Aktuell
Die wichtigsten politischen Texte Erich Frieds, darunter zahlreiche unbekannte oder verschollene.
Zusammengetragen aus längst vergriffenen Büchern, Anthologien, Rundfunkarchiven: Entstanden ist ein eindrucksvolles Portrait des politischen Denkens von Erich Fried, von seinen frühen antistalinistischen Rundfunktexten und dem Statement »Warum lebe ich nicht in der Bundesrepublik?« von 1963, über Äußerungen zum deutschen (und österreichischen) Faschismus und zur Wetterlage des »Deutschen Herbstes« (1977), bis zu Fragen nach dem, was links sei, in Ost und West, oder was jüdische Identität bedeute – eingeschlossen die polemische, in Todesnähe formulierte Quintessenz der Büchnerpreis-Rede von 1987.
Mit seinem Gedichtband »und Vietnam und …« (1966) stieß Erich Fried in Deutschland noch auf Unverständnis und Ablehnung. Der Band löste eine heftige öffentliche Diskussion über das politische Gedicht aus, ein durch die Agitationslyrik der dreißiger und vierziger Jahre vergiftetes Gelände. In den siebziger Jahren ist Erich Fried viel unterwegs, streitet mit politischen Freunden und trifft seine Gegner. Immer wieder greift er in politische Auseinandersetzungen ein und wird in der Folge mit Verleumdungen, Zensur oder gerichtlichen Klagen überzogen und aus den Lesebüchern verbannt.
Die Schwerpunkte der Ausgabe
- Nord Stream und der Anschlag auf die Pipelines
- Energie als geopolitisches Machtinstrument
- Russland, Ukraine und internationale Politik
- US-amerikanische Politik
Interviews u.a. mit Olaf Tunnander, Gabriele Krone-Schmalz, Igor Seikreta und Alexander Korotkow: Die Interviews behandeln überwiegend geopolitische Entwicklungen, Medienberichterstattung und internationale Beziehungen.
Sie beobachten sich gegenseitig über den Pazifik hinweg mit Argusaugen und reden übereinander statt miteinander: Längst hat der entscheidende geopolitische Wettstreit des 21. Jahrhunderts zwischen China und den USA begonnen – beides Weltmächte ohne ernsthafte Rivalen.
Kishore Mahbubani, renommierter und hervorragend vernetzter Diplomat und Gelehrter, analysiert die tiefen Verwerfungen in den Beziehungen zwischen Peking und Washington. Mit unverstelltem Blick erläutert er die Stärken, Schwächen, Fehler und Eigenheiten Chinas und der USA.
Einen Krieg zu gewinnen bedeutet, so viele Menschen, Häuser und Infrastrukturen des Feindes wie möglich zu zerstören. Wenn wir allen Kriegen ein Ende setzen wollen, müssen wir anfangen, über die Realitäten des Krieges zu sprechen und jene Personen kennenlernen, die für den Frieden gekämpft haben. Dieser Kampf für den Frieden kann sich auf Religionen, Ideologien oder politische Bewegungen stützen. Wichtige Instrumente sind Pazifismus, Gewaltlosigkeit und Kriegsdienstverweigerung. Was wissen wir wirklich über die großen Ideen hinter der Friedensarbeit?
Warum die Klimakrise auch eine Frage der Gerechtigkeit ist - Aktivismus, Widerstand und Wege zu echter Veränderung
Die Klimakrise ist nicht nur eine Umweltkatastrophe, sie ist ein Gerechtigkeitsproblem. Frauen, indigene Gemeinschaften und Menschen im Globalen Süden tragen die Hauptlast, während große Konzerne von einem ausbeuterischen System profitieren. Die Aktivistin Lisa Poettinger zeigt, warum Klimaschutz nur mit sozialer Gerechtigkeit funktioniert. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit radikaler Praxis und liefert Denkanstöße für echte Veränderung.
Für ihr Engagement wurde die Lehramtsstudentin vom Freistaat Bayern unlängst vom Referendariat ausgeschlossen: Wer sich für Klimagerechtigkeit einsetzt, braucht Mut. Dieses Buch zeigt, warum es sich lohnt.
Ukrainische, russische, belarussische und deutsche Autor:innen untersuchen den Vernichtungskrieg der Deutschen
Der deutsche Vernichtungskrieg in der Sowjetunion kostete 14 Millionen sowjetische Zivilist:innen das Leben. In ihren Beiträgen verbinden die Autor:innen die Untersuchung der Verbrechenskontexte mit Fragen der juristischen Aufarbeitung nach 1945 und der aktuellen Erinnerungskultur.
Alles über Erneuerbare Energien und Energiepolitik
»Die größte Gefahr für die Energiewende? Mythen und Märchen!« Gerd Schöller. »Heiz-Hammer«, Windräder-Abriss-Träume und Mythen über Solaranlagen: Die Debatte über die deutsche Energiewende ist aus dem Ruder gelaufen. Zwischen Panikmache und blauäugigem Optimismus fehlt oft das Wichtigste: die Sicht der Praktiker.
Der erfahrene Solarunternehmer Gerd Schöller bringt die hitzige Debatte zurück auf den Boden der Tatsachen:
Ein streitbares Leben
Selten hat Hermann Kant so ausführlich, nachvollziehbar und selbstkritisch über die Stationen seiner Biographie berichtet, über Persönliches, das Schreiben und politische Überzeugungen. Als mit dem Autor, seinem Werk und den Zeitumständen bestens vertraute Gesprächspartnerin fragt Irmtraud Gutschke ebenso unermüdlich wie einfühlsam nach.
Die urkomische Geschichte »Der dritte Nagel«, unlängst auch mit großem Erfolg in Frankreich erschienen, erzählt von einem Mann, der vom besten Brötchenbäcker der Stadt versorgt werden will. Gerade vertrackte Alltagssituationen verführen Kant zu nichtalltäglicher Spottlust und Sprachartistik. Da ist die alte Halsabschneiderin Frau Persokeit, die die Leute allein dadurch das Fürchten lehrt, dass sie sie grüßen lässt. Oder Herr Farßmann, ein Buchhalter wie du und ich. Ironie, Satire und tiefere Bedeutung – in Kants Erzählungen gehen sie besonders erstaunliche, stets vergnügliche und verblüffende Allianzen ein.




