Aktuell
Ein Ausstellungskatalog, der die europäische Moderne in ihrem Verhältnis zum Mittelalter neu betrachtet: Edvard Munch, Max Beckmann, Käthe Kollwitz und andere Zeitgenoss:innen nahmen stilistische oder auch motivische Anleihen am ”gotischen“ Vorbild und übersetzten sie in eine moderne Formensprache. Entstanden sind Kunstwerke von großer emotionaler und gestalterischer Kraft, die bis heute nachwirkt.
Berlin der 20er-Jahre – George Grosz fand die Bildsprache, um die Triebkräfte einer entfesselten Metropole anschaulich zu machen. Mit den Mitteln der Groteske und einem »messerharten Zeichenstil« seziert er die wüste Realität seiner Zeit – und hat zugleich eine unbändige Freude an der »dollen Sache Leben«.
Grosz hat das Bild der deutschen Gesellschaft der 1920er-Jahre geprägt wie kein anderer Künstler. Seine zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Emigration 1933 entstandenen Werke sind drastische Reflexionen des moralischen Verfalls, der politischen Skrupellosigkeit und der Konsequenzen von Krieg, Gier und Elend. Satirische Angriffe »auf die öffentliche Moral« haben ihn mehrfach vor Gericht gebracht. Das Buch bietet einen Querschnitt durch sein malerisches und zeichnerisches Werk, dessen Aktualität sich in unseren Tagen einmal mehr als ungebrochen erweist.
Info
Zusammenfassung
Zum 80. Jahrestag des Sieges im Weltweiten Antifaschistischen Krieg (WAFW) verdeutlicht die vorliegende Analyse, dass die gängige westliche Geschichtsschreibung die tatsächlichen Akteure und Opfer des Sieges systematisch verzerrt. Während westliche Mächte die Erzählung von US-Industriemacht und britischer Entschlossenheit pflegen, belegen die Daten, dass der Faschismus primär durch die sozialistische Führung und das massenhafte Heldentum der Sowjetunion und Chinas besiegt wurde. Dieser Artikel wurde auf der Grundlage der Studie The 80th Anniversary of the Victory in the World Anti-Fascist War mit Hilfe von NoetbeookLM erstellt Eine Deutsche Zusammenfassung ist unter Der Antifaschistische Weltkrieg erhältlich
Der Zweite Weltkrieg begann nicht 1939 mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen, sondern 1931, als Japan Nordostchina besetzte.
Zehn Jahre lang kämpfte China weitgehend allein. Während die Westmächte ihren wirtschaftlichen Vorteil kalkulierten, trieb die Sowjetunion die Industrialisierung im Gewaltmarsch voran, im Wissen, dass eine Invasion unmittelbar bevorstand. Im Juni 1941 überfiel Hitler die Sowjetunion. Die anfängliche Strategie der Atlantikmächte bis kurz vor ihrem Kriegseintritt war einfach und zynisch: Faschismus und Kommunismus sollten sich gegenseitig vernichten.
„Schicksalsjahre einer Partei – Das Bündnis Sahra Wagenknecht“ ist die erste umfassende, messerscharfe und zugleich packende Zeitdiagnose dieser politischen Revolution. Als Journalist, Publizist und profiliertem Blogger gelingt dem Autor das Kunststück, trockenes politikwissenschaftliches Fundamentalkonzept in die fesselnde Tonalität eines Polit-Thrillers zu übersetzen. Das Buch bricht bewusst mit den klassischen, oft oberflächlichen Schablonen der Talkshow-Debatten und dingt tief vor zum programmatischen, organisatorischen und menschlichen Kern des Phänomens Wagenknecht.
Ob Finanzkrise, Wirecard-Skandal oder die Cum-Ex-Geschäfte der Warburg Bank – die Politik rollte den Gangstern im Nadelstreifen den Teppich aus. Wie kann das sein?
Kaum jemand kennt die Gründe und Hintergründe besser als Fabio De Masi, der Berühmtheit als «Finanzdetektiv» erlangte. Nicht zuletzt, weil er als erster Politiker vor Wirecard warnte, als man in der Regierung noch von einem deutschen Börsen- und Internet-Wunder sprach.
Paul-Martin Kormoran, ehemals Kritiker, wird sechsundsechzig. Grund genug zurückzublicken, aber auch Anlaß für die Gäste, die zeittypischen Reizthemen der Nachwendezeit durchzuhecheln.
Nach seinem streitbaren wie umstrittenen Erinnerungsbuch „Abspann“ hat Hermann Kant mit diesem Buch den aktuellen Roman geschrieben, der von ihm erwartet wurde, amüsant, bissig, zeitkritisch und selbstironisch, einen Roman „von allerlei Leben und allerlei Sterben“. „Ein heiter verfaßter Nekrolog, der das Amüsement des Lesers erhalten wissen will. Bis zur letzten Zeile.“ Günther Rücker
Voller Zeitkolorit und Witz
An einem verregneten Oktobertag sitzt einer, der es nicht nötig hätte, im Schlafsack auf einem Hamburger Boulevard. "Es ist Kunst!" erklärt er die Aktion den Vorübergehenden. Gerade aus dieser ungewöhnlichen Position gewinnt der Mann, der sich vorkommt wie in einem Kinostück, überraschende, amüsante und geistvolle Einsichten über zeitgenössische Befindlichkeiten.
"Nichts ist schlimmer, als nicht mehr den Überblick über Freund und Feind zu haben." - Hermann Kants brisanter Roman ist ein zur Groteske getriebenes Spiel um Einfluss, Beschränktheit und Arroganz eines Machtapparats. Das Beispiel der jungen DDR dient als Folie für die Ambivalenz des Verhältnisses zwischen Machthabern und Künstlern.
Linus Cord gilt als „aufstrebender Kritiker“, sein Ehrgeiz ist es jedoch, ein „beträchtlicher Essayist“ zu werden. Der Aufsatz, an dem er jetzt, im Frühjahr 1961, schreibt, soll ihm die erhoffte Anerkennung bringen.
Die unbekannten Erzählungen Hermann Kants - mit seinem letzten, bislang unveröffentlichten Interview.
Als Hermann Kant 2011 schwer erkrankte, bereitete ihn sein Arzt auf eine lange Therapie vor. Er riet ihm, sich seine Computer ins Krankenhaus bringen zu lassen. »In diesen sieben Wochen habe ich versucht, jeden Tag ein bisschen zu schreiben. Ich bin gerade mal zur Hälfte des Textes gekommen, aber der Arzt hatte den klugen Blick dafür, wie mir zu helfen war«, sagte Kant hinterher. Es wurde seine letzte literarische Arbeit.






