Eine Entdeckung aus dem Nachlass: bisher unveröffentlichte Erzählungen von einer der beliebtesten Autorinnen Amerikas.
Harper Lee (1926-2016), Verfasserin des berühmten Romans »Wer die Nachtigall stört«, ist eine der größten und wichtigsten amerikanischen Autorinnen, dennoch ist über ihre schriftstellerischen Anfänge bisher nur wenig bekannt. In »Das Land der süßen Ewigkeit« werden nun acht bisher unveröffentlichte Erzählungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die aus den frühen Jahren ihrer Schriftstellerkarriere stammen und nach Lees Tod in ihrer New Yorker Wohnung gefunden wurden.
Literatur (Thema)
"Wenn ich Geld hätte …“ - Der Stoßseufzer ist so alt wie die Literatur selbst: Dichtung und Geld scheinen einander auszuschließen. Nur selten gelingt es Schriftstellerinnen und Schriftstellern, auch materiell einen Durchbruch zu erleben.
Auf seinem Streifzug durch die Weltliteratur erzählt Roland Leonhardt in 19 brillianten Porträts von armen Poeten, von hoffnungslosen Phantasten, von Schnorrern und von hemmungslosen Verschwendern.
Die Stimme des Gewissens - Ein rätselhaftes Phänomen zwischen akustischer Empfindung und personaler Vorstellung.
Welche Versuche wurden in der Literatur, der Philosophie und der Psychologie unternommen, die Stimme des Gewissens unter modernen Voraussetzungen zu denken? Der von Philipp Weber untersuchte Zeitraum reicht von Kants Verankerung des Gewissens im Bewusstsein bis zu Freuds Nachweis eines unbewussten Anteils am Gewissen.
„Der Sprengkörper Genet. Das Buch ist hier, in dieser Wohnung, fürchterlich, obszön, unpublizierbar, unvermeidbar. Man weiß nicht, wie es nehmen. Es ist. Es wird sein. Wird es die Welt zwingen, so zu werden, dass es in ihr erscheinen kann? Für mich bedeutet es das große Ereignis der Epoche. Es bringt mich in Aufruhr, es widert mich an und es verzaubert mich. Es wirft unzählige Fragen auf. Es kommt daher auf den leichten Füßen des Skandals, mit seinen Samtfüßen ... Ich habe Notre-Dame-des-Fleurs Zeile für Zeile wiedergelesen ... Das Gedicht "Le Condamné à Mort" reihte sich noch zu anderen Gedichten. Hier aber haben wir die Einsamkeit und das Funkeln eines dunklen Sternes vor uns.“ Jean Cocteau, Tagebucheintrag vom 22. Februar 1943
Der Streit zwischen Peter Hacks (1928–2003) und Heiner Müller (1929–1995) zählt zu den bedeutendsten Auseinandersetzungen innerhalb der DDR-Literatur.
Auf der Grundlage detaillierter Stückanalysen sowie unbekannter Aufzeichnungen aus den Nachlässen wird der Streit der beiden wichtigsten DDR-Dramatiker erstmals umfassend in den Blick genommen.
Am 19. Juli 1936 besteigt General Francisco Franco ein Flugzeug in Richtung Tetuán, um sich einem Aufstand gegen die spanische Republik anzuschließen. Spontan brechen mutige Freiwillige aus mehr als fünfzig Ländern auf, um Spanien gegen den faschistischen Umsturz zu verteidigen. Ernest Hemingway, Robert Capa, George Orwell, Simone Weil, Willy Brandt und viele andere schließen sich ihnen an. Der große Spanienkenner Paul Ingendaay erzählt von ihren Kämpfen mit Waffe, Stift und Fotoapparat – eine packende Geschichte von Mut und Verblendung, auf die schon der Schatten des Zweiten Weltkriegs fällt.
Alles ist vergänglich, zumal in der politischen Welt. Ganze Staaten, Länder und Kulturen sind in der Geschichte versunken. Doch Literatur arbeitet gegen das Vergessen. Schriftsteller halten die Erinnerung an das Gelebte wach: „Was bleibet aber“, heißt es deshalb bei Hölderlin, „stiften die Dichter.“
In dem vorliegenden Band porträtiert Klaus Bellin 32 Autorinnen und Autoren der DDR, die die deutsche Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts mitgeprägt haben, auch wenn ihre Namen in den heutigen Medien kaum noch eine Rolle spielen.
Die Geschichten der sechzehn Autorinnen und Autoren aus Ägypten, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, dem Irak und dem Sudan geben faszinierende Einblicke in arabische Lebenswelten und Denkweisen. Sie handeln von alltäglichen Tragödien, von Hoffnungen und Träumen, vom mannigfachen Leiden an der Armut, von Liebe, Sehnsucht und Tod. Sie alle spiegeln ein Stück Realität wider - ob die Geschehnisse nun im Suk oder im Palmenhain, in der Küche oder im Bus, auf dem Bahndamm oder im Gefängnis, im Dorf oder in der Metropole, unterwegs zum Wallfahrtsort oder in der Wüste stattfinden. Die Anthologie bietet einen attraktiven Einstieg in die reichhaltige und vielfältige moderne arabische Literatur im Jahr, in dem die arabische Welt Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse ist.
Kanafani hat nie eine Waffe getragen. Trotzdem wurde er ermordet, weil seine Worte gefährlicher als jede Waffe empfunden wurden. Er schrieb. Ihm folgte Nagi al-ʿAli aus dem gleichen Grund. Er zeichnete. Als letzter von den dreien kam Mahmoud Darwish ums Leben. Er dichtete.
Die Poesie des Widerstandes ist die Stimme eines jeden Menschen, der sich nach Freiheit sehnt und entschlossen ist, sich und die Welt zu befreien. Mit diesem Buch präsentiert der Theorie und Praxis Verlag authentische arabische Literatur in deutscher Sprache.
Die Lektüre von Peter Hacks' Gedichten ist ein Vergnügen auf höchstem ästhetischen und intellektuellen Niveau. Sein lyrisches Werk ist vielgestaltig. Diese Auswahl vereint Gedichte, die sich explizit mit dem Zustand der Gesellschaft auseinandersetzen und auf eine Positionsbestimmung des Individuums zielen. Zu Recht erwartet man scharfe, despektierliche, ironische Gedichte mit aktuellem Bezug auf die Jetztzeit, in denen er kopflose Politik und geistlosen Kunstbetrieb dem Spott preisgibt.