Aller Rechte beraubt
Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Der Wiener Historiker, Autor und Verleger Hannes Hofbauer untersucht in seinem soeben erschienenen Buch «Alle Rechte beraubt» die politischen, juristischen und historischen Dimensionen dieser Entwicklung.
"Aller Rechte beraubt" ist eine präzise Analyse einer stillen Machtverschiebung: von der Gewaltenteilung zum Ausnahmezustand.
Im Gespräch mit dem Autor Hannes Hofbauer: Er zeigt, wie sich die EU-Behörden seit 2014 – als Mittel im Kampf gegen Moskau – Kompetenzen angeeignet haben, die sie zum Ankläger und Richter in Personalunion machen. Solange sich die Sanktionen gegen russische und ukrainische Staatsbürger richten, mag deren schiere Existenz nicht bedroht sein. Seit 2022 und verstärkt seit dem 20. Mai 2025 werden jedoch auch EU-Bürger sanktioniert und damit all ihrer Rechte beraubt. Selbst die Hilfeleistung durch Angehörige oder Freunde steht unter Strafe. [Video 27:15] Mit Christoph Pfluger transition TV 11.02.2026
Autoreninfos
Erstellt: 14.02.2026 - 18:03 | Geändert: 14.02.2026 - 19:58