Aktuell
Das Außenlager Flößberg war von Dezember 1944 bis April 1945 als Außenstandort des Konzentrationslagers Buchenwald in Betrieb. Jüdische wie nichtjüdische Männer aus ganz Europa wurden hier für den Leipziger Rüstungskonzern HASAG ausgebeutet, misshandelt und getötet: »Ein Tag in Flößberg«, so ein ehemaliger Gefangener, »war wie ein ganzes Leben im Tod. Der Dreck, der Schlamm, die Qualen, die Brutalität, das war jenseits aller Vorstellungskraft.«
Dieses Buch versucht, Flößberg als Teil des NS-Ausbeutungs- und Vernichtungssystems sichtbar zu machen. Es soll die Stimmen einiger der unzähligen Menschen, die hier zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, bewahren, und die Verantwortlichen im System verorten.
Der Ausbruch der Französischen Revolution löste auch im südpfälzischen Raum Unruhen und vor allem Hoffnung auf ein Ende der feudalen Herrschafts-, Rechts- und Besitzverhältnisse aus.
Im Zentrum des Buches stehen die Ereignisse im damaligen pfalz-zweibrückischen Amt Bergzabern und in Gemeinden der südpfälzischen Umgebung. Die Einwohner sagten sich von ihrer Herrschaft los, erklärten alle feudalen Rechte für erledigt und übernahmen in Eigenregie die Verwaltung ihrer Gemeinden mit von ihnen gewählten Bürgermeistern. In Fortführung älterer Formen beschworen sie untereinander ein genossenschaftliches Verhältnis und richteten mit einem eigenen Landtag ein frühdemokratisches Beratungs- und Beschlussgremium unter Leitung eines Präsidenten ein.
»Ein Unbehagen, eine tiefe Verunsicherung, eine stille, unterschwellige Wut«, das sei das gemeinsame Erbe der letzten Kinder der DDR, so Sabine Rennefanz. Als die Mauer fiel, war sie 15 Jahre alt und gehörte damit zur gleichen Generation wie die Mörder des NSU. 2011, unter dem Eindruck der Bekennervideos von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und angestoßen von den Vorurteilen in der Ost-West-Debatte, begibt Rennefanz sich auf eine nachdenkliche Suche nach Spuren, Mustern und Zusammenhängen, nach Heimat und nach der Identität ihrer Generation – den Eisenkindern.
Gore Vidal sieht die Attentate des 11. September nicht losgelöst als "Angriff auf die westliche Zivilisation", sondern begründet im Verhalten der USA als einer "imperialen Nation"; er erkennt Parallelen zwischen Amerikas gewalttätiger Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten und der Einschränkung der Grundrechte der amerikanischen Bürger, spätestens nach dem Oklahoma-Attentat von 1995 und Präsident Clintons Anti-Terror-Programm, das dem FBI militärische Mittel gegen das eigene Volk erlaubt.
Die Liste der einschneidenden Zugeständnisse für Präsident Bushs "War against Terror" ist nur die konsequente Folge. Wie weit die Einflußnahme bereits andere souveräne Staaten ergriffen hat, zeigt das Beispiel der Bundesrepublik Deutschland: Von der widerstandslosen Hinnahme des Abbaus der individuellen Rechte über die kritiklose Übernahme der Klassifizierung von "Schurkenstaaten" bis hin zur Forderung des Bundeskanzlers nach einer "Ermächtigung", deutsche Soldaten nach Afghanistan zu schicken... Als Folge einer Tat die im Ausland begangen und nach deren Gründen nicht gefragt wurde.
»Ohne politischen Streik keine Demokratie«!
Angesichts aktueller Herausforderungen streitet das Buch dafür, das gescholtene Arbeitskampfmittel wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.
- Schülerstreiks gegen Wehrpflicht, aber kaum politische Streiks von Lohnabhängigen?
- Arbeitsniederlegungen gegen die Rentenpolitik in Frankreich, nicht aber in Deutschland?
- Warum soll hier verboten sein, was dort gutes Recht ist?
Dieses Buch über die autonome Bewegung der Achtzigerjahre versucht das originäre Lebensgefühl und militante Sozialmilieu der damaligen Handlungsfiguren sowie deren gesellschaftlichen Vorstellungen möglichst genau und lebendig zu rekonstruieren. Die Autonomen brachen mit den überkommenen Vorstellungen der bisherigen Linken und starteten etwas erfrischend Neues.
Von einer starken gegenkulturellen Mentalität geprägt, erzielten die autonomen Protagonist:innen eine erstaunliche politische und soziale Breitenwirkung.
Eine Biografie des legendären Historikers Howard Zinn, die sein Leben und Werk als progressive Ikone und Vordenker vor dem Hintergrund der Zeit beleuchtet, die ihn und die Vereinigten Staaten von Amerika prägte.
Vom Kolumnisten des Magazins „The Nation“ und New-York-Times-Bestsellerautor Dave Zirin.
Seit über 65 Jahren läuft die US-Kriegsmaschinerie auf Autopilot. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden wir darauf konditioniert, Amerikas Motive für den „Export“ von Demokratie als ehrenhaft, ja sogar edel, zu betrachten.
In diesem aufrüttelnden und provokanten Buch argumentiert William Blum, ein führender Kritiker der US-Außenpolitik und Autor des kontroversen Bestsellers „Rogue State“, dass nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte.
Weimar: Heimat der deutschen Hochkultur und Epizentrum der Nazi-Barbarei. Wie kein anderer Ort im Land steht Weimar für Licht und Dunkelheit, für das Trauma des 20. Jahrhunderts, das Scheitern der Demokratie.
Die renommierte Historikerin und Bestsellerautorin Katja Hoyer versteht es glänzend, Geschichte lebendig werden zu lassen. In ihrem neuen Buch erzählt sie die Geschichte und die Geschichten der Menschen von Weimar - der berühmten und der unbekannten - und zeigt, wie individuelle und gemeinschaftliche Entscheidungen eine Demokratie aufrechterhalten, aber auch zerstören können.
Kathrin Fischer, Host des Podcasts »Erschöpfung statt Gelassenheit«, setzt sich kritisch mit dem Achtsamkeits- und Selbstfürsorgetrend auseinander.
Meditation, Journaling, Atemübungen – immer mehr Menschen nutzen Achtsamkeitspraktiken als Zuflucht vor den Krisen unserer Zeit. Doch statt zu mehr Ruhe und innerer Stärke zu führen, treiben diese Techniken nicht selten noch tiefer hinein in das Hamsterrad aus Selbstoptimierung und Erschöpfung. Achtsamkeit ist längst nicht mehr bloß eine persönliche Praxis, sondern hat sich zur Ideologie entwickelt, die gesellschaftliche Missstände individualisiert, negative Gefühle als unzulässig darstellt und die Gesellschaft weiter spaltet.





