Im Denkraum der Besonnenheit
Literaten der Moderne und ihre Beiträge zum Humanismus des 21. Jahrhunderts
Der Denkraum der Besonnenheit stammt als Begriff vom Hamburger Kulturwissenschaftler Aby Warburg (1866-1929). Obwohl bereits vor über einhundert Jahren formuliert, scheint die dringliche Notwendigkeit für einen derartigen Raum aktueller denn je.
Das Buch präsentiert die Biografie und das Werk von acht Literatinnen und Literaten (Virginia Woolf und Ingrid Warburg-Spinelli sowie Jean-Paul Sartre, Hermann Broch, Bertolt Brecht, George Orwell, Thomas Mann und Bertrand Russell), um an ihnen zu zeigen, wie selbst unter inhumanen und bedrohlichen gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen besonnenes Denken und Handeln möglich ist.
Zusammenfassungen der Kapitel beim Verlag
Rezension
Wenn Egon Friedell eine längere Pause vom Theaterspielen bei Max Reinhard machte, war die literarische Welt anschließend um eine weitere seitenstarke Kulturgeschichte bereichert. Das ging mir durch den Sinn, als ich das neueste Buch von Gerhard Danzer in Händen hielt. Wir erfahren hierin, wen er von den Literaten der Moderne bevorzugt, wenn er deren Beiträge zum Humanismus des 21. Jahrhunderts würdigt. Aufklärung und Therapie geben den Bezugsrahmen ab - auch das verbindet ihn mit der Arbeit von Reinhard und Friedell. Danzer allerdings lässt seine Klinik nicht gern zu lange allein und beendet das Buch bereits um die Seite dreihundertfünfzig. Von Matthias Voigt Institut für Tiefenpsychologie, Gruppendynamik und Gruppentherapie (ITGG) 16.12.2025