Dependenztheorie (Span. Abhängigkeit) ist der Oberbegriff für eine Mitte der 1960er Jahre ursprünglich in Lateinamerika entstandene Gruppe von in ihren Grundannahmen eng verwandten Entwicklungstheorien, die die Existenz hierarchischer Abhängigkeiten (Dependenzen) zwischen Industrie- (Metropolen) und Entwicklungsländern (Peripherien) betonen und die Entwicklungsmöglichkeiten der Dritten Welt durch dieses Hierarchieverhältnis als begrenzt sehen. 

Wikipedia (DE): Dependenztheorie

4. Auflage 24.04.2026 , Deutsch

Lateinamerika war das «erste Amerika» im Zeitalter der Entdeckungen. Es war die Säule der ersten europäischen Kolonialreiche und Schnittstelle riesiger Menschen- und Warenströme aus vier Kontinenten. Doch schon lange vor den «entdeckenden» Europäern hatten die ursprünglichen Bewohner die Geschichte Lateinamerikas gestaltet, das zum Land der Befreiung vom Kolonialismus, aber auch zum Kontinent der Diktatoren wurde. Im Zeitalter der neuen Globalisierung bleibt Lateinamerika ein Brennpunkt und ein Labor von Entwicklungen, die weit über den Kontinent hinausweisen.

ISBN 978-3-406-85105-6 4. Auflage 24.04.2026 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) durchgesehene Auflage

1.0 Einleitung: Definition einer neuen globalen Ära

Die Welt befindet sich in einer Phase tiefgreifender geopolitischer Umwälzungen, die durch neue und eskalierende Konflikte gekennzeichnet ist. Um diese Entwicklungen strategisch zu deuten, ist ein neues analytisches Vokabular erforderlich. Der Begriff des Hyperimperialismus beschreibt ein neues, gefährliches und dekadentes Stadium des Imperialismus, das die heutigen globalen Machtverhältnisse prägt. Die strategische Notwendigkeit, dieses Konzept zu verstehen, liegt in seiner Fähigkeit, die Mechanismen hinter den wachsenden Spannungen, wirtschaftlichen Verwerfungen und militärischen Konfrontationen zu entschlüsseln.

23.02.2021 , Deutsch

John Perkins war ein Economic Hit Man. Er überzeugte im Auftrag von Großkonzernen Entwicklungsländer, sich für den Bau von riesigen Infrastrukturprojekten bei der Weltbank und anderen von den USA kontrollierten Institutionen zu verschulden. Damit gaben diese den Institutionen wirksame Druckmittel in die Hand, um deren eigene Interessen im jeweiligen Land durchzusetzen. Mit der Erkenntnis, dass seine Arbeit in Wirklichkeit nur eine neue Form des Kolonialismus war, wandte er sich davon ab. Seine Erfahrungen verarbeitete Perkins in seinem Buch Bekenntnisse eines Economic Hit Man, das zum weltweiten Millionenbestseller wurde.

ISBN 978-3-95972-391-6 23.02.2021 18,99 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
01.03.2016 , Deutsch
Von Andre Gunder Frank, Übers. Ingrid von Heiseler, Einleitung Andrea Komlosy
Der Ökonom Andre Gunder Frank stellt in seinem Buch "ReOrient" die herkömmliche eurozentrische Ansicht der Weltgeschichte auf den Kopf, die die europäische Expansion seit dem 16. Jahrhundert als langfristigen Aufstieg des Westens deutet. Dieser Sichtweise stellt er die Zentralität Asiens, insbesondere Chinas, entgegen: hier konzentrierten sich zwischen 1400 und 1800 politische Macht, ökonomische Innovation und soziale Stabilität. Um an die weltweit begehrten asiatischen Artikel heranzukommen, setzten westeuropäische Kolonialmächte lateinamerikanisches Silber ein, das in Asien wiederum die Kommerzialisierung und den Austausch beförderte.
ISBN 978-3-85371-404-1 01.03.2016 39,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)