Doppelmoral beschreibt eine Haltung, bei der eine Person oder Gruppe öffentlich bestimmte moralische Werte vertritt, diese aber im eigenen Handeln missachtet. Man spricht sprichwörtlich davon, dass jemand „mit zweierlei Maß“ misst: Für andere gelten strenge Regeln, während man sich selbst Ausnahmen zugesteht.

Am Beispiel des Krieges in Gaza und den damit verbundenen Genozid-Vorwürfen gegen Israel lässt sich das Thema Doppelmoral auf verschiedenen Ebenen der Weltpolitik beobachten. Kritiker werfen vor allem westlichen Staaten vor, moralische Prinzipien und das Völkerrecht selektiv anzuwenden. 

Zentrale Aspekte der Doppelmoral im Gaza-Konflikt

1. Ukraine vs. Gaza

Dies ist der am häufigsten genannte Vergleichspunk: 

  • Reaktion auf Angriffe: Während westliche Staaten die russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine sofort als Kriegsverbrechen verurteilten, wurde das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza lange Zeit primär als legitime Selbstverteidigung gerahmt, trotz massiver ziviler Opfer.
  • Sanktionen und Unterstützung: Gegen Russland wurden beispiellose Sanktionen verhängt. Im Fall Israels halten viele westliche Staaten – allen voran die USA und Deutschland – an Waffenlieferungen und politischer Rückendeckung fest, selbst als internationale Hilfsorganisationen vor einer Hungersnot warnten. 

2. Völkerrecht als "Werkzeug"

Kritiker aus dem Globalen Süden werfen dem Westen vor, das Völkerrecht nur dann zu betonen, wenn es den eigenen geopolitischen Interessen dient: 

  • Selektive Empörung: Der Vorwurf lautet, dass Menschenrechte im Sudan oder in Gaza weniger "wert" zu sein scheinen als in Europa.
  • Instrumentalisierung: Internationale Institutionen wie der Internationale Gerichtshof (IGH) werden unterstützt, wenn sie gegen Gegner (wie Russland oder Myanmar) vorgehen, aber oft diskreditiert oder behindert, wenn sie Ermittlungen gegen Verbündete (wie Israel) einleiten. 

3. Deutsche Staatsräson und Moral

In Deutschland entsteht ein spezifischer Konflikt durch die historische Verantwortung: 

  • Widerspruch: Die Bundesregierung betont eine "wertebasierte Außenpolitik". Gleichzeitig führt die Einstufung der Sicherheit Israels als Staatsräson dazu, dass Kritik an möglichen Völkerrechtsverletzungen in Gaza oft nur sehr zögerlich oder hinter verschlossenen Türen geäußert wird.
  • Wahrnehmung im Ausland: In der arabischen Welt und darüber hinaus wird dies oft als Heuchelei wahrgenommen, da Deutschland als Vorbild für Menschenrechte gilt, diese Werte in Gaza aber scheinbar hintenanstellt. 

Willkommen im Timmy-Land, dem Land der Verrückten und Heuchler! Timmy soll leben! Rettet Timmy! Nun habe ich nichts gegen besagten Wal und würde mich auch als Tierfreund bezeichnen; aber warum das Schicksal eines sterbenden Wals uns so viel mehr berührt als das Schicksal des ehemals süßen Ferkels auf unserem Mettbrötchen, wundert mich dann doch. Eine böse Glosse von Jens Berger. Nachdenkseiten 23.04.2026

Dieser Beitrag bietet eine strukturierte Analyse der Ukraine-Krise aus der Perspektive der russischen Staatsführung. Sie dekonstruiert die westliche Erzählweise und beleuchtet die völkerrechtlichen, historischen und ökonomischen Argumente, die den Weg in die aktuelle Konfrontation geebnet haben.

Der Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung „Die Ukraine-Krise. Die rechtliche Aggression des Westens“, Moskau, 15. September 2026"  und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.

