Zur Kritik der Gewalt und andere Aufsätze
Mit einem Nachwort von Herbert Marcuse
"Dieser Band vereinigt fünf Texte, die in einem inneren Zusammenhang stehen; sie zeigen die Entwicklung zentraler Motive von Benjamins Denken auf. Eingeleitet wird er durch eine sehr frühe Studie Über das Programm der kommenden Philosophie. Es folgen die Aufsätze Zur Kritik der Gewalt, wo Benjamins Schicksalsbegriff Gestalt gewinnt, und Schicksal und Charakter, eine Arbeit, die er selbst als ein Modell der ihm vorschwebenden philosophischen Theorie bezeichnet hat.
In zwei Texten aus dem Nachlaß, den Geschichtsphilosophischen Thesen und dem Theologisch-politischen Fragment, kehren die Gedanken des frühen Benjamin wieder, auf einer anderen Stufe der Reflexion."
Inhaltsverzeichnis der 7. Auflage
Zur Kritik der Gewalt bei textlog.de (Historische Texte & Wörterbücher) (23.07.2026)
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Kommentare
Kurzportrait des großen Essays von Walter Benjamin: »Zur Kritik der Gewalt« von 1921, auf den mit stärkstem Nachdruck verwiesen wird. Absicht dieser Kurzfassung ist die vereinfachte Abbildung der Kritik Benjamins, woraus der zitierende Charakter resultiert. (...) Dieser Aufsatz erschien zuerst 1985 in meiner Zeit als Student an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/M. und wurde unter dem Pseudonym »Autonomes Forum der Wissenschaft« als fotokopierte Flugschrift im Untergrund verteilt. Um rationalistischen Anfechtungen durch die politisch orientierten kritischen Studenten und Dozenten zuvorzukommen war der Begriff »göttlich« durch den Begriff »spontan« ersetzt. Erschienen in Tattva Viveka 3, 1995. Neu veröffentlicht 2014 in: Ronald Engert – Der absolute Ort. Philosophie des Subjekts, Tattva Viveka Edition Berlin, S. 81-92
siehe: http://www.tattva.de/der-absolute-ort/ Von Ronald Engert wbenjamin.de (ohne Datum)
Eine Solidaritätsbekundung mit den Opfern von Gewalt: „Zur Kritik der Gewalt“ ist ein eigenartiger Text. Genau gelesen dreht sich alles um die Legitimität von auf Gewalt antwortende Gegengewalt, ohne dass der Begriff ‚Gewalt‘ präzisiert wird. Das wird allein schon darin deutlich, dass der Aufsatz nicht „eine Kritik“ oder „die Kritik“, vielmehr „zur Kritik der Gewalt“ überschrieben ist. Es handelt sich also bei Walter Benjamins Aufsatz um einen Kommentar, quasi eine Rezension über herkömmliche, freischwebende Ansichten von Gewalt und solche, die fixiert wurden, wie von Georges Sorel „Réflexions sur la violence“, Hermann Cohen „Ethik des reinen Willens“ oder Ernst Blochs „Geist der Utopie“. Die Textexegese jener Autoren wird jedoch lediglich angedeutet. Sie dienen mehr als Anlass, eine Problematik zu reflektieren. Von Alexander Carmele Blog Kommunikatives Lesen (ohne Datum)