Das Kind. Die Jacques-Vingtras-Romane (1)
Roman
Jules Vallès widmet seine Geschichte all jenen, »die in der Schule vor Langeweile umkamen oder zu Haus weinten, die in der Kindheit von ihren Lehrern tyrannisiert oder von ihren Eltern verprügelt wurden«. Ein unverzichtbarer Klassiker der Weltliteratur.
In der Familie des jungen Jacques gelten harsche Regeln von Sitte und Anstand, ständig eckt er an. Nur bei seiner Cousine auf dem Land entkommt er dem strengen Elternhaus. Aus den Hinterhöfen steigt der Gestank von gekochtem Schlamm, aber die Geschichten seines Onkels und das Treiben der Tischlergesellen sorgen für Abwechslung. Als er Bücher in die Finger bekommt, die von Revolution sprechen, ist er gefangen von den Stimmen, die seine Lasten zu kennen scheinen.
Wikipedia (FR): Jacques Vingtras
Rezension
Das Ziel eines unruhigen Lebens – die Revolution: Jules Vallès war ein Revolutionär, unmittelbar beteiligt an der Pariser Commune. Aber
Vallès war auch ein revolutionärer Schriftsteller, der in einem radikalen, atemlosen Stil die Geschichte seines unruhigen Lebens in drei autobiografischen Romanen beschrieb. Heute ist Vallès, der „Antiliterat“, ein Klassiker der französischen Literatur. [Podcast 6:25 und Artikel] Von Enno Stahl Deutschlandfunk 04.05.2023
Stimmen zum Buch
»Dieser Roman gilt nicht zu Unrecht als einer der komischsten der französischen Literatur. Todtraurig ist er stellenweise auch.« Jochen Schimmang Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein wahres Buch, ein Buch, das aus den genauesten, ergreifendsten menschlichen Zeugnissen besteht. Es ist ewig her, dass mich ein Werk zuletzt so bewegt hat.« Émile Zola
»Eine solche Jugendgeschichte gibt es höchstens alle hundert Jahre.« Walter Boehlich
»Die Figuren werden kühn und pointiert karikiert. Hinter der Erzählung verbirgt sich die wütende Selbstbetrachtung eines missverstandenen Kindes.« Anna Scott The Guardian
Autoreninfos
Übersetzt von
Christa Hunscha, geboren 1935 in Berlin, arbeitete als Journalistin und Übersetzerin und gestaltete Film- und Hörfunkbeiträge, zum Beispiel für den WDR. 1974 verfasste sie eine kritische Studie zur Darstellung der Wirklichkeit in Kinderbüchern und Kinderfernsehen. Hunscha starb 1985 in Bonn. VLB-TiX (18.06.2026)