Rotfuchs 340 - Juli/August 2026
Krieg nach innen und außen
Während die Weltmächte in einem rasanten Tempo ökonomisch davonziehen, verharrt die Bundesrepublik in einer bleiernen, selbstverschuldeten Agonie. Seit 2019 verzeichnet Deutschland eine ökonomische Auszehrung, die sich in einem beschämenden Wachstum von lediglich 0,3 Prozent manifestiert. Zum Vergleich: Die Volksrepublik China legte im selben Zeitraum um 26 Prozent zu, die USA um über 15 Prozent. Doch hinter der Fassade dieser wirtschaftlichen Stagnation verbirgt sich kein Zufall, sondern ein gezieltes Projekt. Die 2025 gebildete Bundesregierung ist angetreten, um unter dem Deckmantel der „Kriegstüchtigkeit“ einen beispiellosen Generalangriff auf die Arbeiterklasse und den Sozialstaat zu exekutieren. Es ist die moralische Bankrotterklärung einer Elite, die Milliarden in Waffensysteme pumpt, während das soziale Gefüge des Landes sehenden Auges geopfert wird.
Dieser Beitrag basiert auf der Zeitschrift Rotfuchs Ausgabe 340 „Krieg nach innen und außen" und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.
Inhaltsverzeichnis Rotfuchs Ausgabe Juli/August 2026
| Artikel-Titel | Autor | Seite |
|---|---|---|
| Krieg nach innen und außen | Arnold Schölzel | 1 |
| Brot und Butter statt Bomben und Krieg | Wiebke Diehl | 2 |
| Klassenkampf findet statt, egal ob wir ihn führen | Arne Brix | 3 |
| Kein Zögern mehr | Manfred Sohn | 4 |
| Werkzeuge des Krieges | Dietmar Hänel | 5 |
| Schuldumkehr | Hans Bauer | 6 |
| Trübe Aussichten: Fakten und Folgen der aktuellen Ost-West-Konfrontation | Prof. Dr. Gregor Putensen | 8 |
| Was haben wir mit dem Ukrainekrieg anno 26 zu tun? | Uli Jeschke | 10 |
| Das Spiel mit dem Feuer: Systematische Provokationen gegen Rußland | Klaus Kleinmann (Zusammenstellung) | 11 |
| Fragen und Antworten auf aktuelle militärpolitische Ereignisse | Oberst a.D. Gerhard Giese | 13 |
| Der nächste Kriegsschauplatz – Kuba? | Dr. Ulrich Sommerfeld | 16 |
| Kuba ist nicht isoliert | Volker Hermsdorf | 17 |
| Der Iran geht das Risiko eines Krieges ein | Alastair Crooke | 18 |
| Israel weitet seine Angriffe auf den Libanon aus | Manfred Ziegler | 19 |
| War der Hamas-Überfall Netanjahus Kalkül? | Dr. Matin Baraki | 20 |
| Seidenstraße aktuell | Peter-Michael Fritsch | 21 |
| Wenn Reiche eine Reise tut ... | Joachim Seider | 21 |
| Burkina Faso: Der erste Fünfjahrplan „Relance“ | Georges Hallermayer | 22 |
| Patrice Lumumba – Fanal Afrikas | Hartmut König | 23 |
| Türken, Bauern und Magnaten | Christian Stappenbeck | 24 |
| Köpenicker Blutwoche Juni 1933 | Dr. Hans-Jürgen Joseph | 26 |
| Vor 70 Jahren wurde die KPD verboten | Dr. Ralf Hohmann | 27 |
| Organisation Gehlen | Max Grigutsch | 29 |
| Zum 90. Jahrestag des Spanischen Bürgerkrieges | Raimon Brete | 30 |
| Ein Buch über Sowjetrußland | Bernhard Kellermann | 31 |
| Leserbriefe: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius / Hiobsbotschaften / Blick hinter die Kulissen / Tag der Pressefreiheit / Fahrt des Gedenkens | Diverse | 34 |
Briefing-Dokument: Analysen und Perspektiven zur aktuellen politischen und ökonomischen Lage (2026)
Zusammenfassung
Dieses Dokument fasst die zentralen Thesen und Datenpunkte der vorliegenden Quellen zusammen, die eine tiefgreifende Krise des deutschen und westlichen Systems im Jahr 2026 beschreiben. Die Kernpunkte umfassen:
- Sozioökonomische Erosion in Deutschland: Eine siebenjährige wirtschaftliche Stagnation bei gleichzeitigem massivem Anstieg der Superreichen und der Armut (16,1 %). Ein geplanter „Generalangriff auf den Sozialstaat“ äußert sich unter anderem in der beabsichtigten Abschaffung des Achtstundentags zugunsten einer Arbeitszeit von bis zu 73,5 Stunden pro Woche.
