Gore Vidal sieht die Attentate des 11. September nicht losgelöst als "Angriff auf die westliche Zivilisation", sondern begründet im Verhalten der USA als einer "imperialen Nation"; er erkennt Parallelen zwischen Amerikas gewalttätiger Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten und der Einschränkung der Grundrechte der amerikanischen Bürger, spätestens nach dem Oklahoma-Attentat von 1995 und Präsident Clintons Anti-Terror-Programm, das dem FBI militärische Mittel gegen das eigene Volk erlaubt.
Die Liste der einschneidenden Zugeständnisse für Präsident Bushs "War against Terror" ist nur die konsequente Folge. Wie weit die Einflußnahme bereits andere souveräne Staaten ergriffen hat, zeigt das Beispiel der Bundesrepublik Deutschland: Von der widerstandslosen Hinnahme des Abbaus der individuellen Rechte über die kritiklose Übernahme der Klassifizierung von "Schurkenstaaten" bis hin zur Forderung des Bundeskanzlers nach einer "Ermächtigung", deutsche Soldaten nach Afghanistan zu schicken... Als Folge einer Tat die im Ausland begangen und nach deren Gründen nicht gefragt wurde.