»Was wir jetzt mehr denn je brauchen, ist eine neue Kritik der Technologie, der Erfahrung des technischen Lebens.« Das hat der Philosoph Achille Mbembe bereits 2018 in einem Interview erklärt. Das gilt umso mehr angesichts des Propagandaschauspiels, mit dem uns seit einigen Jahren ein neues Macht- und Profitmittel verkauft wird: die sogenannte künstliche Intelligenz (KI). Mit dieser wurde eine neue Entwicklungsstufe des Kapitalismus eingeleitet, die Folgen für alle Bereiche der Gesellschaft hat und offenbar von niemandem haltmacht.
Gärtner, Peter (Autor)
Editoral
Vom 6. bis 9. Juni werden die Abgeordneten für das neue EU-Parlament gewählt. Mit einer Werbekampagne und Appellen zur Verteidigung der Demokratie versuchen EU-
Kommission und die Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten die Bevölkerung zur Teilnahme an dieser Wahl zu bewegen. Doch das westliche Demokratie-Modell, das im Wesentlichen auf der Herrschaft von Parteien fußt, befindet sich in einer tiefen Krise.
Editorial von Heft 1/2-2025 Corona – war da was?
Knapp fünf Jahre nach Corona stellen wir in unserem neuen Heft die Frage: „War da was?“. Wenn schon die Politik die Krise nicht aufarbeitet, dann müssen es eben die alternativen, oppositionellen Medien tun.
Die vorliegende Monographie unternimmt den Versuch, Zentralamerika in seiner regionalen Gesamtheit vorzustellen. Hier hat sich auf kleinem Raum eine politische, soziale, ökonomische und kulturelle Vielfalt herausgebildet, die diese schmale Landbrücke zwischen zwei Kontinenten und zwei Ozeanen zu einem Laboratorium vergleichender Forschungen macht. Das Buch spannt den Zeitbogen von den vorkolonialen Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart (Stand März 2020), wobei alle sieben Länder, die aus heutiger Sicht zu Zentralamerika gehören, in ihrer regionalen Einbettung analysiert werden. Durch den immanenten Bezug zu jenen Imperien, die für die Region prägend waren und sind (Spanien, Großbritannien, USA), gewinnt die Darstellung außerdem eine globalgeschichtliche Dimension.