- Militarisierung und Aufrüstung: Deutschland forciert ein historisches Aufrüstungsprogramm (Ziel: 152 Mrd. Euro Verteidigungshaushalt bis 2029) und bereitet die Wiedereinführung der Wehrpflicht vor. Die EU fungiert dabei als logistischer Brückenkopf gegen Russland.
- Geopolitische Eskalation: Systematische Provokationen im Ostseeraum und die fortgesetzte Finanzierung des Ukraine-Krieges (über 310 Mrd. Euro internationale Hilfe) verschärfen die Konfrontation mit der Atommacht Russland.
- Verschärfung globaler Konflikte: In Nahost droht ein existenzieller Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran, während die USA ihre Blockadepolitik gegen Kuba auf ein völkermörderisches Niveau eskalieren.
- Multipolarität als Alternative: Während der Westen versucht, Russland zu isolieren, zeigen Veranstaltungen wie das Wirtschaftsforum in St. Petersburg eine Verschiebung der Machtzentren nach Eurasien und eine verstärkte russisch-chinesische Kooperation.
Präsentation: Krieg nach innen und außen
1. Die ökonomische und soziale Lage in Deutschland
Die Quellen beschreiben eine dramatische Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher Realität und politischem Handeln in der Bundesrepublik.
Wirtschaftliche Stagnation und Ungleichheit
Seit 2019 stagniert die deutsche Wirtschaft (0,3 % Wachstum), während internationale Wettbewerber deutlich zulegten. Die Investitionen deutscher Unternehmen sanken im gleichen Zeitraum um 8,8 %.
| Region | Wirtschaftswachstum seit 2019 (in %) |
| Volksrepublik China | ~ 26,0 |
| USA | 15,1 |
| Spanien | 10,1 |
| Italien | 6,4 |
| Deutschland | 0,3 |
Gleichzeitig stieg die Zahl der Superreichen (Barvermögen > 100 Mio. USD) in Deutschland allein im Jahr 2025 von 3.900 auf rund 5.000 Personen. Diese Gruppe verfügt über 27,3 % aller Barvermögen.
Sozialer Abbau und Armut
Der Sozialverband „Der Paritätische“ meldet für 2026 einen Höchststand der Armutsbetroffenheit:
- Armutsquote: 16,1 % (13,3 Millionen Menschen).
- Besonders betroffen: Ältere (19,5 %), Alleinlebende (30,8 %) und Alleinerziehende (28,9 %).
- Regionale Schwerpunkte: In Sachsen-Anhalt ist jede fünfte, in Bremen jede vierte Person betroffen.
Der Angriff auf Arbeitnehmerrechte
Unter dem Vorwand der „Wettbewerbsfähigkeit“ plant die Bundesregierung den tiefgreifendsten Einschnitt in die Arbeiterrechte seit 1918:
- Abschaffung des Achtstundentags: Zulassung eines Arbeitstages von 12 Stunden und 15 Minuten.
- Wochenarbeitszeit: Bei einer Sechs-Tage-Woche sind bis zu 73,5 Stunden gesetzlich möglich.
- Weitere Maßnahmen: Erhöhung des Rentenalters auf 67 (Debatten über 70 laufen), Einschränkung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Infragestellung des Streikrechts.
2. Militarisierung und Kriegsvorbereitung
Der soziale Kahlschlag wird in den Quellen direkt mit der massiven Aufrüstung verknüpft. „Wer Panzer baut, bezahlt keine Pädagogen.“
Rüstungsausgaben und Strategie
- Verteidigungshaushalt: Soll bis 2029 auf 152 Mrd. Euro steigen (Verdreifachung gegenüber 2022).
- Militärische Mobilität: Die EU investiert Milliarden in Infrastruktur, um Osteuropa als Brückenkopf gegen Russland auszubauen.
- Beschaffungen: 4 Mrd. Euro für das israelisch-amerikanische Raketenabwehrsystem Arrow 3 werden als faktische Subventionierung der israelischen Waffenindustrie kritisiert.
Die neue Wehrpflicht
Da die „Lust auf Krieg“ unter jungen Menschen gering sei, wird auf Zwang gesetzt:
- Wehrdienst-Modernisierungsgesetz: Ein Widerspruch gegen die Datenübermittlung durch Meldebehörden an die Bundeswehr ist nicht mehr möglich.
- Werbung an Schulen: 630.000 Minderjährige erhalten Post von der Bundeswehr.
- Repression: Berichtet wird von Verurteilungen von Schülern wegen „Beleidigung der Bundeswehr“ im Internet.
3. Der Ost-West-Konflikt und Russland
Die Quellen werfen der Bundesregierung und der EU eine systematische Provokationspolitik vor, die auf einer „Schuldumkehr“ und Geschichtsfälschung basiere.
