Forum Marxistische Erneuerung (Verlag)

Die Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung (kurz Z. genannt) ist eine theoretisch-politische Vierteljahres-Zeitschrift, die 1990 aus der vormaligen „Erneuerer-Strömung“ der DKP und dem zuvor zur DKP gehörigen Institut für Marxistische Studien und Forschungen (IMSF) in Frankfurt am Main hervorging. Initiator war der Soziologe Heinz Jung (1935–1996). Sie erscheint im Format A5 mit rund 200 Seiten. Die Themenschwerpunkte der einzelnen Hefte beziehen sich auf aktuelle Diskussionen der antikapitalistischen Linken. Die Zeitschrift kooperiert mit Linksnet. 

Wikpedia (DE): Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung  |  Website: zeitschrift-marxistische-erneuerung.de

Editorial:

Bei den zurückliegenden Landtags- und Kommunalwahlen hat sich der politische Rechtstrend in der Berliner Republik weiter fortgesetzt. Wie ist dieser Entwicklung beizukommen? Wie ist sie theoretisch-kategorial zu fassen, in welchem Verhältnis stehen historischer Faschismus und die heutige internationale Rechtsentwicklung?
Der Faschismusbegriff stand in der bundesrepublikanischen Debatte über Jahrzehnte unter Ideologieverdacht. Wer ihn nutzte und dabei nicht an die »Phänomenologie« eines Ernst Nolte anknüpfte, gab sich als Anhänger materialistischer, womöglich sogar marxistischer Analyseansätze zu erkennen, was bis in die 1990er Jahre im akademischen Bereich noch schwere Nachteile mit sich brachte ...

06.2026 10,00 € Kein Versand im Laden erhältlich (Zeitschrift)

Editorial:

Die »regelbasierte Weltordnung« ist am Ende. Das ist nicht neu, seit dem Weltwirtschaftsforum von Davos 2026 aber offiziell. Ursache ist nicht die erpresserische Taktik der Trump-USA: Die ehemalige Supermacht hat schon immer ihre Interessen rücksichtslos durchgesetzt. Trump mag dies auf eine aggressivere Art tun als frühere US-Präsidenten, mehr aber auch nicht. Verändert hat sich die Interessenslage. Der ›Westen‹ musste realisieren, dass die Weltordnung der liberalen Märkte den Aufstieg neuer Konkurrenten aus dem Globalen Süden nicht verhindert hat. Die »ehemaligen Hinterländer des Kapitals« (Luxemburg) erkennen die Oberhoheit des Westens nicht mehr an, gehen ihre eigenen (kapitalistischen) Wege. Das wollen die ›Vorderländer‹ des Kapitals nicht akzeptieren und instrumentalisieren die Außenwirtschaftsbeziehungen zu machtpolitischen
Zwecken – dem können auch ›Freunde‹ zum Opfer fallen. Ausdruck veränderter internationaler Kräfteverhältnisse ist der politisch-ökonomische Machtzuwachs der BRICS-Gruppe, ...

03.2026 10,00 € Kein Versand im Laden erhältlich (Zeitschrift)

Editorial: 

Wer den derzeitigen politischen Orientierungen junger Menschen nachgeht, kann Überraschungen erleben. Kurz nachdem in den letzten Jahren Studien der Jugend politische Apathie und Anpassung attestiert hatten, zeigten die Ergebnisse der Bundestagswahl 2024 etwas ganz anderes: Abwendung eines Großteils der jungen Wähler:innen von den Regierungsparteien und besonders starkes Abschneiden der Partei Die Linke in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren, wo sie mit einem Anteil von 27 Prozent klar die stärkste Partei wurde.

12.2025 10,00 € Kein Versand im Laden erhältlich (Zeitschrift)

Editorial: 

Der bis vor kurzem dominierende Kapitalismus der ›Triade‹ aus USA, Westeuropa und Japan steckt in einer multiplen Krise. Angesichts einer erlahmenden
Akkumulationsdynamik stockt die Anpassung an die Herausforderungen der Klimakrise, der Digitalisierung und des zunehmenden Konkurrenzdrucks aus den früheren »Hinterländern des Kapitals« (Luxemburg), vor allem Chinas. Die westlich geprägte Weltordnung zerfällt, regionale Kriege wie in der Ukraine, im Nahen Osten und in Afrika können nicht mehr eingehegt werden. Im westlichen Block erscheinen Risse, die Ausdruck eines massiven Vertrauensverlustes der Bevölkerungen in die bisherigen politischen Institutionen sind.

ISBN 06.2025 10,00 € Kein Versand im Laden erhältlich (Zeitschrift)