posthum mit demselben Strichjungen betrügt, mit dem sie ihn mutmaßlich hintergangen hat. Larry arbeitet in einer betreuten Wohneinrichtung für "Menschen mit Entwicklungsstörungen", weil er endlich sein Leben mit Leuten verbringen will, die ihn zu schätzen wissen. Und Charles fährt für ein Wochenende in eine Berghütte, weil seine Frau schwanger ist und er ein paar Tage für sich haben will, bevor das Baby auf die Welt kommt und sein Leben für immer ruiniert ...

ISBN 978-3-95438-115-9     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Über den Willen zum Wissen. Von Michel Foucault

Der Wille zum Wissen, die Sorge des Subjekts um sich selbst und die Selbsttechnologien schienen bisher erst im Spätwerk Michel Foucaults zentrale Themen zu sein. Umso überraschender ist die Entdeckung, dass bereits seine ersten Vorlesungen am Collège de France um diese Fragen kreisen. Sie zeigen schon Spuren der späteren Gedanken zu den Selbsttechnologien, während zugleich Motive der Archäologie des Wissens noch deutlich erkennbar sind, ebenso wie die gerade im Entstehen begriffene Genealogie der Disziplinargesellschaft. Mit anderen Worten: Wie unter einem Brennglas scheinen alle Motive des Foucault'schen Oeuvre hier zusammenzulaufen. Ein erstaunliches Dokument.

ISBN 978-3-518-29890-9     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Ansturm der Algorithmen. Die Verwechslung von Urteilskraft mit Berechenbarkeit. Von Wolf Zimmer

Der durch die "Blumenkinder" des Silicon Valley entfesselte digitale Rausch droht, die Vernunft durch den Aberglauben zu ersetzen, man könne die Welt rechnend vervollkommnen. Wer aber glaubt, die Probleme einer ungewissen Welt mit technologischen Gewissheiten lösen zu können, hat weder etwas von der Welt noch etwas von der Technologie verstanden. Im digitalen Sittenbild aus Silizium und Statistik ersetzt Rechnen das Denken, Wahrscheinlichkeit wird für Wahrheit ausgegeben und Korrelation verdrängt Kausalität. Die Hohepriester der Digitalisierung fragen nicht, ob wir das, was sie verkünden, für gut und richtig halten. Gut und richtig sind keine Kategorien des Digitalen.

ISBN 978-3-662-59770-5     50,00 €  Portofrei     Bestellen

Schutzzone. Von Nora Bossong

Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Bei einem Empfang begegnet sie Milan wieder, in dessen Familie sie nach der Trennung ihrer Eltern im Frühjahr 94 einige Monate gelebt hat. Die Erinnerungen an diese Zeit, aber auch Milans unentschiedene Haltung zwischen gesuchter Nähe und schroffer Zurückweisung überrumpeln und faszinieren sie zugleich. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät auch Miras Souveränität ins Wanken, ihr Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden.

ISBN 978-3-518-42882-5     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus. Von Juan Moreno

Es war der größte Fälschungsskandal seit Jahrzehnten: Ein Reporter des "Spiegel" hatte Reportagen und Interviews aus dem In- und Ausland geliefert, bewegend und oftmals mit dem Anstrich des Besonderen. Sie alle wurden vom "Spiegel" und seiner legendären Dokumentation geprüft und abgenommen, sie wurden gedruckt, und der Autor Claas Relotius wurde mit Preisen geradezu überhäuft. Aber: Sie waren - ganz oder zum Teil - frei erfunden.
Juan Moreno hat, eher unfreiwillig und gegen heftigen Widerstand im "Spiegel", die Fälschungen aufgedeckt. Hier erzählt er die ganze Geschichte vom Aufstieg und Fall des jungen Starjournalisten, dessen Reportagen so perfekt waren, so stimmig, so schön.

ISBN 978-3-7371-0086-1     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Fake und Fiktion. Über die Erfindung von Wahrheit. Von Thomas Strässle

Schluss mit dem Starren auf die Faktenchecks! Zur Halbzeit der Präsidentschaft von Donald Trump wissen alle, dass die Fiktion im Gewande des Fakes die Vorherrschaft der Fakten abgelöst hat. Die Instanz für Fragen der Fiktion, die Literaturwissenschaft, hat sich aber bislang vornehm zurückgehalten. Nun nimmt sich der Literaturwissenschaftler Thomas Strässle der Sache an. Jeder Fake ist eine Form von Fiktion, wie auch ein Roman Fiktion ist. Aber nicht jede Fiktion ist auch ein Fake. Was muss passieren, damit eine Fiktion als Fake für wahr gehalten wird?

ISBN 978-3-446-26229-4     18,00 €  Portofrei     Bestellen

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