Zeitgenössische Islambilder
Über die Anatomie eines Mißverständnisses

Seit einiger Zeit sucht ein neues Gespenst Europa heim: der Islam. Allzu oft stellen selbst wohlmeinende Liberale das moderne Wiederaufleben des Islam als eine neue „invasive Bedrohung“ dar – intolerant, mittelalterlich und barbarisch – die den Kommunismus als Hauptbedrohung für die westliche Zivilisation und Werte abgelöst hat. 

Für Aziz Al-Azmeh ist diese orientalistische und rassistische Sicht auf den Islam nichts anderes als ein Spiegelbild der Mythen, die von islamischen Fundamentalisten und Radikalen verbreitet werden. Beide Ansichten teilen eine falsche und ahistorische Vorstellung vom Islam als einer unveränderlichen und monolithischen Einheit. Indem er sowohl seine sozialen Ursprünge als auch seine intellektuelle Genealogie untersucht, überdenkt Al-Azmeh die Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen neu und deckt dabei eine reiche und faktenbasierte Geschichte der Interaktion auf. 

ISBN 978-3-946946-47-2 1. Auflage 20.10.2025 27,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) erweiterten Neuauflage

In dieser erweiterten Neuauflage untersucht der Autor außerdem den Diskurs um Islamismus und Irrationalismus nach dem 11. September.

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Inhaltsverzeichnis

Rezension

Das Kitschige und das Spektakuläre: Wider die Überislamisierung der Muslime: Aufsätze des syrischen Historikers Aziz Al-Azmeh über zeitgenössische Islambilder: Was ist »Islam« eigentlich? Diese Frage steht im Hintergrund aller Überlegungen des syrischen Historikers Aziz Al-Azmeh, ohne dass er eine definierte Antwort darauf gibt. Und damit hat es seine Richtigkeit. Denn: Was ist Islam? Was ist Christentum? Was ist Judentum? Was Hinduismus oder Buddhismus? Die Antwort lautet: Es gibt »den« Islam an sich nicht. Was wie eine Selbstverständlichkeit scheint, ist es im öffentlichen Diskurs jedoch keineswegs. Von Constanze Kraft junge Welt 16.01.2026

Weitere Pressestimmen

„Islam und Moderne werfen drängende Fragen auf, die für die Anliegen der zeitgenössische Welt von zentraler Bedeutung sind.“ Guardian

 „Aziz Al-Azmeh ist heute vielleicht der originellste Denker zu diesen Themen in Großbritannien.“ New Statesman

 „Eine unschätzbare Ergänzung zur wachsenden verfügbaren Literatur.“ Times Higher Eductaion Supplement

 „Verdient, viel gelesen zu werden.“ Times Literary Supplement

„Die Bedeutung dieser Arbeit ist kaum zu überschätzen.“ Middle East Studies Association Bulletin  

Autoreninfos

Aziz Al-Azmeh wurde am 24. Juli 1947 in Damaskus geboren. Im Jahre 2002 war er Professor an der Central European University in Budapest. Er ist ein syrischer Akademiker und Professor am Institut für Geschichte der Central European University in Wien, Österreich. Nachdem er die Universität Tübingen und die University of Pennsylvenia besucht hatte erhielt er einen Doktorgrad der Philosophie und Orientalistik am St. Antony’s College in Oxford. Er veröffentlichte Bücher und Aufsätze zur Geschichte des Islams und seiner Stellung in der Moderne. Vom ehemaligen Präsidenten Tunesiens Zine El Abidine Ben Ali erhielt er im Mai 1993 den Republikanischen Verdienstorden für Verdienste um die arabische Kultur. Zu seinen Schriften zählen: „Muslim Kingship: Power and the Sacred in Muslim, Christian and Pagan Polities“ und „The time of History: Universal Topics in Islamic Historiography“

Wikipedia (EN): Aziz Al-Azmeh

Autoren

Erstellt: 05.02.2026 - 09:03  |  Geändert: 05.02.2026 - 09:49