Vor mehr als zehn Jahren einigte sich die Welt in Paris auf ein Klimaabkommen, aber die Emissionen steigen weiter. Die Erneuerbaren boomen. Doch gleichzeitig wird mehr Kohle aus der Erde geholt als je zuvor. Auch die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Die Welt war nie gleich, aber wenn gerade mal 0,001 Prozent der Weltbevölkerung mehr besitzen als die ärmere Hälfte zusammen, dann nimmt die Ungleichheit monströse Züge an. Und wenn Trump, Netanjahu, Putin und Xi unverfroren Ansprüche auf fremde Territorien erheben, behandeln auch sie die Welt als Beute.
Globalisierung (Thema)
Es diente als Truppenunterkunft auf den Falklandinseln, »Hotel« für VW-Beschäftigte in Emden, Gefängnis im East River und Bleibe für Ölarbeiter in Nigeria: der schlichte Frachtkahn im Zentrum dieses Buchs. Mit modularen Containern ausgestattet- dem Inbegriff standardisierter Weltwirtschaft - wurde er zu dem, was der Markt gerade verlangte.
Dem Historiker Ian Kumekawa gelingt das Kunststück, anhand der Stationen eines einzigen Schiffs die großen ökonomischen und politischen Umbrüche der letzten fünf Jahrzehnte greifbar zu machen.
Wir befinden uns mitten in einem verheerenden weltweiten Umsturz, bei dem unsere bisherige Gesellschaft durch ein neues System ersetzt werden soll.
Der globale Staatsstreich zeigt, wie und warum dies geschieht, wer die Hintermänner sind - und was wir tun können, um sie zu stoppen.
Das Jahr 2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem der globale Staatsstreich eingeleitet wurde. Im historischen Kontext erscheinen die dramatischen Krisen der vergangenen Jahre als Teile eines wohlinszenierten Schachspiels - mit der vollständigen Kontrolle über den gesamten Planeten als ultimatives Ziel.
Die verborgenen Machenschaften einer der reichsten und einflussreichsten Familien der Welt
Jacob Nordangård enthüllt die oft unglaubliche Geschichte der Rockefeller-Dynastie. Sie erfahren, wie diese mächtige Familie die Weltpolitik, die globale Wirtschaft und sogar die Klimapolitik seit mehr als einem Jahrhundert geprägt hat. Nordangård zeigt die verschlungenen Verbindungen und Strategien, mit denen die Rockefellers ihren Einfluss über Generationen hinweg sicherten und ausbauten.
Derzeit erleben wir einen tiefgreifenden Wandel in der globalen ökonomischen Konfiguration. Ein »Zeitalter der Geoökonomie« scheint anzubrechen. Es zeigt sich in einer Zuspitzung von zwischenstaatlicher Konkurrenz, von Handelskriegen, Sanktionsregimen und Investitionskontrollen, in einem Wettlauf um technologische Vorherrschaft und in den Versuchen einer Re-Territorialisierung strategischer Wertschöpfungsketten. Als zentral gilt dabei die Verschränkung sicherheitspolitischer Motive und ökonomischer Strategien. Angesichts der neuen Triade-Konkurrenz zwischen den USA, der EU und China nutzen einzelne Staaten sowie Unternehmen (geo-)ökonomische Instrumente, um ihre Interessen durchzusetzen und Konflikte auszutragen.
Was die Zukunft bringt, können wir nicht sagen – stets liegt das, was vor uns liegt, im Ungewissen, also in der Dunkelheit, weil Zukunft immer schon das war, was wir daraus gemacht haben.
Dieses Machen, das Tun, das Engagement und der kleine und große Aktivismus stehen im Zentrum dieses Essays, den Rebecca Solnit bereits vor fast zwanzig Jahren geschrieben hat – und der damit einem spezifischen historischen Moment entspringt, in dem vieles möglich schien. Dass sich nicht alles davon eingelöst hat, ist dabei kein Zeichen des Scheiterns oder Versagens. Denn wenn uns die Geschichte etwas lehrt, argumentiert Solnit, dann dass bisher noch jede Form des kollektiven Engagements Früchte getragen hat – wenn vielleicht auch andere als die ursprünglich angestrebten.
Lateinamerika war das «erste Amerika» im Zeitalter der Entdeckungen. Es war die Säule der ersten europäischen Kolonialreiche und Schnittstelle riesiger Menschen- und Warenströme aus vier Kontinenten. Doch schon lange vor den «entdeckenden» Europäern hatten die ursprünglichen Bewohner die Geschichte Lateinamerikas gestaltet, das zum Land der Befreiung vom Kolonialismus, aber auch zum Kontinent der Diktatoren wurde. Im Zeitalter der neuen Globalisierung bleibt Lateinamerika ein Brennpunkt und ein Labor von Entwicklungen, die weit über den Kontinent hinausweisen.
Hans Dieter Schäfers richtungsweisende Studie in einer erweiterten Neuausgabe.
Bis 1940 gab es in Deutschland Hollywoodfilme, bis 1942 Coca-Cola und bis 1945 Swing-Musik - Hans Dieter Schäfers Untersuchung über NS-Ideologie und -Praxis sorgte Anfang der 1980er Jahre im In- und Ausland für großes Aufsehen. Lange hatte nach 1945 das Bild eines perfekten NS-Zwangsstaates vorgeherrscht; Schäfer zeigte anhand unterschiedlichster Quellen, dass das Dritte Reich gar nicht so totalitär war: Es gab vielmehr ein mit der Nazi-Weltanschauung erfolgreich konkurrierendes Angebot von »Konsum- und Zerstreuungswerten«, bis hin zu einem »bruchlos im Dritten Reich weiterwirkenden Amerikanismus«.
Die weltweit größte Untertagedeponie für gefährliche Abfälle im hessischen Heringen, ein gigantischer Abwasserkanal bei Essen, eine Tierkadaververwertungsanlage im schönen Moseltal: Oliver Schlaudt hat sich auf eine eigentümliche Deutschlandreise begeben, um verborgene, aber spektakuläre Wahrzeichen unserer Müllkultur aufzusuchen. Sein genauso verblüffender wie wunderbar erzählter Reisebericht liest sich allerdings nicht nur wie ein Fremdenführer durch deutsche Abfalllandschaften. Inmitten ihrer besonderen Müllgeschichten entwickelt Schlaudt zugleich eine Philosophie, die sich die Hände buchstäblich schmutzig macht.
Der Band gibt einen Überblick über die »großen« Ereignisse der japanischen Geschichte von 1841 bis 1912, ehe er in seinem zweiten Teil in sechs Kapiteln »kleine« Themen aufgreift, die das unmittelbare Leben der Mehrheit der Japaner betreffen.
Abschließend wird anhand zweier Sozialreportagen gezeigt, dass Armut und Elend in Tokyo und Wien um 1900 viele Entsprechungen haben.