Schweitzers Lambarene
Ein globales Spital im kolonialen Afrika

Die erste kritische Geschichte des berühmten Albert Schweitzer Spitals als Hilfsprojekt, das trotz seiner humanitären Ausrichtung in koloniale Haltungen verstrickt blieb.

Albert Schweitzers Spital in Lambarene galt Generationen von Menschen in Europa und Amerika als Inbegriff humanitärer medizinischer Hilfe. Mit der afrikanischen Unabhängigkeit wurde es zunehmend als Beispiel einer rückständigen und unerwünschten Form der Unterstützung wahrgenommen. Das Buch liefert auf der Grundlage von reichhaltigem Archiv- und Bildmaterial erstmals eine kritische Geschichte des Spitals. 

ISBN 978-3-8353-5672-6 1. Auflage 27.11.2024 32,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
ISBN 978-3-8353-8106-3 1. Auflage 27.11.2024 Kostenlos Download (PDF) von www.wallstein-open-library.de

Die Autoren beschreiben die wechselnden Ideen und Hoffnungen des Gründers und Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer und seiner Mitarbeitenden, das medizinische Angebot, den Alltag der Patientinnen und Patienten und die Organisation eines internationalen Netzwerks von Unterstützenden. Das Spital sollte mit einfacher, aber wirkungsvoller Medizin nicht nur den Menschen in Afrika helfen, sondern auch den Geist der Menschlichkeit im Westen erneuern.

Schweitzers Lambarene erzählt die Geschichte eines großen Hilfsprojekts, das trotz seiner humanitären Ausstrahlung in koloniale Haltungen verstrickt blieb.

Mehr Infos

Inhaltsverzeichnis

Wikipedia (DE): Albert-Schweitzer-Spital

Wikipedia (DE): Lambaréné

Rezension / Review

(...) The picture this book paints of the hospital, Schweitzer, the patients, and the staff is meticulously detailed and multifaceted, allowing for a more complex yet critical appreciation of the institution than has previously been possible. Herein lies the great value of the book. This is further aided by the many photographs illustrating the various subjects. The work will be especially useful for readers interested in Schweitzer, as well as those interested in the history of hospitals and healthcare in Africa. By Max Hufschmidt H / Soz / Kult 24.07.2025

Autoreninfos

Hines Mabika ist Medizinhistoriker und assoziierter Forscher an der Universität Bern. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kolonialgeschichte und Medikalisierung Afrikas sowie Netzwerke und Philanthropie im 19.–21. Jahrhundert. (Stand 06.02.2026)

Hubert Steinke (* 22. September 1966 in Niederbipp) ist ein Schweizer Medizinhistoriker. 

Wikipedia (DE): Hubert Steinke

Tizian Zumthurm hat am Institut für Medizingeschichte in Bern mit einer Arbeit zur medizinischen Praxis im Albert-Schweitzer-Spital zur Kolonialzeit promoviert. Danach hat er am Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History zu partizipativen Ansätzen in der Geschichtsschreibung geforscht. Zur Zeit arbeitet er auf der schweizerischen Geschäftsstelle für Citizen Science. (Stand 06.02.2026)

Erstellt: 06.02.2026 - 09:55  |  Geändert: 06.02.2026 - 10:32