In der Wüste der Gegenwart
Ein Dialog über KI, Krieg und die Aufgabe der Intellektuellen heute

Zwei Intellektuelle unserer Gegenwart - Moshe Zuckermann, Historiker und Zeitdiagnostiker, und Florian Rötzer, Journalist und Philosoph - sprechen über das, was unsere Zeit erschüttert. Es ist ein Experiment des freien Denkens über Grenzen hinweg: zwischen Israel und Deutschland, zwischen verschiedenen Lebensgeschichten, Prägungen und kulturellen Perspektiven. Gemeinsam werfen sie einen hellsichtigen Blick auf die Zeitenwende: 

ISBN 978-3-98791-359-4 1. Auflage 19.01.2026 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

den Stand der demokratischen Kultur, das Verstummen kritischer Diskurse, das Erstarken rechter Bewegungen und die Transformation der Öffentlichkeit durch Medien und Algorithmen. Sie konstatieren, dass Wissenschaft und Kultur zunehmend als Bedrohung gelten und dass die intellektuelle Auseinandersetzung in einer Welt des kulturindustriellen Lärms kaum noch Gehör findet. Doch gerade jetzt fordern sie eine neue Rolle für den Intellektuellen: als unbequemer Außenseiter, der sich nicht vereinnahmen lässt - ähnlich den Philosophen der Antike.

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Rezensionen

In der Wüste der Gegenwart ist ein kluges, waches und überraschend gut lesbares Buch – trotz der großen, schweren Themen, die hier verhandelt werden. Moshe Zuckermann und Florian Rötzer liefern keinen trockenen Theorieband ab, sondern ein echtes Gespräch: offen, tastend, manchmal widersprüchlich, immer ernsthaft bemüht, unsere Gegenwart zu verstehen. bibliomaniacs.de 06.02.2026

Moshe Zuckermann und Florian Rötzer denken über die Lage der Welt nach: Der Soziologe Moshe Zuckermann und der Medientheoretiker Florian Rötzer werfen sich in einem Briefwechsel Denkbälle zu, KI kommt dabei leider etwas zu kurz. Bei Moshe Zuckermann und Florian Rötzer handelt es sich um zwei Brüder im Geiste, die ausreichend unterschiedlich sind, um einander auf hohem Niveau die Bälle zuspielen zu können. Von Lukas Meschik Der Standard 02.02.2026

Autoreninfos

Florian Rötzer, geb. 1953, ist studierter Philosoph und beim Online-Magazin Overton tätig. Der freie Journalist arbeitete zuvor u.a. bei der taz, der Süddeutschen Zeitung und Frankfurter Rundschau sowie beim Bayerischen und Hessischen Rundfunk. Neben seiner publizistischen Tätigkeit mit den Schwerpunkten Medientheorie und -ästhetik, organisiert er zahlreiche internationale Symposien. 1996 hat er mit Telepolis eines der ersten deutschsprachigen Online-Magazine mitbegründet und war dort bis Ende 2020 Chefredakteur. Unter seiner Leitung erhielt Telepolis den Europäischen Preis für Online-Journalismus in der Kategorie Investigative Reportage (2000) sowie den Grimme Online Award in der Kategorie Medienjournalismus (2002) und den Lead Award für spezialisierte Onlinemagazine (2004).

Wikipedia (DE): Florian Rötzer

Moshe Zuckermann (Jahrgang 1949) ist ein israelisch-deutscher Soziologe, Historiker, Philosoph und politischer Publizist. Er wurde in Tel Aviv als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender geboren, wuchs zeitweise in Frankfurt am Main auf und kehrte 1970 nach Israel zurück. An der Universität Tel Aviv studierte er Soziologie, Politikwissenschaft und Geschichte und wurde später Professor am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas. Von 2000 bis 2005 leitete er das Institut für Deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv; heute ist er emeritiert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, die Soziologie und Philosophie der Kunst, die Wirkung des Holocaust auf die politischen Kulturen Deutschlands und Israels sowie Antisemitismus, Zionismus und Erinnerungspolitik.

Zuckermann veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter Zweierlei Holocaust, Gedenken und Kulturindustrie, „Antisemit!“ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument, Israels Schicksal, Der allgegenwärtige Antisemit, Wagner, ein ewig deutsches Ärgernis und Fortschritt. Darin kritisiert er sowohl die politische Instrumentalisierung der deutschen Vergangenheit als auch die israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik. Er versteht sich als Marxist und Vertreter der Kritischen Theorie und gehört zu den profiliertesten israelischen Stimmen in deutschsprachigen Debatten über Israel, Deutschland, den Holocaust und den Antisemitismusbegriff. 

Wikipedia (DE): Moshe Zuckermann  |  Wikipedia (HE): Moshe Zuckermann

Erstellt: 14.02.2026 - 19:51  |  Geändert: 16.02.2026 - 07:19