Karl Kraus (1874 - 1936) war ein österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker, Förderer junger Autoren, Sprach-, Kultur- und Medienkritiker. Zum Hauptwerk von Kraus gehören das satirische Drama Die letzten Tage der Menschheit (1918) und die Zeitschrift Die Fackel, die er von 1899 bis 1936 herausgab. Literarische Bedeutung erlangte er als einer der wichtigsten Aphoristiker deutscher Sprache. Quelle: Wikipedia 27.05.2026

Wikipedia (DE): Karl Kraus

Wortmächtiger Satiriker, Sprach- und Kulturkritiker: Zum 150. Geburtstag von Karl Kraus gibt es neben einer neuen Biografie zwei Nachauflagen: Der österreichische Schriftsteller Karl Kraus (1874-1936) gilt als einer der bedeutendsten Sprach- und Kulturkritiker des 20. Jahrhunderts, gleichzeitig war er Publizist, Satiriker, Lyriker und Dramatiker. Seine literarische, kulturelle und politische Wirkung strahlte aber weit über Österreich hinaus. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte es jedoch zunächst den Anschein, als würde man Karl Kraus mit der Zeitaktualität seiner Texte nur eine Fußnote in der Literaturgeschichte einräumen. Die Hinwendung in den 1960er Jahren fußte aber gerade auf der bleibenden Gültigkeit seiner Texte. Von Manfred Orlick literaturkritik.de 26.04.2024

18. Auflage 30.06.1986 , Deutsch

Das einem Marstheater zugedachte Drama, mit dem Karl Kraus Wesen und Wirklichkeit des Ersten Weltkriegs einzufangen suchte, bildet ungeachtet seines Umfangs, der jedes Theatermaß sprengt, die bündigste Darstellung dieser ersten Katastrophe der europäischen Kultur im 20. Jahrhundert. Im Rückblick sind aber auch die Bedingungen der Möglichkeit des zweiten Weltkriegs zu erkennen.

ISBN 978-3-518-37820-5 18. Auflage 30.06.1986 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch)
1. Auflage 17.04.2024 , Deutsch

Originell, treffsicher und in höchstem Maße aggressiv - das sind die Attribute, mit denen sich die Aphorismen Karl Kraus' beschreiben lassen. Scharfsinnig und mit sprachlicher Raffinesse, oft witzig und immer unterhaltsam, nahm der Herausgeber und Autor der Zeitschrift Die Fackel im frühen 20. Jahrhundert die Gesellschaft kritisch und voller boshaften Spotts aufs Korn, und nichts und niemand war vor seiner spitzen Feder sicher: weder phrasendreschende Kollegen (»Es gibt Schriftsteller, die schon in zwanzig Seiten ausdrücken können, wozu ich manchmal sogar zwei Zeilen brauche.«) noch unfähige und/oder korrupte Vertreter des Staatsapparats («Einen Brief absenden heißt in Österreich einen Brief aufgeben.«) ...

ISBN 978-3-458-68360-5 1. Auflage 17.04.2024 10,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch)
1. Auflage 17.07.2025 , Deutsch

Die Menschheit im Vernichtungsrausch: ein Panorama des Schreckens, ein literarisches Fanal, Mahnmal und Monument.

Einem »Marstheater« hat Karl Kraus seine Weltkriegstragödie zugedacht – weil sie mit ihren über 200 Szenen nicht nur im Umfang über jede menschliche Vorstellung hinausgeht. Die Tragödie findet hier nicht nur auf dem Theater statt, sie ist eine Katastrophe von apokalyptischen Dimensionen. Der Krieg, gegen den Karl Kraus mit satirischem Furor und moralischer Beschämung Krieg geführt hat, endet hier nicht mit einem Frieden, denn: »Er hat sich nicht an der Oberfläche des Lebens abgespielt, sondern im Leben selbst gewütet. Die Front ist ins Hinterland hineingewachsen. Sie wird dort bleiben.« 

ISBN 978-3-99027-429-3 1. Auflage 17.07.2025 48,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
1. Auflage 28.02.2024 , Deutsch

"Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie's lesen." Karl Kraus

Karl Kraus wurde 1874 im ostböhmischen Jitschin geboren. Er setzte sich in seiner ab 1899 über 37 Jahre erscheinenden Zeitschrift »Die Fackel« leidenschaftlich und unermüdlich mit den Zumutungen seiner Zeit auseinander. Mit einem Furor, einem Zorn, einem Witz, der seinesgleichen sucht.

ISBN 978-3-8353-5612-2 1. Auflage 28.02.2024 35,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
Karl Kraus, Hrsg. Christian Wagenknecht

Zeitkritik zwischen Satire, Polemik und scharfer Analyse: Karl Kraus und sein Werk.
Angriffslustig, wortgewaltig und schonungslos: Karl Kraus ist ein Autor, wie er uns in der deutschsprachigen Literatur selten begegnet. Gesellschaft, Politik und Kultur werden vom Meister des giftigen Spotts (Stefan Zweig) zerpflückt und demaskiert. Die Fragen, die er zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellt, brennen uns heute noch schmerzhaft unter den Nägeln.

Die von ihm gegründete Literaturzeitschrift "Die Fackel" ist das wirkungsvollste Instrument seiner Sozial- und Kulturkritik. Mit Artikeln, Aphorismen und Glossen kämpft Kraus für die Reinheit der Sprache, gegen den Hetzjournalismus, die sogenannte Journaille, und gegen den kulturellen Verfall.

ISBN 978-3-534-27167-2 11.03.2020 vergriffen Mehr Infos (Buch) → d-nb.info
26.06.2014 , Deutsch

"Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen ... Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate." (Karl Kraus, Vorwort zu "Die letzten Tage der Menschheit")

Karl Kraus schrieb "Die letzten Tage der Menschheit" unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs zwischen 1915 und 1922. In den lose zusammenhängenden Szenen, die oft authentische Quellen nutzen, spiegelt sich die Absurdität, die menschlichen Abgründe, der Zynismus und die Brutalität dieses ersten modernen Krieges wider, ...

ISBN 978-3-8316-4372-1 26.06.2014 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
10. Auflage 02.11.2005 , Deutsch

Karl Kraus hat aus Die letzten Tage der Menschheit oftmals im Vortragssaal gelesen, das Drama sei nicht für das Theater geschrieben, sondern für Leser. Das Stück in veränderter, gekürzter und bühnengemäßer Form aufführen zu lassen erlaubte er erst 1928, knapp zehn Jahre nach dem ersten Druck des Dramas.

ISBN 978-3-518-45715-3 10. Auflage 02.11.2005 12,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch)

Weltgericht ist ein einzigartiges Dokument über den Ersten Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts . Während die Mehrzahl der Intellektuellen und Schriftsteller in die besinnungslose Kriegsbegeisterung einstimmten, nahm der große österreichische Satiriker seinen einsamen Kampf auf.

ISBN 978-3-86539-345-6 15,00 € Portofrei Bestellen

"Zum Allerschönsten" gehörten Rosa Luxemburgs Briefe aus dem Gefängnis für ihn, gesteht Kraus der Freundin Sidonie Nadherny, als er ihr 1920 die erste Buchausgabe der Luxemburg- Briefe übersendet. Am 28. März 1920 nimmt Karl Kraus in Berlin erstmals einen dieser Briefe in sein Vorlesungsprogramm auf.

ISBN 978-3-8353-5211-7 18,00 € Portofrei Bestellen