In der Wüste der Gegenwart
Ein Dialog über KI, Krieg und die Aufgabe der Intellektuellen heute
Zwei Intellektuelle unserer Gegenwart - Moshe Zuckermann, Historiker und Zeitdiagnostiker, und Florian Rötzer, Journalist und Philosoph - sprechen über das, was unsere Zeit erschüttert. Es ist ein Experiment des freien Denkens über Grenzen hinweg: zwischen Israel und Deutschland, zwischen verschiedenen Lebensgeschichten, Prägungen und kulturellen Perspektiven. Gemeinsam werfen sie einen hellsichtigen Blick auf die Zeitenwende:
den Stand der demokratischen Kultur, das Verstummen kritischer Diskurse, das Erstarken rechter Bewegungen und die Transformation der Öffentlichkeit durch Medien und Algorithmen. Sie konstatieren, dass Wissenschaft und Kultur zunehmend als Bedrohung gelten und dass die intellektuelle Auseinandersetzung in einer Welt des kulturindustriellen Lärms kaum noch Gehör findet. Doch gerade jetzt fordern sie eine neue Rolle für den Intellektuellen: als unbequemer Außenseiter, der sich nicht vereinnahmen lässt - ähnlich den Philosophen der Antike.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
Rezensionen
In der Wüste der Gegenwart ist ein kluges, waches und überraschend gut lesbares Buch – trotz der großen, schweren Themen, die hier verhandelt werden. Moshe Zuckermann und Florian Rötzer liefern keinen trockenen Theorieband ab, sondern ein echtes Gespräch: offen, tastend, manchmal widersprüchlich, immer ernsthaft bemüht, unsere Gegenwart zu verstehen. bibliomaniacs.de 06.02.2026
Moshe Zuckermann und Florian Rötzer denken über die Lage der Welt nach: Der Soziologe Moshe Zuckermann und der Medientheoretiker Florian Rötzer werfen sich in einem Briefwechsel Denkbälle zu, KI kommt dabei leider etwas zu kurz. Bei Moshe Zuckermann und Florian Rötzer handelt es sich um zwei Brüder im Geiste, die ausreichend unterschiedlich sind, um einander auf hohem Niveau die Bälle zuspielen zu können. Von Lukas Meschik Der Standard 02.02.2026