Die einstigen hegemonialen Säulen der westlichen Informationsordnung, namentlich die BBC und der Guardian, erleben gegenwärtig eine Vertrauenskrise, die weit über konjunkturelle Schwankungen hinausgeht. Es handelt sich um eine tiefgreifende Erosion der institutionellen Glaubwürdigkeit, die die strategische Basis der demokratischen Meinungsbildung untergräbt. Wenn die Schiedsrichter des Diskurses ihre Funktion als objektive Instanzen verlieren, bricht der gesellschaftliche Konsens über die Realität selbst zusammen. Pankaj Mishra identifiziert diesen Verfall nicht als zufälliges Ereignis, sondern als Resultat einer jahrzehntelangen Entfremdung zwischen einer isolierten medialen Elite und einer global vernetzten, zunehmend skeptischen Öffentlichkeit. Während das Misstrauen in der gesamten Gesellschaft wächst, ist der Bruch innerhalb progressiver und liberaler Schichten besonders signifikant, da diese ihre Identität traditionell über die Integrität dieser Medien definierten.

Dieser Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung  „The Media Isn't Just Biased. It's DESIGNED to Keep You Confused | Aaron Bastani Meets Pankaj Mishra" und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.

1. Auflage 03.06.2026 , Deutsch

Dieses Buch ist keine Enthüllungsstory über Prügelorgien an deutschen Schulen. Es verweist ja auch die Charakterisierung der Medienwelt als »4. Gewalt« nicht auf gewalttätige Journalisten, sondern auf die dienende Funktion der Öffentlichkeit im Staatswesen. Eine harmlose Metapher ist die Bestimmung der Schule als 5. Gewalt dennoch nicht. Sie trifft was. Was genau, das ist Gegenstand des Textes von Freerk Huisken.

ISBN 978-3-96488-269-1 1. Auflage 03.06.2026 14,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe
26. Auflage 29.03.1996 , Deutsch

»Eine klare Parabel darauf was passiert, wenn sich Psychopathen und gescheiterte Intellektuelle verbinden und mit den ›guten Bürgern‹ verbinden. Wobei die ›guten Bürger‹ sich freiwillig in die Überzeugung der anderen begeben. Zu seiner Entstehungszeit war das Stück der Blick zurück. Heute ist das Stück eher eine zu Zukunftswarnung. « Reiner Girstl

Das Stück ist die Geschichte des Bürgers Gottlieb Biedermann, der die Brandstifter in sein Haus einlädt, um von ihnen verschont zu werden. Es entlarvt präzise eine Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. Biedermann und die Brandstifter - eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.

ISBN 978-3-518-39045-0 26. Auflage 29.03.1996 8,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch)
1. Auflage 18.09.2025 , Deutsch

Die Verwerfungen der Klassengesellschaft und was dagegen zu tun ist.
Ein Buch, das zum Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft anregt.

Die da oben, wir hier unten - in dieser griffigen Formel kommt das Grundgefühl einer neuen Klassengesellschaft zum Ausdruck, in der Solidarität ein Fremdwort zu sein scheint. Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja zeigt, wie sich Arbeit im Kapitalismus der Gegenwart verändert, wie Spaltungslinien zwischen Lohnabhängigen vertieft werden und wo Potentiale liegen, um Unterschiedlichkeit und Konkurrenz zu überwinden und für gemeinsame Interessen einzutreten.

ISBN 978-3-406-83783-8 1. Auflage 18.09.2025 26,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
1. Auflage 13.10.2025 , Deutsch

Egoismus, Eurozentrismus und Rassismus sind stärker denn je. Nichts verdeutlicht dies mehr als der fortlaufende Krieg in Gaza, der zum Sinnbild jener korrumpierten Moralvorstellung geworden ist, die den Nahen Osten und andere Regionen der Welt seit Jahrzehnten heimsucht. Nach den gescheiterten Kriegen in Afghanistan, Irak und anderswo hätte man meinen können, dass die westliche Welt aus ihren Fehlern gelernt hätte. Doch seit Gaza wird täglich deutlich, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Errungenschaften der Aufklärung - Menschenrechte, liberale Demokratie und alles andere - haben für viele Teile der Welt nie gegolten. Der Westen hat alles verraten, wofür er einst angeblich stand.