Geschichtspolitik und Gedenken
- Relativierung: Zum 80. Jahrestag der Befreiung 2025 wurde die Rolle der Sowjetunion (27 Mio. Tote) marginalisiert.
- Repression beim Gedenken: Verbot von sowjetischen und russischen Symbolen an Ehrenmalen; Ausladung russischer Diplomaten von Gedenkfeiern in ehemaligen KZs.
- Umdeutung: Bestrebungen, die DDR mit dem Faschismus gleichzusetzen („SED-Diktatur vs. NS-Terrorherrschaft“).
Provokationen im Ostseeraum
Die Region um Kaliningrad und St. Petersburg gilt als gefährlichster potenzieller Kriegsschauplatz:
- Blockade Kaliningrads: Litauen setzt EU-Sanktionen konsequent um und schränkt den Gütertransit vom russischen Festland massiv ein.
- Stationierung: Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 mit 4.800 Soldaten auf.
- Ostsee-Kontrolle: Finnland und Estland planen, den Finnischen Meerbusen für russische Schiffe zu sperren, was St. Petersburg von 40 % seines Seehandels abschneiden würde.
Ukraine-Krieg
- Finanzierung: Die deutsche Unterstützung beläuft sich auf über 100 Mrd. Euro (inkl. Flüchtlingskosten).
- Kriegsbeteiligung: Ausbildung von 27.000 ukrainischen Soldaten in Deutschland; Bereitstellung von NATO-Echtzeitdaten und Spezialeinheiten vor Ort.
- Kriegsverbrechen: Ein Angriff der Ukraine auf eine Berufsschule in Starobelsk (21 tote Jugendliche) wird als gezielte Provokation gewertet, um Russland zu Reaktionen zu zwingen.
4. Brennpunkte im Nahen Osten und Kuba
Iran: Die Gefahr eines regionalen Krieges
Der Konflikt tritt in eine Phase ein, in der der Iran auf „eskalierte Abschreckung“ setzt:
- Hormus-Sperre: Der Iran beansprucht die volle Kontrolle über die Meerenge.
- Militärische Scharmützel: Angriffe der USA auf iranische Öltanker werden mit Raketenangriffen auf US-Basen (z. B. in Kuwait) beantwortet.
- Ultimatum: „Waffenstillstand für alle oder Waffenstillstand für niemanden.“
Israel, Libanon und Palästina
- Libanon: Israel weitet Angriffe trotz „Pseudo-Waffenstillstands“ aus. Faschistische Minister fordern die Annexion des Südlibanon.
- Gaza: Der 7. Oktober wird als Resultat jahrzehntelanger Besatzung analysiert. Kritiker vermuten, dass die israelische Regierung den Angriff aufgrund detaillierter Vorabinformationen des Geheimdienstes (Jericho Walls) hätte verhindern können oder ihn politisch einkalkulierte.
- Opferzahlen: Studien sprechen von bis zu 100.000 getöteten Palästinensern.
Kuba: Eskalation der Blockade
Die USA unter der Trump-Administration verschärfen die Wirtschaftsblockade in „beispiellosem Ausmaß“:
- Völkermord-Vorwurf: Die totale Ölblockade zielt darauf ab, die Bevölkerung durch Hunger und Verzweiflung zu unterwerfen.
- Russische Kooperation: Als Gegenpol investiert Russland in langfristige Projekte (Fleisch-, Milchprodukte, IT, Cybersicherheit).
- Medizinische Zusammenarbeit: Gemeinsame Entwicklung von Krebsimpfstoffen (z. B. Oncopept und HEBERSaVax).
5. Politische Alternativen: Das BSW
Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) positioniert sich insbesondere für die Berliner Wahlen am 20. September 2026 als einzige konsequente Friedenskraft:
- Forderungen: Deeskalation, Ende der Russland-Sanktionen, Instandsetzung von Nord Stream und Wiederbelebung der Städtepartnerschaft mit Moskau.
- Zivilklausel: Das BSW fordert ein Verbot von Bundeswehrwerbung im öffentlichen Raum und eine verbindliche Zivilklausel für Berliner Schulen und Hochschulen.
- Motto: „Brot und Butter statt Bomben und Krieg.“
6. Die Verschiebung zur Multipolarität
Trotz westlicher Behauptungen einer Isolation Russlands zeichnet sich ein anderes Bild:
- Wirtschaftsforum St. Petersburg 2026: 24.000 Teilnehmer aus 130 Ländern. Hauptgast: Saudi-Arabien.
- Russisch-Chinesische Partnerschaft: Der Handelsumsatz überschreitet 200 Mrd. USD; Abrechnungen erfolgen fast vollständig in nationalen Währungen.
- Eurasische Wirtschaftsunion: Strategisches Ziel der vollständigen Digitalisierung bis 2025/26 und Sicherung der Freizügigkeit für Arbeitskräfte.