Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie

Drei Essays über revolutionäre Möglichkeiten

Drei Essays über Anarchismus und eine Gesellschaftstheorie der Möglichkeiten, mit denen David Graeber in seiner unverkennbaren Art die Welt auf den Kopf stellt, um sie besser begreifen zu können. Lesestoff für alle, die an der Widerständigkeit des Sozialen, an Gesellschaftstheorie und Utopie interessiert sind, für alle Konsumkritiker_innen, die sich gerne irritieren lassen und alle Graeber-Fans, die wissen wollen, was ihn eigentlich zum Anarchismus gebracht hat.

ISBN 978-3-89771-662-9 1. Auflage 12.03.2026 12,80 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

Was wir heute 'Gesellschaftstheorie' nennen, entstand aus der Entdeckung all jener störrischen, widerspenstigen Elemente im menschlichen Sozialleben, die von Reform oder Revolution nicht einfach aus dem Weg geräumt oder integriert werden konnten - wodurch die soziale Realität nicht nur zu einem Studienobjekt und Problem, sondern auch zu etwas Formbarem wurde. Durch die sogenannte Globalisierung und die vermeintliche Allmacht des Neoliberalismus ging diese Vorstellung allerdings verloren. Ist heute trotzdem noch eine Gesellschaftstheorie möglich, die auf die Revolution abzielt?

David Graeber erkundet in den drei Essay dieses Bandes die Frage, wie eine herrschaftskritische Wissenschaft aussehen könnte, die mehr an der Imagination, der Störrigkeit, einer Ethik der Vielfalt und den gesellschaftlichen Möglichkeiten ansetzt. Der Essay "Darum" beginnt mit einer biografischen Skizze und der Frage, warum der Autor überhaupt Anarchist geworden ist. "Gesellschaftswissenschaft als Utopie und Praxis" führt die titelgebende Problematik aus, während Graeber in "Die eigentümliche Idee des Konsums" seine ideologiekritische Methode vorführt, die Welt begrifflich auf den Kopf zu stellen, um den Gebrauch der Metapher 'Konsum' zu hinterfragen.

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Autoreninfos

David Rolfe Graeber (1961–2020) war ein US-amerikanischer Kulturanthropologe und Autor, der sich mit sozialen, ökonomischen und politischen Strukturen aus ethnographischer Perspektive befasste. Er lehrte unter anderem an Universitäten wie Yale, Goldsmiths und der London School of Economics und verband wissenschaftliche Forschung mit gesellschaftskritischen Fragestellungen. Seine Arbeiten beschäftigten sich mit der historischen Entwicklung von Schulden, mit Formen von Arbeit, Bürokratie und Macht sowie mit alternativen sozialen Organisationsformen. Durch Publikationen wie sein Werk über die Geschichte der Schulden oder seine Analyse moderner Arbeitsverhältnisse wurde er international bekannt. Neben seiner akademischen Tätigkeit beteiligte er sich an sozialen Bewegungen und brachte anthropologische Perspektiven in öffentliche Debatten ein. 

Wikipedia (DE): David Graeber  | Website: David Graeber

Übersetzt von

Werner Petermann (1947 - 2025) war ein deutscher Ethnologe, Lektor, Publizist, Autor und Übersetzer. Wikipedia (DE)

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Erstellt: 14.04.2026 - 10:19  |  Geändert: 14.04.2026 - 10:32