Dieses Buch ist keine Enthüllungsstory über Prügelorgien an deutschen Schulen. Es verweist ja auch die Charakterisierung der Medienwelt als »4. Gewalt« nicht auf gewalttätige Journalisten, sondern auf die dienende Funktion der Öffentlichkeit im Staatswesen. Eine harmlose Metapher ist die Bestimmung der Schule als 5. Gewalt dennoch nicht. Sie trifft was. Was genau, das ist Gegenstand des Textes von Freerk Huisken.
Bildung (Thema)
Jacques Vingtras wird in einem umkämpften Paris zum Mitbegründer der Pariser Kommune.
Früher sorgte Jacques Vingtras in den Pariser Politkreisen für Aufruhr – nun arbeitet er als Hilfslehrer und bürstet sich den Bart. Nur seine Feierabende gehören noch seinem Kampf gegen die Bourgeoisie. Als ihm eine scharfe Rede seine Anstellung kostet, stürzt er sich zurück in die Politik und in ein Paris, das im ausgehenden 19. Jahrhundert ganz im Zeichen des Wandels steht: ...
Im pulsierenden Paris von 1851 formt sich Jacques Vingtras’ revolutionärer Geist.
Mit seinen Hundezähnen und Kämpferschultern kommt der unbedarfte Jacques Vingtras 1851 ins pulsierende Paris. Frisch vom Gymnasium, ist er endlich der engen Provinz und dem direkten Einfluss der Eltern entkommen. Seine neu gewonnene Freiheit widmet er der Lektüre verbotener Bücher und leidenschaftlichen Diskussionen bei Zwiebelsuppe und billigem Wein. Im Kreis von Gleichgesinnten entwickelt sich sein revolutionärer Geist, und so steigt er in den drei blutigen Dezembernächten, die ganz Frankreich verändern, auf die Barrikaden – bereit, für seine Ansichten zu sterben.
Jules Vallès widmet seine Geschichte all jenen, »die in der Schule vor Langeweile umkamen oder zu Haus weinten, die in der Kindheit von ihren Lehrern tyrannisiert oder von ihren Eltern verprügelt wurden«. Ein unverzichtbarer Klassiker der Weltliteratur.
In der Familie des jungen Jacques gelten harsche Regeln von Sitte und Anstand, ständig eckt er an. Nur bei seiner Cousine auf dem Land entkommt er dem strengen Elternhaus. Aus den Hinterhöfen steigt der Gestank von gekochtem Schlamm, aber die Geschichten seines Onkels und das Treiben der Tischlergesellen sorgen für Abwechslung. Als er Bücher in die Finger bekommt, die von Revolution sprechen, ist er gefangen von den Stimmen, die seine Lasten zu kennen scheinen.
Ein Buch für alle, die schon oft nach dem Weg in unsere Zukunft gefragt haben und noch nie eine halbwegs zufriedenstellende Antwort bekamen.
Ein schonungslos ehrlicher, bissig-berlinerischer Weckruf, der Deutschland zur radikalen Generalreparatur auf die Hebebühne hebt – mit klarer Kante, trockenem Humor und dem unmissverständlichen Appell: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken, bevor der Karren endgültig liegen bleibt.
Frieden ist Arbeit
Frieden ist das Gegenteil von Hysterie, blindem Aktivismus, Eskalationsrhetorik und Aufrüstungswahn. Er verlangt Klarheit über Risiken, politische Stärke, das Überwinden ideologischer Narrative und den Mut zum Dialog.
In ihrem neuen Buch suchen Klaus von Dohnanyi und Erich Vad nach Wegen aus der Gefahr hin zum Frieden. Sie plädieren für rationalen Gefahrensinn und politische Klugheit - auf der Grundlage eines nüchternen Verständnisses von Geopolitik und Macht. Denn Frieden entsteht durch Augenmaß und Vernunft.
Europa steht von Innen und Außen unter Druck. Die geopolitischen Bündnisse und auch Machtverhältnisse verschieben sich. Dieses Buch benennt die entscheidenden Herausforderungen: Von der Frage gemeinsamer Grenzen über die Suche nach einer europäischen Identität bis hin zur Reform der Europäischen Union. Es liefert keine Utopien, sondern realistische Vorschläge, wie Europa politisch, wirtschaftlich und kulturell wieder erstarken kann.
Konkrete Schritte hin zu einer sozial gerechten Gesellschaft!
Die Armutsquote in Deutschland ist auf einem neuen Höchststand und angesichts der steigenden Lebensmittelpreise, überfüllten Tafeln und des eklatanten Mangels an bezahlbarem Wohnraum zeigt sich die Klassengesellschaft, in der wir leben, wie unter einem Brennglas. Eine sozial gerechte Gesellschaft lässt sich allerdings nur dann verwirklichen, wenn neben Klassismus auch andere Machtverhältnisse in den Blick genommen, wenn intersektionale Brücken geschlagen und Bündnisse geschmiedet werden.
Kann man durch Bildung die Welt verändern - und sollte man es auch? Eine ideengeschichtliche Untersuchung einer wirkmächtigen revolutionären Hoffnung.
Die Revolution verkörpert die Hoffnung auf grundlegende Änderung - doch damit sie gelingt, müssen sich auch die Menschen ändern. Aus diesem Grund spielt Bildung für das revolutionäre Denken an entscheidenden Stellen eine wichtige Rolle:
Zwischen Teilhabe und Ausschluss: eine Analyse digitaler Lebenswelten und die Konturen einer benachteiligungssensiblen Didaktik.
Digitale Technologien prägen die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Im Kontext von Lernbeeinträchtigungen und sozialer Benachteiligung gelten sie als Chance zur Teilhabe. Doch sind sie wirklich der Schlüssel zum Ausbruch aus dem »Bildungskeller« oder verstärken sie bestehende Ungleichheiten eher noch?