Aktuell
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Der Medienanalyst Adam Johnson postuliert in seiner Untersuchung „How to Sell a Genocide“, dass westliche Leitmedien weit über eine bloße passive Berichterstattung hinausgehen. Seine zentrale These lautet, dass diese Institutionen das ideologische und narrative Dispositiv bereitstellen, welches die Gewaltanwendung in Gaza erst politisch nachhaltig ermöglicht. Durch gezielte Selektions- und Framing-Prozesse wird ein Korridor geschaffen, der die moralische Schwelle für öffentliche Empörung künstlich erhöht und so den notwendigen Handlungsspielraum für staatliche Akteure sichert. Diese Analyse beginnt notwendigerweise bei der Frage, wer in diesem Diskurs überhaupt als rechtmäßiger Zeuge zugelassen wird.
Editorial:
Bei den zurückliegenden Landtags- und Kommunalwahlen hat sich der politische Rechtstrend in der Berliner Republik weiter fortgesetzt. Wie ist dieser Entwicklung beizukommen? Wie ist sie theoretisch-kategorial zu fassen, in welchem Verhältnis stehen historischer Faschismus und die heutige internationale Rechtsentwicklung?
Der Faschismusbegriff stand in der bundesrepublikanischen Debatte über Jahrzehnte unter Ideologieverdacht. Wer ihn nutzte und dabei nicht an die »Phänomenologie« eines Ernst Nolte anknüpfte, gab sich als Anhänger materialistischer, womöglich sogar marxistischer Analyseansätze zu erkennen, was bis in die 1990er Jahre im akademischen Bereich noch schwere Nachteile mit sich brachte ...
„Unterricht bereitete das westliche Publikum auf Völkermord vor“ aus dem Vorwort von Noura Erakat, Autorin von Justice for Some
Als im Oktober 2023 Bomben auf Gaza niedergingen, erfassten Bilder von Massentod und Zerstörung die Welt, und offen völkermörderische Äußerungen israelischer Führer ließen das Ausmaß der bevorstehenden Schrecken erahnen. Aber die US-Medien waren schnell dabei, eine aufkommende Vernichtungskampagne herunterzuspielen, zu verschleiern und in einen raffinierten „Krieg gegen den Terror“-Rahmen zu verpacken.
"Vivid and meticulous ... Through painstaking documentation, Johnson shows how anti-Palestinian racism among elite liberals and liberal institutions primed Western audiences for genocide" from the foreword by Noura Erakat, author of Justice for Some
As bombs rained down on Gaza in October 2023, images of mass death and destruction gripped the world, and openly genocidal statements from Israeli leaders foretold the magnitude of horrors to come. But the US media was quick to downplay, obscure, and repackage an emerging campaign of extermination into a slick "war on terror" framework.
Mai 1965: Anläßlich des 20. Jahrestags "der Befreiung der Menschheit von den Schrecken des Krieges und der faschistischen Barbabarei" im Staatsverlag der DDR (Berlin) erschienenes Buch.
SCHWERPUNKT
— Rüstungsgigant Rheinmetall (Jonas Uphoff)
— Die Zeit des Nazi-Faschismus (Rheinmetall Entwaffnen Rhein-Main)
— Nachhaltigkeit durch Sicherheit? (Jacqueline Andres)
— Keine Waffenproduktion in Berlin! (Milla Mallikas und Lea Fittkow)
SCHWERPUNKT
— Auf dem Weg in die Militärrepublik (Tobias Pflüger)
https://www.imi-online.de/download/01_Pflueger_Ausdruck_124_.pdf
— Finanzpolitische Schieflage: Die Aufrüstung und die Kommunen (Claudia Haydt)
https://www.imi-online.de/download/02_Haydt_Ausdruck_124_.pdf
— Europaweit gegen Aufrüstung: Stop ReArm Europe (Wendela de Vries)
https://www.imi-online.de/download/03_deVries_Ausdruck_124_.pdf
— Die Zukunft ist olivgrün: Der Umbau für das Kriegsgeschäft (Andreas Seifert)
https://www.imi-online.de/download/04_Seifert_Ausdruck_124_.pdf
Info
Dieses Dokument, wurde mit Hilfe von NoteBookLM erstellt. Es analysiert die aktuelle geopolitische Lage in Westasien, basierend auf den Ausführungen von Brian Berletic. Kernpunkt der Analyse ist das Scheitern des Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den USA und dem Iran. Die Untersuchung legt dar, dass vermeintliche Friedensbemühungen der USA lediglich strategische Pausen darstellen, um eigene Ziele voranzutreiben oder Stellvertreter neu aufzurüsten.
