Von der Altsteinzeit bis zur Spätantike reicht das große Panorama, das im ersten Band der Geschichte der Welt entworfen wird - eine grandiose Darstellung von mehr als 2,7 Millionen Jahren Kultur- und Ereignisgeschichte der Menschheit. Sie reicht von den Anfängen der Menschwerdung über den Beginn des Ackerbaus, das Aufblühen der frühen Hochkulturen bis zur Epoche der griechisch-römischen Welt und dem Ende der Gupta-Zeit in Indien, dem Niedergang der Sui-Dynastie in China und dem Aufkommen des Islam.
Islam (Thema)
In den Jahrhunderten zwischen 1350 und 1750 wird die Geschichte der Welt endgültig zu einer zusammenhängenden Weltgeschichte. Auf allen Kontinenten expandieren neue Großreiche, während westeuropäische Seefahrer den Atlantik in ein Binnenmeer verwandeln und der Islam die Handelssysteme vom Mittelmeer bis nach Südostasien beherrscht.
Seit einiger Zeit sucht ein neues Gespenst Europa heim: der Islam. Allzu oft stellen selbst wohlmeinende Liberale das moderne Wiederaufleben des Islam als eine neue „invasive Bedrohung“ dar – intolerant, mittelalterlich und barbarisch – die den Kommunismus als Hauptbedrohung für die westliche Zivilisation und Werte abgelöst hat.
Für Aziz Al-Azmeh ist diese orientalistische und rassistische Sicht auf den Islam nichts anderes als ein Spiegelbild der Mythen, die von islamischen Fundamentalisten und Radikalen verbreitet werden. Beide Ansichten teilen eine falsche und ahistorische Vorstellung vom Islam als einer unveränderlichen und monolithischen Einheit. Indem er sowohl seine sozialen Ursprünge als auch seine intellektuelle Genealogie untersucht, überdenkt Al-Azmeh die Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen neu und deckt dabei eine reiche und faktenbasierte Geschichte der Interaktion auf.
August 2013, Uttar Pradesh, Nordindien. Im mehrheitlich muslimischen Kawal erstechen zwei junge Hindus einen gleichaltrigen Muslim auf offener Straße. Die Täter werden daraufhin von einer aufgebrachten Menge ermordet. Nach Massenprotesten eskalieren die Ereignisse und es kommt zu wiederholten Überfällen der Angehörigen beider Religionsgemeinschaften aufeinander, die mehrere Dutzend Tote fordern und die Flucht Zehntausender Muslime zur Folge haben.
Für Joe Sacco, den berühmtesten aller Comicreporter, ist dieser Vorfall ein Archetyp dessen, was in Indien bereits zuvor geschehen ist und wieder geschehen wird.
Der gefährliche Kampf um die Vorherrschaft im Nahen Osten
»Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle.« Mit seinen Äußerungen zum israelischen Angriff auf die Islamische Republik Iran im Juni 2025 solidarisierte sich Bundeskanzler Friedrich Merz klar mit der Regierung Netanjahu. Auch der US-Angriff auf die Produktionsstätten des iranischen Atomprogramms wenige Tage später stieß auf die Zustimmung der Bundesregierung.
Nahostexperte und SPIEGEL-Bestsellerautor Michael Lüders wirft einen kritischen Blick auf vermeintliche Wahrheiten im Nahen Osten und stellt wichtige Fragen:
Prequel zum international gefeierten Bestseller »Frei«
Was wissen wir wirklich über die Menschen, die uns am nächsten stehen?
Als Lea Ypi im Internet ein ihr unbekanntes Foto entdeckt, das ihre Großeltern 1941 beim Après-Ski in den italienischen Alpen zeigt, fragt sie sich, was sie wirklich über ihre Familie weiß.
Der deutsche Blick auf den Islam ist von Verharmlosungen genauso geprägt wie von Vorurteilen. Der Journalist Teseo La Marca unterzieht die deutsche Islamdebatte einem Realitätstest. Im Gespräch mit Muslimen, linken Apologeten und Islamkritikern offenbaren sich die Missverständnisse eines überhitzten Diskurses: Islamismus hat viel mehr mit dem gelebten Alltagsislam zu tun, als viele Muslime und auch Linke es wahrhaben wollen.
Omar El Akkad über Macht und Missbrauch der Sprache in der Kriegsberichterstattung.
Als Einwanderer glaubte Omar El Akkad, dass der Westen ein Ort der Freiheit und Gerechtigkeit für alle sei. Doch in den Jahren, in denen er über den Klimawandel, die Black-Lives-Matter-Proteste, die verschiedenen Kriege gegen den Terror und vieles mehr berichtet und zuletzt den Genozid in Gaza beobachtet, wird ihm zunehmend klar, dass vieles von dem, was der Westen verspricht, eine Lüge ist. Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein ist eine Chronik dieser schmerzhaften Erkenntnis, eine moralische Auseinandersetzung mit der Frage, was es bedeutet - als Bürger der USA, als Vater -, in diesen verheerenden Zeiten einen Sinn für Möglichkeiten zu finden.
In ihrem bahnbrechenden Werk, das ursprünglich im Jahr 2006 veröffentlicht wurde, taucht die renommierte Journalistin, Historikerin und Nahostwissenschaftlerin Helga Baumgarten tief in die Feinheiten der Hamas ein und bietet eine umfassende und aufschlussreiche Untersuchung, die heute noch genauso relevant ist wie bei ihrer ersten Veröffentlichung. Indem sie die Hamas in ihren breiteren soziopolitischen Kontext einordnet, beleuchtet Baumgarten die Komplexität und die Herausforderungen, mit denen die palästinensische Gesellschaft konfrontiert ist, sowie die breitere Dynamik, die die Region prägt.
»Was war der Vielvölkerstaat Sowjetunion, der immerhin sieben Jahrzehnte lang das Leben von über zweihundert Millionen Menschen bestimmte? Wie funktionierte das Miteinander der multiethnischen Gemeinschaften, die in einer Vielzahl von sowjetischen Städten über Jahrzehnte bestanden?