Lässt sich der koloniale Genozid in Amazonien messen? Forscherstreit über Pollen in Seen und die CO 2 -Konzentration der Atmosphäre als Maß der vorkolonialen Bevölkerung im Regenwald. Von Norbert Suchanek, Rio de Janeiro Neues Deutschland 09.07.2021
Neokolonialismus (Thema)
Eine politische Reflektion über die transformative Kraft des Hoffens als Widerstandspraxis
In einer von Krisen erschütterten Welt, in der soziale Proteste und die Forderung nach Frieden und Gerechtigkeit in Gewalt und Zynismus untergehen, begibt sich die Protagonistin Leo auf die Suche nach Hoffnung. Wie entsteht sie und wie kann man sie erhalten in einer Zeit, in der es leichter geworden ist, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus? Leo spricht mit Aktivist_innen und fragt nach ihren Wünschen für die Zukunft.
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Fabian Lehr anlysiert den Imperialismus auf Basis der leninistischen Tradition. Es untersucht die historische Entwicklung vom vormodernen Kolonialismus zum modernen Imperialismus, definiert dessen ökonomische Kernmerkmale und beleuchtet die aktuelle geopolitische Lage im Kontext des globalen Wettbewerbs.
Die erste kritische Geschichte des berühmten Albert Schweitzer Spitals als Hilfsprojekt, das trotz seiner humanitären Ausrichtung in koloniale Haltungen verstrickt blieb.
Albert Schweitzers Spital in Lambarene galt Generationen von Menschen in Europa und Amerika als Inbegriff humanitärer medizinischer Hilfe. Mit der afrikanischen Unabhängigkeit wurde es zunehmend als Beispiel einer rückständigen und unerwünschten Form der Unterstützung wahrgenommen. Das Buch liefert auf der Grundlage von reichhaltigem Archiv- und Bildmaterial erstmals eine kritische Geschichte des Spitals.
Grüner Kolonialismus - Die dunklen Machenschaften der NGO «African Parks»
Die NGO «African Parks» verwaltet 22 große Naturparks in Afrika und gilt als Erfolgsgeschichte. Doch was und wer steckt wirklich dahinter? Olivier van Beemen deckt in seinem fesselnden Buch die staatsähnlichen Strukturen, die Macht der African-Parks-Milizen und das rücksichtslose Vorgehen gegen die lokale Bevölkerung auf. Kritiker sprechen von «grünem Kolonialismus». Oder ist es der alte Kolonialismus in neuem Gewand?
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1.0 Einleitung: Definition einer neuen globalen Ära
Die Welt befindet sich in einer Phase tiefgreifender geopolitischer Umwälzungen, die durch neue und eskalierende Konflikte gekennzeichnet ist. Um diese Entwicklungen strategisch zu deuten, ist ein neues analytisches Vokabular erforderlich. Der Begriff des Hyperimperialismus beschreibt ein neues, gefährliches und dekadentes Stadium des Imperialismus, das die heutigen globalen Machtverhältnisse prägt. Die strategische Notwendigkeit, dieses Konzept zu verstehen, liegt in seiner Fähigkeit, die Mechanismen hinter den wachsenden Spannungen, wirtschaftlichen Verwerfungen und militärischen Konfrontationen zu entschlüsseln.
Schon seit vielen Jahren zeichnet sich die Erosion der bisherigen liberalen, regelbasierten und werteorientierten internationalen Ordnung ab, und spätestens seit der erneuten Wahl von Donald Trump nimmt sie rasant Fahrt auf. Die Rede ist von einer Vorkriegszeit und Europa erscheint ratlos.
Die hektischen Versuche, durch eine massive Aufrüstung in Deutschland wieder handlungsfähig zu werden, verdecken das Fehlen einer europäischen Strategie. Europa droht zwischen den großen Weltmächten zerrieben zu werden.
Eine investigative Reportage über das dreckige Geschäft mit unserem Müll
Mülldeponien auf der ganzen Welt sind überfüllt. Über die täglich anfallenden Millionen Tonnen von Müll entstehen fast überall regelrechte Kriege. Der Müll wird illegal entsorgt oder als heiße Ware verschifft, verkauft oder geschmuggelt.
Ob es um den Einsatz gegen die Apartheid in Südafrika, die Verbreitung panafrikanischer Ideen, Solidaritätsarbeit mit Ländern der »3. Welt« oder den Kampf gegen strukturellen und alltäglichen Rassismus in der Mehrheitsgesellschaft der BRD ging: Afrikanische Linke waren und sind in Deutschland schon lange sozial, kulturell und politisch aktiv.
Dieses Buch deckt die Schattenseiten der grünen Wende auf.
Die Klimakrise duldet keinen Aufschub - doch sind die Lösungen des Globalen Nordens wirklich nachhaltig? Während Europa und Nordamerika auf erneuerbare Energien, Elektroautos und Wasserstoff setzen, bleibt eine unbequeme Wahrheit verborgen: Diese Wende basiert auf dem massiven Abbau strategischer Rohstoffe im Globalen Süden. Unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit entstehen neue Ungerechtigkeiten - für Mensch und Umwelt.
EDITORIAL
Liebe Leserinnen, liebe Leser, leben Sie noch gerne im besten Deutschland aller Zeiten? Ich nicht. Ich finde es passt, dass sich dieses Land, seine Politik und seine Medien immer öfter immer massiver selbst loben. Müssen. „Unsere“ Demokratie sei in Gefahr, heißt es, deshalb müsse sich die Bevölkerung hinter den angeblich seriösen Parteien, Interessengruppen und Medien versammeln, um zu verhindern, dass DunkelmännerInnen die Gesellschaft übernehmen.