Und dann der Regen. Von Icíar Bollaín

Berlinale 2011 – Panorama Publikumspreis.

Der junge spanische Regisseur Sebastián will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents. Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt. Die Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten.

Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis in Cochabamba soziale Unruhen ausbrechen. Die Wasserversorgung der Region wurde an einen internationalen Konzern verkauft, der nach rigorosen Preiserhöhungen nun sogar das Auffangen von Regenwasser untersagt hat.

EAN 4047179673181     8,99 €  Portofrei     Bestellen

Die Proteste der lokalen Bevölkerung eskalieren zum offenen Aufstand. Die spanische Filmcrew um Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten nicht ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel ist einer der Anführer des Wasseraufstands.

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Der Film entstand nach einem Drehbuch von Paul Laverty, der oft mit KenLoach zusammengearbeitet hat. Icíar Bollaín: „Pauls Buch stellte mich voreine große und aufregende Herausforderung: nämlich drei Filme in einemzu drehen. Erstens ein Historiendrama, zweitens die gegenwartsnaheGeschichte um den Wasserkrieg und drittens einen Film, der die Dreharbeiten mit den persönlichen Erfahrungen der Hauptfiguren Sebastiánund Costa verknüpft und mit den Entscheidungen, zu denen sie gezwungen sind."

Zum Glück inszeniert Regisseurin Bollain ihre Bilder sehr behutsam und zurückhaltend, so dass am Ende zwar immer noch der Humanismus gewinnt, dies passiert allerdings durch sehr nüchterne und nahezu pathosfreie Bilder. Kritik von Patrick Wellinski → filmszene.de 27.12.2011

Ist ein Film das Wichtigste auf der Welt? – Ein Team von Europäern, die in Bolivien einen Film über Kolumbus drehen, wird von der Realität eingeholt. Als es zu Unruhen kommt, müssen sich die Filmleute entscheiden, ob sie weitermachen, flüchten oder der unterdrückten indigenen Bevölkerung helfen wollen. → programmkino.de ohne Datum

Der Film auf Wikipedia

Die Regisseurin auf Wikipedia

Homepage zum Film

Presse:

»Neu und lebendig, mit Poesie, Leidenschaft, ungewöhnlicher Wärme und den fantastischen Leistungen eines begnadeten Ensembles!« (The Washington Post) »Icíar Bollaíns vielfach preisgekrönter Film lebt von den großartigen Bilder des Kameramanns Alex Catalán, von dem bestechenden Darsteller-Trio Bernal-Tosar-Aduviri und seinen geschickten, ironischen Perspektivwechseln. Ein Arthouse-Film, der zum Spannungsthriller wird!« (Berliner Morgenpost)

„Glänzend gefilmt … Die Szenen des Wasseraufstands sind von fast dokumentarischer Unmittelbarkeit, die Film-im-Film-Szenen von Kolumbus’ Ankunft und Feldzug haben eine Größe und Kraft, die an die Filme von Terrence Malick erinnern.“ New York Times

„Icíar Bollaín hat mit ihrem Film die Reihe exzellenter Filme über das Filmemachen, von »Sunset Boulevard« über »Hearts of Darkness« bis zu »The Player«, erweitert … Mit großer Menschlichkeit, bewegend und intelligent – nicht verpassen!“ Montreal Mirror

Großartige Schauspieler, ein klug komponiertes Drehbuch und ein mitreißender Soundtrack – Iciár Bollains "También la Iluvia", hat alles, was ein publikumswirksamer Film braucht. Mehr noch: Bei dieser Geschichte über ein Filmteam, das ins bolivianische Cochabamba reist und dort in politische Wirren gerät, gehen einem gleich mehrfach die Augen auf. Badische Zeitung Prädikat: Unbedingt angucken. Radio Eins Wer jemals Sehnsucht nach großen Bildern und einer atemstockend spannenden Abenteuergeschichte hatte, der darf diesen Film nicht verpassen! ... Grandiose Bilder, tolle Darsteller und eine spannende, hoch dramatische Handlung – was will man mehr? Auf ins Kino. Cinecity MÜnchen

