Anton Jäger ist ein belgischer Politikwissenschaftler und Historiker des politischen Denkens. Er studierte Politik und Philosophie an der University of Essex sowie Politische Ideengeschichte an der University of Cambridge, wo er auch über die politische Theorie des amerikanischen Populismus promovierte. Nach Forschungsaufenthalten an der Université libre de Bruxelles, der KU Leuven und der Cornell University lehrt er Geschichte des politischen Denkens und Politische Theorie am Department of Politics and International Relations der University of Oxford. 

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte des politischen Denkens, der Demokratietheorie, dem Populismus sowie den Beziehungen zwischen Kapitalismus und Demokratie. Jäger ist Autor mehrerer Bücher, darunter Hyperpolitik. Extreme Politisierung ohne politische Folgen sowie Welfare for Markets (mit Daniel Zamora) und veröffentlicht regelmäßig Beiträge in wissenschaftlichen und überregionalen Medien.

Offizielle Biografie (University of Oxford): Anton Jäger  |  Verlagsbiografie: Anton Jäger

1. Auflage 11.03.2026 , Deutsch

Als Donald Trump zum ersten Mal Präsident wurde, ging ein Richard Rorty zugeschriebenes Zitat viral: Wenn die »kulturelle Linke«, so Rorty 1998, materielle Fragen weiterhin ignoriere, werde es einen Bruch geben - »something will crack«. »Ärmere Wähler« würden einen starken Mann an die Macht bringen, es drohe eine Rückkehr des Sadismus.

So hellsichtig diese Prognose war, hat der Fokus auf die »woken« Linken und die »Verlierer« in Debatten über Trump & Co. doch einen blinden Fleck erzeugt. Geht man davon aus, dass Politiker wie Trump, Tino Chrupalla oder der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis sich auch selbst wählen, kommt schließlich eine andere »Klassenfraktion« in den Blick: konservative Männer, die ihr eigenes Unternehmen leiten.

ISBN 978-3-518-12813-8 1. Auflage 11.03.2026 20,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Originalausgabe