Gefangen in Flößberg
Die Geschichte des Buchenwalder Außenlagers 1944 bis 1945
Das Außenlager Flößberg war von Dezember 1944 bis April 1945 als Außenstandort des Konzentrationslagers Buchenwald in Betrieb. Jüdische wie nichtjüdische Männer aus ganz Europa wurden hier für den Leipziger Rüstungskonzern HASAG ausgebeutet, misshandelt und getötet: »Ein Tag in Flößberg«, so ein ehemaliger Gefangener, »war wie ein ganzes Leben im Tod. Der Dreck, der Schlamm, die Qualen, die Brutalität, das war jenseits aller Vorstellungskraft.«
Dieses Buch versucht, Flößberg als Teil des NS-Ausbeutungs- und Vernichtungssystems sichtbar zu machen. Es soll die Stimmen einiger der unzähligen Menschen, die hier zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, bewahren, und die Verantwortlichen im System verorten.
Um diese Strukturen zu verstehen, braucht es mehr als nur den Blick auf einzelne Gewaltausübende und auf den Ort des Geschehens. Es braucht die Details, die Biografien, den Vergleich, um den beispiellosen Terror nachzuvollziehen.
Flößberg war Teil des HASAG-Rüstungskonzerns, Element des Buchenwalder Außenlagerkomplexes, Produkt des gesamten KZ-Systems und Baustein der Shoah. Wer aber waren die Menschen, die hier ausgebeutet wurden, wer die Verantwortlichen?
Pressestimmen
»Viel Arbeit haben Moritz Grote und Wolfgang Heidrich investiert, um die Geschichte des KZ Flößberg, eines Außenlagers von Buchenwald, zu erforschen.« Leipziger Volkszeitung, 16. Juli 2024
»In allen Biographien und Texten (werden) die Häftlingsschicksale lebendig. (…) (Eine) verdienstvolle( ) regionale( ) Forschungsarbeit.« Ulrich Schneider in: Die Glocke vom Ettersberg, III/2024
Quelle der Pressestimmen: zu Klampen (23.09.2026)