Krieg ist Verachtung des Lebens
Ein Essay über den Frieden
Einen Krieg zu gewinnen bedeutet, so viele Menschen, Häuser und Infrastrukturen des Feindes wie möglich zu zerstören. Wenn wir allen Kriegen ein Ende setzen wollen, müssen wir anfangen, über die Realitäten des Krieges zu sprechen und jene Personen kennenlernen, die für den Frieden gekämpft haben. Dieser Kampf für den Frieden kann sich auf Religionen, Ideologien oder politische Bewegungen stützen. Wichtige Instrumente sind Pazifismus, Gewaltlosigkeit und Kriegsdienstverweigerung. Was wissen wir wirklich über die großen Ideen hinter der Friedensarbeit?
Wie viele der mutigen Menschen, die sich weigerten, in den Krieg zu ziehen, und die dafür bestraft wurden, kennen wir wirklich?Die ausufernde Militarisierung unserer Zeit findet inmitten einer großen Klima- und Naturkrise statt. Kaum etwas ist so zerstörerisch für den Planeten wie die Rüstungsindustrie. Sowohl die Arbeiter- als auch die Frauenbewegung haben traditionell für den Frieden gekämpft.Heute muss sich die Friedensbewegung auch mit der Umweltbewegung im Kampf für alles Lebendige verbünden.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
Interview
In der öffentlichen Debatte werden zunehmend militaristische Positionen als vernünftig und Pazifismus oder Kriegsdienstverweigerung als verrückt dargestellt. Die Antikriegs-Autorin Linn Stalsberg erklärt, warum das Gegenteil der Fall ist. Mit Magdalena Berger Jacobin 02.10.2025
Rezensionen
Ein Buch zum Luftholen: Linn Stalsbergs „Krieg ist Verachtung des Lebens“: Die norwegische Journalistin Linn Stalsberg hat ein zorniges Buch gegen den Krieg geschrieben. Darin stellt sie einen Zusammenhang zwischen der neuen Militarisierung und der Klima- und Naturkrise her. (...) "Jedes Gewehr, das hergestellt wird, jedes Kriegsschiff, das ins Wasser gelassen wird, jede Rakete, die abgefeuert wird, bedeutet einen Diebstahl an jenen, die hungrig sind und nichts zu essen haben, und an jenen, die frieren und keine Kleidung haben." U.S. President Dwight D. Eisenhower in seiner "Chance for Peace speech". [Podcast 04:08] Von Stefan Berkholz SWR 22.10.2025
Die Selbstmordspirale: Linn Stalsberg hat einen zornigen Essay gegen Krieg und Aufrüstung verfasst: Mit welchem Recht maßen sich Staaten und ihre sogenannten Volksvertreter an, Grenzen zu schließen und jungen Männern den Weggang zu verbieten, weil sie nicht sterben wollen oder andere Männer totschießen möchten? Von Stefan Berkholz nd 14.10.2025
Autoreninfos
Übersetzt von
Andreas Donat wurde 1983 in Wien geboren. Er studierte Klavier Konzertfach in Wien, Berlin und Oslo, und lebt heute als freier Literaturübersetzer und Pianist in Berlin. Andreas Donat übersetzt aus dem Norwegischen, Schwedischen, Dänischen und Englischen, darunter preisgekrönte Autor:innen wie Hanne Ørstavik, Rakel Haslund-Gjerrild und Quynh Tran. Seine Übersetzungen wurden mit Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Berliner Senats, der Stadt Wien sowie der Übersetzungsprämie des Österreichischen Bundeskanzleramts ausgezeichnet. Europäisches Übersetzer-Kollegium (08.07.2026)
Eine Inspiration für das Buch
(lt. Interview auf der Frankfurter Buchmesse; s. Video oben und hier)


