1. Auflage 13.05.2026 , Deutsch

Marino Bodenmann, 1893–1964, ist in Fiesch im Oberwallis als Halbwaise in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen. Als Geissbub hat er bei der Ernährung seiner Bergbauernfamilie mitgeholfen. Nur mit einfachster Schulbildung emigriert er 1912 als Hotelkellner nach Neapel. 1915 kehrt er als Sozialist zurück und trifft im roten Grenchen, zukunftsweisend, die Familie des russischen Berufsrevolutionärs Josef Kirschbaum und Willi Münzenberg. 1918 wird er Parteisekretär für die Bolschewiken in Seelmann im deutsch-russischen Wolgagebiet. 1919 gründet er in Berlin den Kommunistischen Jugendverband mit und wird 1921 zum ersten Sekretär der Kommunistischen Partei der Schweiz KPS gewählt, um dann als Vertreter der Schweiz im Jahr 1922 im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale in Moskau mit Generalsekretär Lenin am Tisch zu sitzen und am Aufbau der kommunistischen Weltbewegung mitzuarbeiten. 

ISBN 978-3-85990-586-3 1. Auflage 13.05.2026 30,00 Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover) ungekürzte Neuausgabe
1. Auflage 01.10.2010 , Deutsch

Komintern und Faschismus bildeten die gegensätzlichen Pole der Bürgerkriegssituation, die mit dem Ersten Weltkrieg heraufzog. Das Verhältnis zwischen beiden wurde zu einem Faktor ersten Ranges. Die von Theo Pirker ausgewählten Dokumente und Texte aus den wichtigsten Organen der Komintern (INPREKORR und RUNDSCHAU) und seine ausführliche Einleitung stellen Italien und Deutschland, die damaligen europäischen Vormächte des Faschismus, in den Mittelpunkt. 

ISBN 978-3-486-70373-3 1. Auflage 01.10.2010 Kostenlos Download (PDF) von www.degruyterbrill.com
3. Auflage 23.03.2021 , Deutsch

Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte bricht mit ihrem Mann und der jungen Britin Jill auf zu einer mehrwöchigen Reise durch die neue Heimat Sowjetunion. Es verbindet sie mehr, als sich auf den ersten Blick erschließt: Sie sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, wo Kommunisten aller Länder beschäftigt sind. Umso schwerer wiegt, dass unter den «Volksfeinden», denen gerade in Moskau der Prozess gemacht wird, einer ist, den Lotte besser kennt, als ihr lieb sein kann.

ISBN 978-3-499-00097-3 3. Auflage 23.03.2021 15,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1. Auflage 20.01.2024 , Deutsch

Bruno Frei (1897–1988) hat sich in jungen Jahren vom jüdisch-orthodoxen Boden seiner von Bratislava nach Wien übersiedelten Familie, die in ihm einen künftigen Rabbi gesehen hat, emanzipiert. Vom Wien mit seiner Sozialdemokratie ist Bruno Frei nach Berlin gegangen, wurde dort als aktiver Marxist-Leninist Mitglied der Komintern und hat als solches im Auftrag der Internationalen Arbeiterhilfe die Zeitung „Berlin am Morgen“ (1929–1933) geleitet.

ISBN 978-3-86464-259-3 1. Auflage 20.01.2024 22,80 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1. Auflage 24.02.2025 , Deutsch

In Westdeutschland war sie praktisch unbekannt, in der DDR benannte man Schulen, Kindergärten und Straßen nach ihr: Olga Benario. 1908 in eine jüdische Münchener Familie geboren, engagierte sie sich in den 1920er Jahren bei der Kommunistischen Jugend in Berlin-Neukölln. 1928 floh sie in die Sowjetunion, wurde Agentin der Komintern, die sie nach Paris und London und schließlich nach Rio de Janeiro entsandte. Nach einem gescheiterten Aufstand lieferte Brasilien Benario an Nazideutschland aus, wo sie 1942 ermordet wurde.
 

