Studien zufolge ist mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung der Ansicht, ihre Meinung nicht mehr frei äußern zu können. Woran liegt das? Je mehr Menschen heute ihre Individualität ausdehnen und die Dinge 'persönlich' nehmen, umso leichter fühlen sie sich gekränkt. Beschleunigt durch Social Media und die Möglichkeiten des Shitstorms wird das Risiko freier Meinungsäußerungen immer größer und die sozialen Kosten steigen gefährlich an. In der Folge gerät unsere Gesellschaft in einen Angststillstand.
Philosophie (Thema)
Eine Philosophie der Krise: Konrad Paul Liessmann liefert eine lebensrettende Lektüre in schwierigen Zeiten.
Wir leben in einer Zeit der Krisen. So weit, so schlecht. Aber wie zeigen sich diese Krisen? Welche Bereiche unseres Lebens, Denkens und Handelns sind davon betroffen? Und stecken in den Krisen auch tatsächlich die viel beschworenen Chancen? Eines ist klar: Krise bedeutet kein »Weiter wie bisher«.
"Dieser Band vereinigt fünf Texte, die in einem inneren Zusammenhang stehen; sie zeigen die Entwicklung zentraler Motive von Benjamins Denken auf. Eingeleitet wird er durch eine sehr frühe Studie Über das Programm der kommenden Philosophie. Es folgen die Aufsätze Zur Kritik der Gewalt, wo Benjamins Schicksalsbegriff Gestalt gewinnt, und Schicksal und Charakter, eine Arbeit, die er selbst als ein Modell der ihm vorschwebenden philosophischen Theorie bezeichnet hat.
Wie eine neue Ethik der Reformation - eher eine der Calvinisten und Puritaner als der Lutheraner - ein Gewinnstreben hervorgebracht hat, das nicht nur sämtliche Vorstellungen von Arbeit revolutionierte, sondern den Kapitalismus, in dem wir heute gefangen erscheinen, erst ermöglichte - dies ist das Thema von Max Webers berühmtester Schrift.
Seit gut 50 Jahren stehen die Menschenrechte im Zentrum der Politik. Aber warum gibt es sie eigentlich und wie lassen sie sich begründen? Der Philosophie kommt bei diesen Fragen eine besondere Bedeutung zu und sie hat unterschiedliche Theorien des »Wesens« und der Reichweite der Menschenrechte hervorgebracht. Andreas Niederberger führt in wesentliche Kontroversen der Philosophie der Menschenrechte ein und thematisiert ihre Geschichte, die Frage nach dem Universalismus, das Verhältnis von Recht und Moral, aber auch postkoloniale Kritiken und die Bedeutung der Menschenrechte für Flucht und Klimawandel.
Krisen und Chancen der Demokratie: Fundierte Analyse der politischen Situation
In seinem politischen Hauptwerk legt Julian Nida-Rümelin eine fundierte Analyse der Demokratie vor - woher sie kommt, was sie ist, was sie bedroht und wie wir sie schützen können und müssen. Er wirbt für demokratischen Optimismus und demokratisches Engagement - allen gegenwärtigen Krisen zum Trotz.
Jeder neue Durchbruch, den die Genetik erzielt, bedeutet Verheißung und Dilemma zugleich: Einerseits werden wir künftig in der Lage sein, tödliche Krankheiten wirksam zu bekämpfen und zu verhindern. Andererseits gibt uns dieses neue Wissen die Werkzeuge an die Hand, die Natur manipulieren und so uns selbst sowie unsere Kinder nach unseren Vorlieben optimieren zu können.
Giovanni Sgro' rekonstruiert Engels' Verständnis der Kategorie Dialektik sowohl in dessen frühen Schriften als auch im Spätwerk und untersucht die Differenzen der engelsschen und der marxschen Auffassung von Dialektik. Während nach Engels in der Geschichte dieselben dialektischen Gesetze wirksam seien wie in der Natur und im Reich des Denkens, liege bei Marx das Hauptaugenmerk auf dem geschichtlichen Charakter der Natur und der Naturwissenschaft.
Thomas Metscher hat in mehr als 60 Jahren ein umfangreiches Werk vorgelegt, in welchem die Kategorie der Pluralität zunehmend Bedeutung gewann: Sei es im Sinne der Pluralität künstlerischer Formen und Ausdrucksweisen, der Pluralität menschlicher Lebensentwürfe oder der Methodenpluralität in den Wissenschaften. Dabei hat er stets darauf bestanden nicht in postmoderne Beliebigkeit zu verfallen, hat dem positionslosen ‚anything goes‘ unentwegt deutlich widersprochen. Im Zentrum seines Schaffens stand und steht der Mensch mit seinen unveräußerlichen Rechten.
Dieser Klassiker eines Mannes, der ganze Generationen geprägt hat, spricht auch heute immer wieder an. An lebensnahen Beispielen zeigt Romano Guardini, dass das Gute den ganzen Menschen in seiner Beziehung zu Gott und zur Umwelt angeht. Dabei versteht er das Gute als etwas Lebendiges, dessen Verwirklichung den Menschen erst zum Menschen macht. Guardini beschreibt mehrere Weisen, wie Tugend sich verwirklichen kann: durch Pflege bestimmter Fähigkeiten und Eigenschaften, die dem Menschen von Natur aus eigen sind, und durch Erarbeitung von Haltungen und Lebensweisen.