Ein Ausstellungskatalog, der die europäische Moderne in ihrem Verhältnis zum Mittelalter neu betrachtet: Edvard Munch, Max Beckmann, Käthe Kollwitz und andere Zeitgenoss:innen nahmen stilistische oder auch motivische Anleihen am ”gotischen“ Vorbild und übersetzten sie in eine moderne Formensprache. Entstanden sind Kunstwerke von großer emotionaler und gestalterischer Kraft, die bis heute nachwirkt.
Kreativität (Thema)
Ein Buch für alle, die schon oft nach dem Weg in unsere Zukunft gefragt haben und noch nie eine halbwegs zufriedenstellende Antwort bekamen.
Ein schonungslos ehrlicher, bissig-berlinerischer Weckruf, der Deutschland zur radikalen Generalreparatur auf die Hebebühne hebt – mit klarer Kante, trockenem Humor und dem unmissverständlichen Appell: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken, bevor der Karren endgültig liegen bleibt.
KI trifft Kunst: empirische Einblicke in kreativ-künstlerische Praktiken und die Neuverhandlung von Artikulation und Subjektivität.
Mit der zunehmenden Verbreitung komplexer, rechenbasierter Technologien in kreativ-künstlerischen Bereichen stellt sich aus subjekttheoretischer Perspektive die Frage nach der Rolle und Bedeutung Kreativ- und Kunstschaffender. Anhand einer interdisziplinär angelegten ethnografischen Studie zeigt Juliane Koglin, wie Kreativität und Medialität in einer von Algorithmen und emergenten Prozessen geprägten Welt neu verhandelt werden.
"Ohne Worte" bietet eine illustrierte Sammlung des Weltgeschehens 2025.
Es handelt sich um einen Bildband mit weit über 50 Zeichnungen und Karikaturen, die im vergangenen Jahr entstanden und in verschiedenen Print-Publikationen veröffentlicht wurden. Eingeleitet wird das Buch durch ein Vorwort von Tom-Oliver Regenauer. Dazu gibt es ein Kurzinterview mit der Verfasserin sowie Entwürfe, Skizzen und Unveröffentlichtes.
Mit Klimaresonanz entwickelt Christoph Thun-Hohenstein ein Schlüsselkonzept für eine emissionsarme und ressourcenleichte Lebens-und Wirtschaftskultur in einer grundlegend erneuerten liberalen Demokratie. Dazu verlangt er die prioritäre Ausrichtung von Künstlicher Intelligenz auf Klima-, Biodiversitäts- und Ökosystemschutz und entwirft weitreichende Ansätze für ökosoziale Mensch-KI-Teamintelligenz. Er ruft zu Kreislaufrevolutionen auf, um unser noch immer auf Ressourcenabbau, Produktion, Konsum und Entsorgung fixiertes lineares Wirtschaften durch umfassende Nutzung technischer und biologischer Kreisläufe zu ersetzen.
Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich verändert sich in der Gegenwartsgesellschaft der Charakter unseres Handelns. Insbesondere im Berufsleben, aber zunehmend auch in der Freizeit zeichnen uns Richtlinien und Formulare, Algorithmen und Apps die Wege zur Entscheidungsfindung minutiös vor. An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen, mit denen wir tagein, tagaus hantieren. »Stimme zu« / »Stimme nicht zu« - so werden Handelnde zu Vollziehenden.
Einfühlsam schildert Jeremy Eichler die dramatischen Lebenswege und die revolutionären Werke vier der bedeutendsten musikalischen Genies des 20. Jahrhunderts: Richard Strauss, Arnold Schönberg, Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten. Er lässt uns miterleben, wie sie die Erfahrungen der totalitären Epoche in ihren Schöpfungen verarbeiteten - und ein unvergängliches Zeugnis ablegten, das wie ein Echo in unsere unmittelbare Gegenwart hineinhallt.
Schule, wie sie wirklich ist ehrlich, komisch, unfassbar. Willkommen im Lehrerzimmer.
Jonas Schreiber erzählt von absurden Elternreaktionen, Schülerlogik jenseits aller Vernunft und einem Bildungssystem im Spagat zwischen Anspruch und Realität. Mit scharfem Blick, trockenem Humor und viel Herz schildert er Geschichten, die zum Lachen bringen und zum Nachdenken zwingen. Für alle, die glauben, Schule zu kennen und für alle, die es besser wissen wollen.
Das Thema hat Konjunktur. Spätestens seit Chatbots wie ChatGPT und Bildgeneratoren wie Midjourney oder DALL-E die ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz eindrucksvoll demonstrieren, ist die »KI-Revolution« (Der Spiegel) in aller Munde. Die KI-Zukunft hat indes längst begonnen. Umstritten ist allerdings die Frage, ob die weitere Entwicklung von KI-Systemen eher die Rettung der Welt einleiten oder ob »eine möglicherweise entstehende Superintelligenz die Menschheit vernichten wird« (Die Zeit) - aber alle sind sich einig: Künstliche Intelligenz ist die bedeutendste Technologie unserer Zeit, und sie wird unsere Zukunft bestimmen.
Recht gibt es, seit es Menschen gibt. In seiner heutigen Ausprägung hat es 4000 Jahre alte Wurzeln, die bis nach Babylon zurückreichen. In Griechenland und Rom wurde das Recht aufgeschrieben und dadurch Besitz des Individuums. Anspruch und Schuld entstanden als Werkzeuge des Schuldrechts: Sie fördern die individuelle Entwicklung des Menschen, aber nicht seine Gemeinschaftsfähigkeit. Wir schieben dem Staat die Aufgabe des Altruismus zu und beanspruchen selbst, egoistisch sein zu dürfen. Dadurch verstricken wir uns mehr und mehr in Konflikte, im Großen wie im Kleinen. Schuld sind immer die anderen: Aggressoren und Terroristen, Politiker, Vertrags- oder Lebenspartner.
Das wird sich ändern, wenn statt Schuld und Anspruch auch Verantwortung und Vertrauen Werkzeuge des Rechts werden.