Iciar Bollains vielfach preisgekrönter Film lebt von den großartigen Bilder des Kameramanns Alex Catalán, von dem bestechenden Darsteller-Trio Bernal-Tosar-Aduviri und seinen geschickten, ironischen Perspektivwechseln. Ein Arthouse-Film,der zum Spannungsthriller wird. Berliner Morgenpost Herausragend Tip Berlin So ist UND DANN DER REGEN kein überfrachteter Thesenfilm geworden, sondern emotional ungemein packendes Kino mit Köpfchen. zitty

Ein emotionales und bildgewaltiges Kinodrama. Ein Großer Film. Kulturspiegel Regisseurin Iciar Bollain verfilmte mit „Und dann der Regen“ ein Drehbuch von Paul Laverty, der durch seine regelmäßige Zusammenarbeit mit Ken Loach bekannt wurde. Virtuos verwebt die Spanierin die wahren Begebenheiten des bolivianischen Wasserkrieges aus dem Jahre 2000 mit einer nicht minder engagierten Film-im-Film-Handlung, ohne je die immense Spannung zu brechen. Das Kinojahr 2011 findet mit einem großen Film ein versöhnliches Ende. Nordkurier

UND DANN DER REGEN ist kein Pamphlet in harten Schwarz-Weiß-Kontrasten und auch kein revolutionäres Rührstück. Der Film erzählt vielmehr spannend vom Filmgeschäft und vom Widerstand in Zeiten der Globalisierung und von Feigheit und Mut in Zeiten der Revolte. Deutschlandradio Kultur Film des Monats

Kämpferisch und raffiniert: Der spanische Publikumsliebling der Filmfestspiele 2011 dürfte so ganz nach dem Geschmack der protestgewohnten Stuttgarter sein. Lift Stuttgart Bollaín, vor acht Jahren bekannt geworden durch ihr romantisches Drama „Öffne meine Augen“, hat aus Lavertys Drehbuch auch dank der Bildgestaltung durch Alex Catalán einen großen Kinofilm gemacht. SÜdkurier

„Paul Laverty und Icíar Bollaín verflechten die aufregenden Momente eines Filmdrehs, die Explosion eines sozialen Aufstands und die historischen Exzesse der spanischen Konquistadoren in einem gekonnten Spannungsbogen zu einem Film, der gleichzeitig Autorenfilm und großes Spektakel ist.“ Paris Match

„UND DANN DER REGEN erzählt eine alte Geschichte neu und lebendig, mit Poesie, Leidenschaft und ungewöhnlicher Wärme. Nicht zuletzt geht es ums Kino selbst, um seine chronisch vereinfachenden Geschichtsdarstellungen, um die Verantwortung gegenüber den Menschen während der Produktion – und auf sehr subtile Weise auch um seine unausgesprochene Macht über kollektive Bilder und Vorstellungen. (...) Getragen von den fantastischen Leistungen eines begnadeten Ensembles, von seinen Settings in der großartigen Landschaft Boliviens, von der Unmittelbarkeit der Stadt-Sequenzen, verlässt sich der Film am Ende vielleicht etwas zu sehr auf die Hollywood-Zuspitzung zu einer Frage von Leben und Tod. Aber das ist unwichtig. Paul Laverty und Icíar Bollaín verdienen unsere Bewunderung für eine bewegende Geschichte, in der persönliche Beziehungen und Haltungen sich in tief verfestigten politischen und historischen Strukturen beweisen müssen.“ The Washington Post

„Der »Film-im Film« ist eine fast akrobatische Herausforderung. UND DANN DER REGEN meistert sie bravourös, indem er gekonnt zwischen den Zeitebenen wechselt und immer im Fluss der Erzählung bleibt. (...) Das fiktive Filmteam ist vor die Entscheidung gestellt: Einen Film weiterzudrehen, der sich auf die Seite der Indígenas schlägt, die vor 500 Jahren umgebracht wurden – oder sich heute an die Seite der Lebenden zu stellen. UND DANN DER REGEN hat in seiner Vielschichtigkeit den Mut, sich selbst diesem Zwiespalt auszusetzen.“ Libération

 

UND DANN DER REGEN - TAMBIÉN LA ILUVIA | Trailer
vipmagazin Youtube 10.12.2011

 

Erstellt: 09.07.2020 - 08:47  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:56

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