Links, gerecht, ökologisch - Thomas Pikettys neue Interventionen
Was tun, wenn die Welt brennt und die Reichsten noch Öl ins Feuer gießen? Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern globale Lösungen, während paradoxerweise der Nationalismus ein Comeback feiert. Für Thomas Piketty gibt die weltpolitische Lage nicht nur Anlass zur Sorge, sondern auch zu einer erneuten Intervention im Namen echter Veränderung. In dieser Auswahl seiner Kolumnen aus den Jahren 2020 bis 2025 widmet er sich der ökonomischen Ungleichheit in Zeiten der ökologischen Krise und der Frage, wie wir beides endlich überwinden können.
Thomas Piketty (Jahrgang 1971) ist ein französischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der École des hautes études en sciences sociales in Paris. Er zählt zu den international bekanntesten Vertretern der empirischen Ungleichheitsforschung und befasst sich schwerpunktmäßig mit Einkommens- und Vermögensverteilung, Steuerpolitik und langfristiger Wirtschaftsentwicklung. Piketty war Mitbegründer der World Inequality Database, die historische und vergleichende Daten zu globaler Ungleichheit bereitstellt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er insbesondere mit dem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, in dem er historische Datenanalysen mit wirtschaftstheoretischen Schlussfolgerungen verbindet. In weiteren Veröffentlichungen entwickelte er seine Analysen zu Eigentumsstrukturen, politischer Ideengeschichte und demokratischer Steuerung wirtschaftlicher Ungleichheit weiter. Er war zuvor Professor an der Paris School of Economics und lehrte zeitweise auch am Massachusetts Institute of Technology. Piketty tritt regelmäßig in internationalen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Debatten auf und veröffentlicht neben wissenschaftlichen Arbeiten auch Essays für eine breitere Öffentlichkeit. Seine Arbeit hat die Diskussion über soziale Ungleichheit, Besteuerung hoher Vermögen und wirtschaftspolitische Reformen nachhaltig geprägt.
Wikipedia (DE): Thomas Piketty | Website: Piketty