Drei Palästinenser wollen sich von einem Vierten in einem leeren Wassertank aus dem Irak nach Kuwait schmuggeln lassen - weit weg von der "Hölle" der Flüchtlingslager und der Armut ins "Paradies" des aufstrebenden Ölstaates. An der Grenze wird der Fahrer wider Erwarten aufgehalten. Der durch die sengende Sonne inzwischen zum Dampfkochtopf aufgeheizte Wassertank droht zum elenden Grab der drei Männer zu werden.
Roman (Thema)
1948 ergreifen während gewaltsamer Auseinandersetzungen in Haifa Tausende Palästinenser die Flucht. Ein Ehepaar wird durch unglückliche Umstände von ihrem fünf Monate alten Sohn getrennt. Sie versuchen erfolglos, zu ihrem Haus und dem Kind zurückzukehren, und bald wird die Grenze zum neu ausgerufenen Staat Israel geschlossen. Erst zwanzig Jahre später betreten sie Haifa wieder. Ihr Sohn Chaled lebt noch in ihrem Haus, doch er trägt eine israelische Uniform und heißt Dov. Er wurde von jüdischen Einwanderern adoptiert. Eine Rückkehr zu seinen leiblichen Eltern lehnt er ab, da er sich seinen Adoptiveltern und Israel mehr verpflichtet fühlt als Blutsbanden
Wie viele Platonow-Helden hat auch Firs, der makedonische Offizier, nicht aufgehört, über das Leben zu staunen. Er ist ein Suchender, der die Schrecken der Existenz am eigenen Leibe erfährt und seine untergründige Traurigkeit nicht los wird. Im geheimen Auftrag Alexanders des Großen lebt er seit einigen Jahren in einem fernen asiatischen Reich. Es erstreckt sich in einem gewaltigen blauen Tal, eingeschlossen von einem »Himmelsgebirge«, dessen Wände »undurchdringlich sind für den Wind und für die Freiheit«. Statt das Bewässerungsprojekt für den dortigen Despoten durchzuführen, bereitet er einen Aufstand gegen ihn vor.
Nicht nur Die Baugrube, auch das zweite Hauptwerk Andrej Platonows, der Roman Tschewengur, durfte in der Sowjetunion nicht erscheinen. Er habe nichts anderes versucht, als den Anfang der kommunistischen Gesellschaft darzustellen, schreibt der Autor an den mächtigen Maxim Gorki. Das Buch, so die Antwort, sei inakzeptabel, denn die Helden würden nicht als Revolutionäre, sondern als komische Käuze und Halbverrückte wahrgenommen.
Ulysses (englisch für Odysseus, von lateinisch Ulixes) gilt als der bedeutendste Roman des irischen Schriftstellers James Joyce und als richtungsweisend für den modernen Roman.
Joyce beschreibt im Ulysses in 18 Episoden einen Tag, den 16. Juni 1904, im Leben des Leopold Bloom, seines Zeichens Anzeigenakquisiteur bei einer Dubliner Tageszeitung. In Anlehnung an Homers Irrfahrten des Odysseus lässt er den Leser an den (Irr-)Gängen seines Protagonisten durch Dublin teilhaben.
Stell dir vor, du hättest alle Zeit der Welt
An einem Tag Anfang Juni kommt die Zeit leise zum Stehen. Niemand stirbt mehr, niemand wird mehr geboren. Der Ausnahmezustand ändert das Lebensgefühl der Menschen:
Stefan Uwe Max - Stuxx hatte sie daraus gemacht, „die Frau, die seine Mutter war". Vor vier Jahren ist sie abgehauen, Stuxx hat keine Ahnung warum und will es längst nicht mehr wissen. Seitdem kümmert sich sein Vater allein um ihn und seine kleine Schwester. Ohne die immer fröhliche Lila wäre wenig Sonne in der kleinen Wohnung. Fast 14 ist Will Gmehlings Held und er hadert mit sich und der Welt. Weil er sich ein paar lausige Quadratmeter mit einem kleinen Mädchen teilen muss, fährt er stundenlang mit seinem Schrottrad durch das öde Viertel. Freunde hat er nicht, die Schule langweilt ihn. Was er mag - coole alte Autos - lässt die anderen kalt. Und er findet sich unattraktiv, dabei wäre er so gern begehrenswert, denn Stuxx ist verliebt!
Im Jahr 2119: Die Welt ist überschwemmt, Europa eine Insellandschaft, Freiheit und Reichtum unserer Gegenwart - ein ferner Traum. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe sucht ein verschollenes Gedicht von Weltrang. Der Dichter Francis Blundy hat es 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen. In all den Spuren, die das berühmte Paar hinterlassen hat, stößt Thomas auf eine geheime Liebe, aber auch auf ein Verbrechen. Ian McEwan entwirft meisterhaft eine zukünftige Welt, in der nicht alles verloren ist.
Ein Klassiker der Exilliteratur in neuer Auflage
Viel ist nicht geblieben. Die zehnjährige Kully lebt ein Leben im Balancierschritt zwischen den Ländergrenzen. Der Schriftsteller-Vater ist notorisch abwesend und notorischer in Geldnot, die Mutter bemüht sich unglücklich darum, die Welt für Kully zusammenzuhalten. In diesem Exilroman von 1938 erzählt eine früh Erwachsene von einem Leben in Hotelzimmern, von offenen Rechnungen und spontanen Begegnungen mit Tiefe.
»T.C. Boyle ist ein gnadenloser Erzähler, allerdings auch ein gnadenlos guter.« Die Welt
An seinem 22. Geburtstag wird Walter Van Brunt von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. In der Nacht rast er - betrunken und high - mit dem Motorrad gegen eine Gedenktafel. Sie erinnert an ein Ereignis, das weit zurückliegt, aber direkt mit Walter verknüpft ist.