Die alte Weltordnung zerfällt vor unseren Augen: Die USA und Israel greifen den Iran an. Russland und China verbünden sich und lehnen die globale Vorherrschaft der USA ab. Die NATO-Staaten scheitern mit ihrem Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland. Durch die Unterstützung des Genozids in Gaza verliert der Westen an moralischer Glaubwürdigkeit. US-Präsident Donald Trump verunsichert die Europäer und droht, Grönland zu übernehmen, nachdem er in Venezuela den Präsidenten entführen ließ. Nach einem "Jahrhundert der Erniedrigung" steigt China zu einer neuen Supermacht auf. Der Historiker Daniele Ganser ordnet die chaotisch wirkende Gegenwart und zeigt die spannenden historischen Wurzeln, die uns in den aktuellen Machtkampf der drei Giganten USA, Russland und China geführt haben. Vor uns entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die das 21. Jahrhundert prägen wird.
Weltwirtschaftskrise (Thema)
Vor mehr als zehn Jahren einigte sich die Welt in Paris auf ein Klimaabkommen, aber die Emissionen steigen weiter. Die Erneuerbaren boomen. Doch gleichzeitig wird mehr Kohle aus der Erde geholt als je zuvor. Auch die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Die Welt war nie gleich, aber wenn gerade mal 0,001 Prozent der Weltbevölkerung mehr besitzen als die ärmere Hälfte zusammen, dann nimmt die Ungleichheit monströse Züge an. Und wenn Trump, Netanjahu, Putin und Xi unverfroren Ansprüche auf fremde Territorien erheben, behandeln auch sie die Welt als Beute.
Wir befinden uns mitten in einem verheerenden weltweiten Umsturz, bei dem unsere bisherige Gesellschaft durch ein neues System ersetzt werden soll.
Der globale Staatsstreich zeigt, wie und warum dies geschieht, wer die Hintermänner sind - und was wir tun können, um sie zu stoppen.
Das Jahr 2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem der globale Staatsstreich eingeleitet wurde. Im historischen Kontext erscheinen die dramatischen Krisen der vergangenen Jahre als Teile eines wohlinszenierten Schachspiels - mit der vollständigen Kontrolle über den gesamten Planeten als ultimatives Ziel.
Info
Die Diplomatie ist tot. "Wenn das System scheitert, führen sie dich in den Krieg" – dieser düstere Leitsatz von Gerald Celente ist heute bittere Realität. Während die USA allein bis Juni über 130 Milliarden Dollar in die Konfliktherde der Ukraine, Israels und des Irans gepumpt haben, kämpft die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung an der „Main Street“ darum, Lebensmittel und Benzin zu bezahlen. Das „amerikanische Jahrhundert“ erstickt an seiner eigenen Hybris.
Dieser Beitrag basiert auf der Videoaufzeichnung „Gerald Celente: Entdollarisierung, Goldrallye & Niedergang des Westens" und wurde mithilfe von NotebookLM (Gemini Notebook) erstellt.
Gott-Komplex
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Nun haben sie es getan. Israel und USA bombardierten in völliger Missachtung des Völkerrechts den Iran und haben einen Krieg begonnen, den Netanjahu nach eigenen Aussagen seit 40 Jahren geplant hat. So ist es nicht verwunderlich, dass Israel und Netanjahu persönlich den US-Präsidenten Donald Trump seit Jahren von der Gefährlichkeit des „Mullah“-Staates überzeugen wollen. Von dieser psychologischen Kriegsführung mit Attentatsversuchen und der Beteiligung des FBI berichtet Max Blumenthal in dieser Ausgabe in einem Interview mit Chris Hedges.
Ob Finanzkrise, Wirecard-Skandal oder die Cum-Ex-Geschäfte der Warburg Bank – die Politik rollte den Gangstern im Nadelstreifen den Teppich aus. Wie kann das sein?
Kaum jemand kennt die Gründe und Hintergründe besser als Fabio De Masi, der Berühmtheit als «Finanzdetektiv» erlangte. Nicht zuletzt, weil er als erster Politiker vor Wirecard warnte, als man in der Regierung noch von einem deutschen Börsen- und Internet-Wunder sprach.
Editorial:
Die »regelbasierte Weltordnung« ist am Ende. Das ist nicht neu, seit dem Weltwirtschaftsforum von Davos 2026 aber offiziell. Ursache ist nicht die erpresserische Taktik der Trump-USA: Die ehemalige Supermacht hat schon immer ihre Interessen rücksichtslos durchgesetzt. Trump mag dies auf eine aggressivere Art tun als frühere US-Präsidenten, mehr aber auch nicht. Verändert hat sich die Interessenslage. Der ›Westen‹ musste realisieren, dass die Weltordnung der liberalen Märkte den Aufstieg neuer Konkurrenten aus dem Globalen Süden nicht verhindert hat. Die »ehemaligen Hinterländer des Kapitals« (Luxemburg) erkennen die Oberhoheit des Westens nicht mehr an, gehen ihre eigenen (kapitalistischen) Wege. Das wollen die ›Vorderländer‹ des Kapitals nicht akzeptieren und instrumentalisieren die Außenwirtschaftsbeziehungen zu machtpolitischen
Zwecken – dem können auch ›Freunde‹ zum Opfer fallen. Ausdruck veränderter internationaler Kräfteverhältnisse ist der politisch-ökonomische Machtzuwachs der BRICS-Gruppe, ...
Links, gerecht, ökologisch - Thomas Pikettys neue Interventionen
Was tun, wenn die Welt brennt und die Reichsten noch Öl ins Feuer gießen? Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern globale Lösungen, während paradoxerweise der Nationalismus ein Comeback feiert. Für Thomas Piketty gibt die weltpolitische Lage nicht nur Anlass zur Sorge, sondern auch zu einer erneuten Intervention im Namen echter Veränderung. In dieser Auswahl seiner Kolumnen aus den Jahren 2020 bis 2025 widmet er sich der ökonomischen Ungleichheit in Zeiten der ökologischen Krise und der Frage, wie wir beides endlich überwinden können.
Die neue Vision für eine Gesellschaft jenseits von Fortschrittsglauben und Klimaschutz-Optimismus
In seinem neuen Buch zieht Kohei Saito eine ernüchternde Bilanz: Teile der Umwelt, die unseren Wohlstand zuverlässig sicherte, sind bereits zerstört. Autoritäre Kräfte und Kriege überziehen die Welt, und gleichzeitig stagniert das Wirtschaftswachstum im globalen Norden. Der Kapitalismus scheitert an einer von Techno-Oligarchen beherrschten Welt. Krise als Chance? Nein, sagt Saito, was nun folgt, ist eine Ära chronischer Notlagen.
Das Über regiert: Überspekulation, Überakkumulation, Überschuldung und Überverschmutzung. Es ist die spekulative Kapitalisierung, die – untrennbar verbunden mit dem Aufstieg der vernetzten Computer – in Folge von ekstatischen Steigerungsexzessen zum Über geführt hat. Die daraus resultierenden ökonomischen, sozialen und geopolitischen Spannungen und Konflikte, für deren Kennzeichnung der Begriff der »Polykrise« gebraucht wird, lassen am Horizont das Zeitalter der Katastrophe heraufziehen.