Editorial:
Die »regelbasierte Weltordnung« ist am Ende. Das ist nicht neu, seit dem Weltwirtschaftsforum von Davos 2026 aber offiziell. Ursache ist nicht die erpresserische Taktik der Trump-USA: Die ehemalige Supermacht hat schon immer ihre Interessen rücksichtslos durchgesetzt. Trump mag dies auf eine aggressivere Art tun als frühere US-Präsidenten, mehr aber auch nicht. Verändert hat sich die Interessenslage. Der ›Westen‹ musste realisieren, dass die Weltordnung der liberalen Märkte den Aufstieg neuer Konkurrenten aus dem Globalen Süden nicht verhindert hat. Die »ehemaligen Hinterländer des Kapitals« (Luxemburg) erkennen die Oberhoheit des Westens nicht mehr an, gehen ihre eigenen (kapitalistischen) Wege. Das wollen die ›Vorderländer‹ des Kapitals nicht akzeptieren und instrumentalisieren die Außenwirtschaftsbeziehungen zu machtpolitischen
Zwecken – dem können auch ›Freunde‹ zum Opfer fallen. Ausdruck veränderter internationaler Kräfteverhältnisse ist der politisch-ökonomische Machtzuwachs der BRICS-Gruppe, ...
Jede Zeit, jeder Kapitalismus hat eigene Kämpfe, die verschieden geführt werden müssen. Debatten um die Ausrichtung einer linken Partei, sozialistisch, gar revolutionär, bewegen die gesellschaftliche Linke seit ihrem Entstehen. Für jede Periode kapitalistischer Entwicklung ist auch die Form linker Organisierung im Allgemeinen neu zu bestimmen, wie auch die jeweilige Partei »neuen Typs« im Besonderen. Wie können die Verhältnisse bewegt, die Kräfteverhältnisse verschoben werden? Nach dem – unterschiedlichen – Scheitern der realsozialistischen wie sozialdemokratischen Form der (Massen-)Parteien stellen sich die Fragen neu.
Das Konzept der »verbindenden Partei« war und ist ein Versuch, nach einem neuen Verhältnis von Partei und Bewegung, Selbstorganisierung und Repräsentation zu suchen. Es zielt darauf, die diversen (politischen) Subjekte zu vereinen, ohne bestehende Unterschiede zu leugnen, den Eigensinn von Bewegungen (Klima, Antifaschismus, queere Kämpfe) ernst zu nehmen und gemeinsam klassenpolitische und sozialistische Strategien zu entwickeln. Das Buch dokumentiert einige der zentralen Texte des Konzepts und bilanziert damit verbundene Praxis.
Links, gerecht, ökologisch - Thomas Pikettys neue Interventionen
Was tun, wenn die Welt brennt und die Reichsten noch Öl ins Feuer gießen? Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern globale Lösungen, während paradoxerweise der Nationalismus ein Comeback feiert. Für Thomas Piketty gibt die weltpolitische Lage nicht nur Anlass zur Sorge, sondern auch zu einer erneuten Intervention im Namen echter Veränderung. In dieser Auswahl seiner Kolumnen aus den Jahren 2020 bis 2025 widmet er sich der ökonomischen Ungleichheit in Zeiten der ökologischen Krise und der Frage, wie wir beides endlich überwinden können.