ISBN 978-3-98791-339-6 1. Auflage 13.10.2025 12,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe
1. Auflage 28.02.2024 , Deutsch

"Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie's lesen." Karl Kraus

Karl Kraus wurde 1874 im ostböhmischen Jitschin geboren. Er setzte sich in seiner ab 1899 über 37 Jahre erscheinenden Zeitschrift »Die Fackel« leidenschaftlich und unermüdlich mit den Zumutungen seiner Zeit auseinander. Mit einem Furor, einem Zorn, einem Witz, der seinesgleichen sucht.

ISBN 978-3-8353-5612-2 1. Auflage 28.02.2024 35,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
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Seit einigen Monaten wird das Ausgrenzen und Stummschalten zumeist kontroverser, aber rechtlich von der Meinungsfreiheit gedeckter Äußerungen auch im deutschsprachigen Raum als "Cancel Culture" bezeichnet.

Fast 80 Prozent der Deutschen trauen sich laut einer Allensbach-Umfrage nicht, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen.
Denn man erlebt immer häufiger, wie Menschen aufgrund ihrer Meinung aus ihrem Job gedrängt, von Veranstaltungen ausgeladen oder gar körperlich angegriffen werden. Podiumsdiskussionen, Lesungen und Seminare müssen abgesagt oder abgebrochen werden, weil radikale Gruppen randalieren oder mit Krawall drohen. Verlage werden gedrängt, Bücher nicht herauszubringen oder sich von Autoren zu trennen. Jeder kennt die Themen, bei denen man vorsichtig sein muss. Zum Fallstrick werden kann mittlerweile fast alles, u. a. alberne Witze, unüberlegte "Likes", private Kontakte zu unliebsamen Personen, sogar sachlich vorgetragene Kritik an der Regierungspolitik.

ISBN 978-3-96079-086-0 16,80 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
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Was sind das nur für Zeiten? Innerhalb weniger Jahre ist aus uns eine hysterisch-hyperventilierende Gesellschaft geworden, in der sich Wutbürger und Weltverbesserer, vermeintlich Ewiggestrige und Meinungsmissionare feindselig gegenüberstehen. Und die gegenwärtige Krise hat keineswegs zur Verbesserung des Miteinanders geführt, sie hat die Blödheit einiger eher noch verschlimmert. Die preisgekrönte Kabarettistin Monika Gruber und Bestsellerautor Andreas Hock gehen dem kollektiven Wahnsinn auf den Grund – und stellen fest, dass er seine Ursache vor allem in der Ignoranz und im Egoismus einiger Weniger hat.

ISBN 978-3-492-07500-8 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Die Briefe einer Peruanerin waren in ihrer Zeit ein Bestseller. In 41 fiktiven Briefen, die eine entführte Inka-Prinzessin aus Frankreich an den Geliebten zu Hause schreibt, hält Françoise de Grafigny dem Ancien Régime den Spiegel vor. Sie entwickelt dabei eine weibliche Lebensutopie, die von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist. Fast 40 Ausgaben und zahlreiche Übersetzungen erschienen in den Jahren zwischen der Erstveröffentlichung 1747 und 1835. Dann geriet das Werk weitgehend in Vergessenheit.

Françoise de Grafigny hat in diesem Briefroman zahlreiche Themen der Aufklärung auf originelle Weise aufgegriffen. Zilia, die "natürliche Wilde" aus Peru, kommt in die zivilisierte, aber sittlich zweifelhafte Pariser Gesellschaft, und in dem Maße, wie sie mit den Lebensverhältnissen vertraut wird, kritisiert sie Klerus, Kirche, die Kluft zwischen Arm und Reich, vor allem aber die vorherrschende Doppelmoral.

ISBN 978-3-906910-83-3 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)