Peter Hacks, Heiner Müller und das antagonistische Drama des Sozialismus
Ein Streit im literarischen Feld der DDR. Dissertationsschrift

Der Streit zwischen Peter Hacks (1928–2003) und Heiner Müller (1929–1995) zählt zu den bedeutendsten Auseinandersetzungen innerhalb der DDR-Literatur.

Auf der Grundlage detaillierter Stückanalysen sowie unbekannter Aufzeichnungen aus den Nachlässen wird der Streit der beiden wichtigsten DDR-Dramatiker erstmals umfassend in den Blick genommen. 

ISBN 978-3-11-043917-5 1. Auflage 16.10.2015 139,95 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Im Fokus stehen ein literarhistorischer sowie ein systematisch-ästhetischer Aspekt: Die Arbeit zeichnet zum einen die Auseinandersetzung zwischen Hacks und Müller als bedeutende Teilgeschichte des DDR-Dramas sowie der Brecht-Schule nach. Darüber hinaus untersucht sie die dramenästhetischen Programme beider Autoren als antagonistische Konzeptionen sozialistischen Theaters.

Innerliterarische Konflikte bilden in der Forschung zur DDR-Literatur bis dato einen ‚blinden Fleck‘. Am Beispiel von Hacks und Müller zeigt sich, dass der ästhetische Autonomisierungsprozess der DDR-Literatur als ein in sich selbst widersprüchlicher Vorgang innerhalb des literarischen Feldes verstanden werden muss. So ist die Arbeit auch ein Beitrag zur Frage, inwiefern sich die Feldtheorie auf die Literatur der DDR anwenden lässt.

"Weber hat gewiss das künftige Standardwerk zum Streit von Müller und Hacks geschrieben und darüber hinaus eine methodisch reflektierte, enorm materialreiche und sehr lesbare (und lesenswerte) Untersuchung der Ästhetiken beider Autoren vorgelegt." Daniel Göcht in: Weimarer Beiträge 62 (2016)

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Inhaltsverzeichnis

Blick ins Buch / Leseprobe

Peter Hacks bei Neuer Weg

Heiner Müller bei Neuer Weg

Autoreninfos

Ronald Weber, 1980 in Duisburg geboren, studierte Deutsche Philologie, Geschichte und Politikwissenschaft in Duisburg und Göttingen. 2014 promovierte er über die Dramenästhetiken von Peter Hacks und Heiner Müller. Seit 2016 ist er Redakteur bei der Tageszeitung 'junge Welt'. (Quelle: Perlentaucher 14.04.2026)

Autoren

Erstellt: 14.04.2026 - 09:28  |  Geändert: 14.04.2026 - 09:48