Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Warum die EU jetzt Jagd auf unbequeme Stimmen macht – Hannes Hofbaur
auf YouTube (24.05.2026) 51:18
Der Historiker und Publizist Hannes Hofbauer blickt in diesem Gespräch auf eine europäische Elite, die in der aktuellen Eskalation ihre eigene Geschichte und wirtschaftliche Vernunft aus den Augen verloren hat. Während Brüssel und Berlin auf Konfrontation setzen, stellt Hofbauer die grundlegende Frage: Steuert Europa durch seine Sanktionspolitik und die bedingungslose militärische Ausrichtung auf einen kollektiven Selbstmord zu?
Im Gespräch geht es um:
– Die geschichtsvergessene Elite: Warum die heutige Politik die Lehren aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ignoriert und Europa erneut in eine Blockkonfrontation führt.
– Wirtschaftskrieg und Sanktionen: Eine kritische Analyse, warum die Maßnahmen gegen Russland vor allem die europäische Industrie und den Mittelstand treffen und wer die tatsächlichen Profiteure dieser Politik sind.
– Die Rolle der EU: Von der Friedensmission zum geopolitischen Akteur
– wie die Europäische Union ihre ursprünglichen Ideale opfert, um einer transatlantischen Agenda zu folgen.
– Zensur und Meinungsklima: Kritik an der zunehmenden Einengung des Debattenraums und der Kriminalisierung abweichender Analysen zum Ukraine-Konflikt.
– Der Drang nach Osten: Historische Kontinuitäten in der westlichen Expansionspolitik und warum die NATO-Osterweiterung als zentraler Faktor der Instabilität begriffen werden muss.
– Feindbildproduktion: Wie mediale Narrative und politische Rhetorik eine diplomatische Lösung fast unmöglich machen und die Angst als Herrschaftsinstrument genutzt wird.
– Das Ende der Souveränität: Warum Deutschland und Österreich ihre Rolle als neutrale Vermittler aufgegeben haben und welche fatalen Folgen das für die europäische Sicherheitsarchitektur hat.
„Es ist ein politisches Versagen historischen Ausmaßes. Wir zerstören unsere eigenen wirtschaftlichen Grundlagen für einen Konflikt, der nicht im Interesse der europäischen Völker liegt.“ Hannes Hofbauer berichtet von der Deindustrialisierung, dem Verlust an demokratischer Substanz und der Gefahr einer dauerhaften Spaltung des Kontinents. Ein tiefgründiges Plädoyer für Realpolitik, die Rückkehr zum diplomatischen Handwerk und eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Ursachen der aktuellen Krise. Ein Gespräch über die Macht der Ideologie, das Schweigen der Vernunft und die dringende Notwendigkeit eines neuen europäischen Selbstverständnisses.
Zeitmarken
00:00 Einleitung: Stehen wir vor einem Wendepunkt des Rechtsstaats?
03:30 Die Definition: Was ist „Selektives Kriegsrecht“ eigentlich?
07:15 Historische Vergleiche: Wann Gesetze zur Waffe wurden
12:45 EU gegen Kritiker: Die neue Härte aus Brüssel
18:20 Ein Exempel für die neue Willkür?
23:50 Sanktionspolitik: Wirtschaftliche Maßnahmen als Disziplinierung
29:10 Der neue autoritäre Staat: Merkmale einer schleichenden Veränderung
34:40 Journalismus unter Druck: Wer wagt noch den Widerspruch?
40:15 Die Spaltung der Gesellschaft: Regierungsnähe vs. Fundamentalkritik
45:50 Ausblick: Gibt es einen Weg zurück zur Rechtsstaatlichkeit?
49:30 Fazit & Aufruf: Warum wir jetzt wachsam sein müssen


















