George Grosz in Berlin
Das unerbittliche Auge
Berlin der 20er-Jahre – George Grosz fand die Bildsprache, um die Triebkräfte einer entfesselten Metropole anschaulich zu machen. Mit den Mitteln der Groteske und einem »messerharten Zeichenstil« seziert er die wüste Realität seiner Zeit – und hat zugleich eine unbändige Freude an der »dollen Sache Leben«.
Grosz hat das Bild der deutschen Gesellschaft der 1920er-Jahre geprägt wie kein anderer Künstler. Seine zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Emigration 1933 entstandenen Werke sind drastische Reflexionen des moralischen Verfalls, der politischen Skrupellosigkeit und der Konsequenzen von Krieg, Gier und Elend. Satirische Angriffe »auf die öffentliche Moral« haben ihn mehrfach vor Gericht gebracht. Das Buch bietet einen Querschnitt durch sein malerisches und zeichnerisches Werk, dessen Aktualität sich in unseren Tagen einmal mehr als ungebrochen erweist.
Wikipedia (DE): George Grosz
„Ein kleines Ja und ein großes Nein“ - Als Dandy liebt er den amerikanischen Tanz Shimmy, besucht Varietés und Sportveranstaltungen. Als Künstler bringt George Grosz gesellschaftliche und politische Abgründe auf das Papier, prangert Kriegsgräuel an und entlarvt skrupellose Bohemiens. [Mit dem Hörspiel "George Grosz: Hirnzirkus – Gedankenflüge" anläßlich des sechzigsten Todestages von George Grosz. 07.07.2019. Podcast 81:02] Von Berit Hempel Deutschlandfunk 20.04.2024
Pressestimme
»Die Werke von George Grosz zeigen eine Welt, die aus den Fugen geraten ist und der unseren so fremd nicht scheint.« Bücheratlas
Autoreninfos
Herausgegeben von
Nathalie Frensch (früher Nathalie Lachmann) ist seit 2019 als Kuratorin für das 19. und 20. Jahrhundert an der Staatsgalerie Stuttgart tätig.
Die Kunsthistorikerin Christiane Lange leitet seit 2013 die Staatsgalerie Stuttgart und arbeitete davor in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München als Kuratorin und Direktorin.
Quelle: VLB-TiX (12.07.2026)