ISBN 978-3-518-12838-1 1. Auflage 24.02.2025 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
19.09.2024 , Deutsch

Österreichische EmigrantInnen spielten in den 1930er- und 1940er-Jahren Hauptrollen im internationalen Spionagegeschehen. Der Historiker Thomas Riegler begibt sich auf die Spuren von AgentInnen wie Engelbert Broda, Arnold Deutsch, Alice ("Litzi") Friedmann, Edith Tudor-Hart (geborene Suschitzy) und Peter Smolka, die dem sowjetischen Geheimdienst und der Kommunistischen Internationalen (Komintern) wichtige Unterstützung gaben. Dieser "Wiener Spionagezirkel" leistete Vorarbeit für einen der größten Spionageskandale im Kalten Krieg.

ISBN 978-3-85371-536-9 19.09.2024 25,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

"Du hast da ein Trauma", sagte man zu mir, als es klar wurde, dass es etwas gab, was mich nicht losließ, es war der Suizid meines Vaters kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und acht Wochen nach meiner Geburt. Selbstmord in einer Familie ist gar nicht so selten, und in jedem Falle bedrückend. Der Mantel des Schweigens wird oft darüber gelegt. Ein Selbstmord ist auch ein Mord, denke ich, eine Niederlage ist er nicht unbedingt. Die Suche einer Tochter nach einem Kommunisten, Kurier der Komintern, Vorkämpfer für Sozialmedizin, der sich wenige Tage vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges verzweifelt umbrachte.

ISBN 978-3-86408-267-2 20,00 € Portofrei Bestellen

Neue Perspektiven auf die Geschichte der KPD und die deutsch-russischen Beziehungen (1918–1943)

Herausgegeben von: Hermann Weber , Jakov Drabkin , Bernhard H. Bayerlein und Aleksandr Galkin
Dank der Archivrevolution erscheinen die Beziehungen von Komintern, sowjetischer Führung und KPD in neuem Licht. In ausführlichen Analysen werden diese vor dem Hintergrund der gleichzeitig erscheinenden Quellenedition kontextualisiert. Das aus der Deutsch-Russischen Geschichtskommission hervorgegangene Projekt leistet damit einen wertvollen Beitrag, den deutschen Kommunismus und das deutsch-sowjetische Verhältnis transnational zu beleuchten.

ISBN 978-3-11-030098-7 54,95 € Portofrei Bestellen
, Deutsch

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts lässt sich ohne die Geschichte des Kommunismus nicht verstehen. Mit der Kommunistischen Internationale nahm 1919 ein revolutionäres Projekt Gestalt an, das auf einer schlagkräftig organisierten und global vernetzten Avantgarde aufbaute. Mit besonderem Augenmerk auf eine Gruppe von transnational engagierten Frauen und Männern zeichnet Brigitte Studer ein Gesamtbild der Komintern in globaler Perspektive nach - von Moskau und Berlin über Baku und Taschkent bis nach Wuhan und Shanghai. Sie zeigt die soziale Realität der arbeitsteiligen Welt der Komintern und die Erfahrungen, Hoffnungen und auch Enttäuschungen von Menschen, für die die Revolution Arbeit und Lebensinhalt war.

ISBN 978-3-518-29929-6 30,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Den Emigranten Lenin lernte Angelica Balabanoff 1905 in Zürich kennen. Es war die Zeit, als der spätere Faschistenführer Benito Mussolini noch zum Freundeskreis der in Russland geborenen Führerin der italienischen Sozialisten gehörte. Angelica Balabanoff und Lenin verband ein spannungsvolles Verhältnis. Sie geriet mit ihm nicht zuletzt als Motor der sozialistischen Antikriegsbewegung Europas und als Organisatorin der Zimmerwalder Konferenzen gegen den Ersten Weltkrieg immer wieder aneinander: Sie wollte die Sozialistische Internationale, in deren Büro sie bis 1914 neben Rosa Luxemburg, August Bebel, Jean Jaures und Lenin mitgearbeitet hatte, erneuern, Lenin wollte die Internationale spalten. Die Niederschlagung der ungarischen Revolution im November 1956 veranlasste Angelica Balabanoff, das Schweigen zu brechen.

ISBN 978-3-320-02353-9 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)