Aktuell
Die »Zeitenwende« ist kein Ausnahmezustand am Rand der Gesellschaft. Sie greift mitten hinein in Betriebe, Schulen, Pflege, Arbeitsagenturen – und in die Gewerkschaften.
Dieses Buch zeigt, wie der Umbau zur Kriegstüchtigkeit mit einem Angriff auf Sozialstaat, Tarifrechte und betriebliche Mitbestimmung einhergeht. Während Milliarden für Waffen und Militär mobilisiert werden, geraten Löhne, Daseinsvorsorge und demokratische Rechte unter Druck. Was bedeutet Sozialpartnerschaft, wenn der Staat auf Kriegswirtschaft umstellt?
Zwischen Libanon und Tirol: Aus einer Reportage über die Graffitiszene in Beirut wird eine Reise in die dunkle Vergangenheit der eigenen Familie.
Größer könnte der Kontrast nicht sein: Gerade noch in Beirut, kehrt der Mann, der hier erzählt, in das Bergdorf in Tirol zurück, aus dem er stammt. Die Wintersaison ist vorbei, alles ist wie ausgestorben, in Ruhe will er an seiner Reportage über die Kunstszene im Libanon arbeiten. Doch Rami, ein Sprayer, den er auf seiner Reise getroffen hat, ruft in ihm Erinnerungen wach, die bis in seine Kindheit zurückreichen: ...
Wie Diskriminierung die Verbreitung von Infektionskrankheiten beeinflusst
AIDS, Cholera, die Spanische Grippe - die Folgen von Epidemien werden auch durch menschliches Handeln bestimmt. Nicht-weiße Menschen sind schwerer von solchen Ereignissen betroffen und haben ein höheres Sterberisiko. Kolonialismus, Ausgrenzung und Rassismus potenzieren Krankheitsausbrüche und vergrößern das Leid. Diese fatalen Unterschiede zeigt Edna Bonhomme in ihrem Buch, in dem sie eine spannende Reise durch die Zeit der Krankheiten und Seuchen unternimmt: ...
"Blühende Landschaften mit ansteigendem Bocksgesang" ist ein kritisch-ironisches Stück über die deutsch-deutsche Vereinigung, den ökonomischen Kollaps der Nachwende-Zeit und die kollektiven Schocks und Entwertungserfahrungen der Ostdeutschen. Eine Farce, in der zwei Narren, West-Narr und Ost-Närrin, die Bürgerrechtlerin Johanna und der Treuhand-Chef Rauler die Hauptrollen spielen.
Michael Schneider, Wiesbadens Kultur-und Konell-Preisträger, fährt in diesem Stück Versatzstücke einer ganzen Theatergeschichte von Shakespeare bis Brecht auf: ...
Hamburg 1938. Die Welle des Faschismus und seines Erfolges gipfelt. In Hamburgs Zuchthaus sitzen vier verurteilte Antifaschisten. Ihre Hinrichtung hat sich verzögert, weil der viel beschäftigte Henker krank geworden ist. Und da ist ein Schlachtermeister, alter Etappensoldat des vorigen Krieges, der Gefreite Albert Teetjen. Es geht ihm schlecht, ihn drücken Schulden, die Warenhäuser auf der einen Seite, der sinkende Verdienst der Masse auf der anderen haben sein Geschäft fast ruiniert. Seine Frau Stine rät ihm, an seinen alten Unteroffizier Footh zu schreiben, der nach der Arisierung der jüdischen "Thetis"-Schiffe ein erfolgreicher Reeder und Senator in der Hamburger Bürgerschaft geworden ist. Der verschafft ihm den Job, das Urteil an den Vieren für 2000 Mark zu vollstrecken - und Teetjen tut es.
In den Zeiten von Trump, AfD und Social-Media-Shitstorms scheint es fast unmöglich geworden zu sein, ein vernünftiges Gespräch mit einem Gegenüber zu führen, das eine andere Meinung vertritt. Hitzige Debatten über kontroverse Themen führen oft zu Beschimpfungen und Schuldzuweisungen, was jede Möglichkeit eines produktiven Diskurses verhindert.
In Die Kunst, schwierige Gespräche zu meistern zeigen die Kommunikationsexperten Dr. Peter Boghossian und Dr. James Lindsay originelle Wege, wie Sie effektiv diskutieren, schlichten, behutsam überzeugen und so konstruktive Diskussionen führen können - auch wenn die Geister gespalten sind.
Als Donald Trump zum ersten Mal Präsident wurde, ging ein Richard Rorty zugeschriebenes Zitat viral: Wenn die »kulturelle Linke«, so Rorty 1998, materielle Fragen weiterhin ignoriere, werde es einen Bruch geben - »something will crack«. »Ärmere Wähler« würden einen starken Mann an die Macht bringen, es drohe eine Rückkehr des Sadismus.
So hellsichtig diese Prognose war, hat der Fokus auf die »woken« Linken und die »Verlierer« in Debatten über Trump & Co. doch einen blinden Fleck erzeugt. Geht man davon aus, dass Politiker wie Trump, Tino Chrupalla oder der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis sich auch selbst wählen, kommt schließlich eine andere »Klassenfraktion« in den Blick: konservative Männer, die ihr eigenes Unternehmen leiten.
Tino Chrupalla ist Malermeister. Das war er, bevor er Politiker wurde, und er ist es geblieben, selbst als Bundesvorsitzender der stärksten Oppositionspartei Deutschlands. In diesem Buch erzählt er, wie beides zusammengehört.
Dies ist keine politische Streitschrift, sondern die Geschichte eines Mannes, der noch weiß, wie man einen Dübel setzt, und sich daran immer erinnern wird.
Ein richtungsweisendes Buch für die Schule von morgen
Zur Schule gehen ohne Angst und Stress, dafür mit viel Eigenmotivation, Lernerfolg und Freude? In der vielfach ausgezeichneten Alemannenschule in Baden-Württemberg ist das bereits gelebte Realität. Schulleiter Stefan Ruppaner hat im öffentlichen Schulsystem eine neue Schulform etabliert, ohne Frontalunterricht, ohne feste Prüfungstermine, ohne Klassenzimmer. Stattdessen leben Kinder und Lehrkräfte gegenseitige Wertschätzung, Kreativität, Freiheit und moderne Unterrichtsmethoden, losgelöst von unserem gängigen Schulmodell.
Die weltweit größte Untertagedeponie für gefährliche Abfälle im hessischen Heringen, ein gigantischer Abwasserkanal bei Essen, eine Tierkadaververwertungsanlage im schönen Moseltal: Oliver Schlaudt hat sich auf eine eigentümliche Deutschlandreise begeben, um verborgene, aber spektakuläre Wahrzeichen unserer Müllkultur aufzusuchen. Sein genauso verblüffender wie wunderbar erzählter Reisebericht liest sich allerdings nicht nur wie ein Fremdenführer durch deutsche Abfalllandschaften. Inmitten ihrer besonderen Müllgeschichten entwickelt Schlaudt zugleich eine Philosophie, die sich die Hände buchstäblich schmutzig macht.






