Arbeiter

Arbeiterbewegung von rechts? Hrsg. Karina Becker, Klaus Dörre und Peter Reif-Spirek

Rechtspopulistische Parteien verzeichnen bei Wählerinnen und Wählern aus allen Klassen und Schichten der Bevölkerung Erfolge. Gerade bei Arbeiterinnen und Arbeitern stoßen sie jedoch besonders häufig auf Zustimmung. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Gefühle verletzter sozialer Gerechtigkeit und politischer Obdachlosigkeit verbinden sich mit fremdenfeindlichen Ressentiments. Rechte Orientierungen sind auch im Denken gewerkschaftlich organisierter und aktiver Arbeiterinnen und Arbeiter, bei Betriebsräten und ehrenamtlichen Funktionären, weitverbreitet. Das Buch nimmt diese Entwicklung zum Ausgangspunkt.

ISBN 978-3-593-50971-6     24,95 €  Portofrei     Bestellen

Rote Fahne in Not. Von Gertrud Hermes

Der 1929 erschienene Roman von Gertrud Hermes „Rote Fahne in Not“ kann als belletristisches Pendant zu dem Hauptwerk über die geistige Gestalt des marxistischen Arbeiters gesehen werden, da die Autorin viele ihrer sozialistischen Visionen sowie Erörterungen über grundlegende Begrifflichkeiten ins Geschehen einflicht.

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Ein Prolet erzählt. Von Ludwig Turek

"Vorliegendes Buch ist nicht das Produkt eines Schriftstellers, sondern die Arbeit eines werktätigen Proleten. Von den wenigen Mußestunden und Energien, die das tägliche Schuften für den Unternehmer im Zeitalter der Rationalisierung dem Arbeiter noch übrigließ, wurde mühevoll Zeit und Kraft gestohlen, um das Vorhaben auszuführen. Über ein Jahr, auf Schritt und Tritt Bleistift und Briefblock in dauernder Bereitschaft, in der beklemmenden Enge einer Einzimmer-Untermieterwohnung, frühmorgens vor dem Weg in den Betrieb, nach Arbeitsschluss an allen unmöglichen Orten, in Kneipen und Speiseanstalten, in Wartesälen auf Bahnhöfen, bis spät in die Nacht hinein, die Nächte hindurch, zehn, zwölf und noch mehr Stunden ohne Unterbrechung, — so sind diese Seiten zustandegekommen." (Aus dem Vorwort)

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Der neue Glaube. Von Wilhelm Nitschke

"Ziehtag war. Ein etwa neunzehn Jahre altes Mädchen, das im linken Arm ein verkümmertes Rosenstöckchen hielt, stand am Rinnstein. Mit der rechten Hand streichelte es mechanisch den Kopf eines großen Hundes, der vor seinem vierräderigen Karren saß, während die blauen Augen des blonden Mädchens lebhaft die Bewegungen eines jungen Mannes verfolgten, der mit dem Führer des Hundefuhrwerks einen alten Tisch und zwei ebensolche Stühle aus dem Halse eines Trödelkellers heraufbrachte. Die Männer bemühten sich, die Möbel noch auf dem Wagen unterzubringen, der schon einen Kleiderschrank, eine Bettstelle, einen großen Reisekorb, einen rotgestrichenen Koffer und einen kleinen eisernen Ofen trug. Der schwarze Hund stand auf, reckte sich behaglich und rieb seinen Kopf an des Mädchens schneeweißer Schürze." (Aus dem 1. Kapitel)

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Die Menschenfreunde in zerlumpten Hosen. Von Robert Tressel

Das Meisterwerk der Arbeiterliteratur um die Jahrhundertwende.
Als sich Robert Noonan (der sich Tressell nannte) kurz nach der Jahrhundertwende in der englischen Stadt Hastings niedergelassen und als Bauarbeiter Arbeit gefunden hatte, begann er in seiner kargen Freizeit, in einem am Ende 1700 handschriftliche Seiten umfassenden Werk, The Ragged-trousered Philanthropists, seine Erlebnisse am Arbeitsplatz und mit den Kollegen zu beschreiben. Der lungenkranke Gewerkschafter ahnte nicht, welche Popularität das seiner Tochter Kathleen vermachte und eher durch Zufall überhaupt veröffentlichte Buch erzielen würde.
Datum der Erstveröffentlichung: 23. April 1914

