Trotz Kriegen, Klimawandel und anderen Krisen - Daten offenbaren Grund zur Hoffnung, denn es gibt viele positive Entwicklungen, die in der Kakofonie der Negativ-Schlagzeilen untergehen: Jeden Tag befreien sich Zehntausende Menschen aus extremer Armut, nie starben weniger Menschen in Wetterkatastrophen. Und die meisten Inseln der Südsee gehen nicht unter - sondern werden größer. Dieses Buch zeigt auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten und erstaunlicher Grafiken 33 Lichtblicke in unserer Welt.
Mut (Thema)
Im Sommer 2012 beginnt die Revolution von Rojava. Ein Teil der kurdischen Bevölkerung setzt in Nordsyrien, mitten im blutigen Bürger_innenkrieg, lang gehegte Ziele der Frauenbefreiung, Demokratie und Pluralität um. Nur kurze Zeit später wird die selbstverwaltete Region vom 'Islamischen Staat' (IS) angegriffen, der durch seine abscheulichen Verbrechen globales Entsetzen erregt. Das Durchbrechen der Belagerung der Stadt Kobanê wird zum Symbol. Es ist der Wendepunkt im Krieg gegen den IS. In langen und verlustreichen Kämpfen befreien kurdische Einheiten Dorf um Dorf, und als es ihnen im Jahr 2019 gelingt, dem IS auch das letzte Stück Land in Syrien abzunehmen, geht ein Aufatmen durch die Welt.
In ihrem Aufsatz The Cost Of Living von 1999 (Deutsch: Die Politik der Macht) untersucht Arundhati Roy die verheerenden Auswirkungen von Globalisierung und Kapitalismus auf das Leben gewöhnlicher Menschen in Indien. Sie argumentiert, dass der Preis, den wir für die Vorteile des Wirtschaftswachstums zahlen, zu hoch ist und dass wir einen Weg finden müssen, den Fortschritt mit der sozialen Gerechtigkeit auszugleichen.
Wer entscheidet, was tabu ist? Wenn ein Tabu gebrochen wird, reagiert die Gesellschaft oft reflexartig mit Empörung und Wut. Unbewusste Abwehrmechanismen spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Psychiater und Neurowissenschaftler Raphael M. Bonelli liefert eine psychologische Analyse eines Phänomens, das nicht nur die Meinungsfreiheit bedroht, sondern auch unsere politische Kultur prägt.
Mit der Pandemie und der Reduzierung sozialer Kontakte hat das Problem der Einsamkeit vieler Menschen in unserer Gesellschaft einen starken Schub bekommen. Sebastian Schoepp stellt sich dieser Entwicklung mit einem starken Plädoyer zur Rettung der Freundschaft entgegen.
Wie viel kostet einmal Überleben?
1943: Deutschland, Italien und Japan sind im Dreimächtepakt verbunden. Eine kleine italienische Community in Japan weigert sich, Mussolinis Repubblica di Salò anzuerkennen. Darunter auch Fosco Maraini und seine Frau Topazia. Daraufhin wird die gesamte Familie interniert. Die siebenjährige Tochter Dacia ist der Kälte, den Parasiten und dem Sadismus der Wachen ausgesetzt, sie ernährt sich von wenigen Körnern Reis und Ameisen.
Armut und Erbarmen, Schuld und Vergebung, Tod und Unsterblichkeit der Seele - dies sind die zentralen Themen, die Eugen Drewermann im Werk des russischen Dichters Dostojewski findet. Dostojewski ernst zu nehmen bedeutet für ihn: angesichts einer gnadenlosen Welt von der Gnade zu sprechen und im Schatten der Verzweiflung vom Glauben. Und selbst, wenn es keinen Ausweg mehr zu geben scheint, Orte zu zeigen, an denen Hoffnung möglich ist.
Die vierzehnjährige Adunni weiß genau, was sie will: Bildung. Denn das ist der einzige Weg für ein nigerianisches Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, Unabhängigkeit zu erlangen und den eigenen Träumen ein Stück näherzukommen.
Bisher haben stets andere ihre Geschichte erzählt. In diesem Buch erzählt Jolanda Spiess-Hegglin sie erstmals selbst.
Das Leben von Jolanda Spiess-Hegglin, damals frisch gewählte grüne Kantonsrätin, verändert sich im Dezember 2014 auf einen Schlag: Am Morgen nach der Zuger Landammannfeier erwacht sie mit einem unerklärbaren Filmriss und Unterleibsschmerzen. Nach einer Abklärung im Spital werden Strafuntersuchungen eingeleitet, in ihrem Intimbereich wird die DNA zweier Männer gefunden.
Die Klimakrise ist da. Mit dieser Erkenntnis treten aufwühlende Gefühle und Fragen ins eigene Leben. Wie kann ich Kindern Hoffnung vermitteln, sie positiv in die Zukunft begleiten, wenn meine eigene Zuversicht zerbröselt? Muss ich die Hoffnungslosigkeit radikal akzeptieren? Was kann ich als einzelne Person tun? Bringt mein Handeln überhaupt irgendwas? Kann ich Trauer und Wut spüren - und gleichzeitig Mut für die Zukunft aufbringen? Wohin mit dieser übermächtigen Klimaangst? Illustratorin und Kunstpädagogin Lena Hällmayer hat sich all diesen Fragen gestellt und ihren Prozess drei Jahre lang zeichnerisch dokumentiert.