Derzeit erleben wir einen tiefgreifenden Wandel in der globalen ökonomischen Konfiguration. Ein »Zeitalter der Geoökonomie« scheint anzubrechen. Es zeigt sich in einer Zuspitzung von zwischenstaatlicher Konkurrenz, von Handelskriegen, Sanktionsregimen und Investitionskontrollen, in einem Wettlauf um technologische Vorherrschaft und in den Versuchen einer Re-Territorialisierung strategischer Wertschöpfungsketten. Als zentral gilt dabei die Verschränkung sicherheitspolitischer Motive und ökonomischer Strategien. Angesichts der neuen Triade-Konkurrenz zwischen den USA, der EU und China nutzen einzelne Staaten sowie Unternehmen (geo-)ökonomische Instrumente, um ihre Interessen durchzusetzen und Konflikte auszutragen.
Geoökonomie (auch: Geo-Ökonomie) kann als die staatliche Anwendung wirtschaftlicher Macht zur Erreichung globaler geopolitischer Interessen verstanden werden. Eine einheitlich anerkannte Definition existiert jedoch noch nicht, da es sich um einen neueren Begriff aus den Internationalen Beziehungen und der Politischen Ökonomie handelt
Wikipedia (DE): Geoökonomie