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Stromern. Von Andor Endre Gelléri

Andor Endre Gelléri (1906-1945) galt schon zu Lebzeiten als Meister der kurzen Erzählform. "Stromern" versammelt 31 Geschichten aus den 1920er- und 1930er-Jahren, in denen er sich den Ausgegrenzten, den Zu-kurz-Gekommenen und Durch-das Raster-Gefallenen zuwendet. Budapest ist geprägt von den Folgen der Weltwirtschaftskrise, und die Protagonisten der Erzählungen bekommen das am eigenen Leib zu spüren. Gelléri kannte die Lebenswirklichkeit seiner Figuren nur zu gut, er selbst arbeitete in unzähligen Berufen, musste für seine täglichen Mahlzeiten schuften - und brachte es doch immer wieder fertig, eine ganz einzigartige Literatur zu schaffen.

ISBN 978-3-945370-18-6     24,00 €  Portofrei     Bestellen

K. Olectiv Die letzten Tage von ... Eine Recherche zum kollektiven Fortsetzungsroman in der ›Roten Fahne‹. Von Emanuel Bruck und Jürgen Kuczynski

"Die letzten Tage von ?" erschien vom 16. Oktober bis zum 4. Dezember 1931 als kollektiver Fortsetzungsroman in der KPD-Zeitung "Die Rote Fahne". Der Roman wird hier in zusammenhängender Form neu wiedergeben, die tägliche Erscheinungsweise bleibt jedoch gekennzeichnet. Die Einleitung von Thomas Möbius befasst sich sowohl mit den beiden Autoren wie auch mit der Zeit und dem Umfeld des Romanes.

ISBN 978-3-941959-05-7     24,00 €  Portofrei     Bestellen
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Aufbruch der zweiten Generation. Wanderarbeit, Gender und Klassenzusammensetzung in China. Von Pun Ngai und Ching Kwan Lee

Im ersten Teil des Buches bieten Beiträge chinesischer SozialwissenschaftlerInnen Einblicke in die Bedingungen und Konflikte auf Baustellen, in Automobil- und Elektronikfabriken, von Lastenträgern, Sexarbeiterinnen und Hausangestellten. Im zweiten Teil beschäftigt sich Ching Kwan Lee mit den sozialen Kämpfen seit Beginn der Reformpolitik 1978 bis heute. Pun Ngai diskutiert die Herausbildung eines neuen Klassensubjekts, ein weiterer Text bezieht die Klassenauseinandersetzungen in China auf die Globalgeschichte der kapitalistischen Entwicklung.

ISBN 978-3-935936-93-4     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Hotel Amerika. Von Maria Leitner

„Das Hotel steht jetzt vor ihnen wie eine riesenhafte, ungeheuere, hellerleuchtete Schachtel, in die unzählige Menschen, unzählige Schicksale gepfercht sind, Menschen aus allen Klassen und aus allen Teilen der Welt, Reiche und Arme, Glückliche und Elende. Hier ist alles angehäuft, Hölle und Himmel, Trauer und Glück, Krankheit und Übermut.“ (Leitner 1974: 178)
Das "Hotel Amerika" ist ein sozialkritischer Roman, der die Kluft zwischen den verschiedenen Klassen im Amerika der 20er Jahre zum Ausdruck bringt.

ISBN 978-3-7437-1288-1     19,80 €  Portofrei     Bestellen 
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1933 war ein schlimmes Jahr. Von John Fante

"Fante war mein Gott." Charles Bukowski.
Ein Kultautor und sein vergessener Roman werden wiederentdeckt. Erstmals kann die Geschichte des Dominic Molise in angemessener Übersetzung gelesen werden, durch Alex Capus in den richtigen Sound gebracht. Es ist die Geschichte eines persönlichen und eines Klassenkampfes in der Zeit der großen Wirtschaftskrise: Ein bewegender und komischer Roman über die Jugend und ihre Auflösung im Erwachsenenleben.

ISBN 978-3-351-05031-3     16,00 €  Portofrei     Bestellen

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